Taboulé – Mehr als ein libanesischer Salat

Taboulé
Taboulé (تبولة) – ein leckeres, süchtig-machendes libanesisches Gericht!

Ich habe bei einigen Gelegenheiten und Besuchen den libanesischen Salat Taboulé zubereitet. Sehr oft wurde ich gefragt, wie Taboulé zu machen ist und ob ich ein Rezept dazu aufschreiben könnte. Dieser Blog war zwar ursprünglich nicht für das Niederschreiben von Rezepten gedacht, aber da so viele danach gefragt haben, dachte ich, dass ich dieses Rezept auch mit euch allen teilen könnte.

Taboulé wird zwar oft als Salat bezeichnet, aber sie kann viel mehr als ein Salat sein. Taboulé ist ein Gericht, das sowohl als Salatbeilage aber auch als Vorspeise, Hauptspeise und für den kleinen Hunger zwischendurch als Zwischenmahlzeit serviert werden kann. Meine Empfehlung ist, viel davon zu machen, denn es ist leicht, süchtig danach zu werden und ich spreche da nicht nur aus meiner eigenen Erfahrung. Wenn meine Mutter Taboulé zubereitet hat, habe ich allein die Menge, die für 4-5 Personen gedacht ist, gegessen und wurde entsprechend wütend angefunkelt ;p Mehr lesen

Dream – A Shortstory

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The Wanderer I by S. T. under CC BY-NC-ND 2.0 license.

You robbed me of my emotions, you took away my freedom, with a knife you embroidered my fears and pains on my skin and transformed me into a freak.

Of course, I know you are waiting and watching me. I can feel your lifeless eyes burn my skin. I don’t want to give you the satisfaction of my gaze, so I walk through the emptiness that seems crowded, and feel comfortable in the screaming silence. So many times I have dreamed of this breath-taking moment in which I would leave you to die and to cease to exist. It’s like seeing a great eternal dream.

I still can recall how you had panicked and had futilely struggled to get away. The wide-eyed look of horrified fear had sent delicious shivers down my spine, causing those shivers to ripple across my skin. I couldn’t get enough. I had felt a primal need for more. Fear- I could smell the tainted traces of fear. Yours. I wanted to drink it in as I planned to swap away your very existence from the face of earth. And then the stabbing and twisting of the knife into tender flesh as scarlet satin painted the wall. Taking pleasure, perverse pleasure, in watching those dark eyes of yours widen in shock, in realization, in terror-

How can I describe it? Taste of tenderness in cruelty, sense of urgent desire in cold eyes. Mehr lesen

Cell micropatterning und die schönen Künste

Cell Micropatterning
Retinae Pigmentepithelzellen (RPE1) kultiviert auf Anker-förmige Mikrostrukturen. Gefärbt ist das Aktin-Zytoskelett (grün) und das Protein Transferrin (rot). Aus Grossier et al. (2014) veröffentlicht in The EMBO Journal; approved permission request by John Wiley and Sons.

Wenn unter Künsten die schönen Künste verstanden werden, ist für mich Cell micropatterning die Ikone der Kunst in der Zellbiologie schlechthin.

Was versteht man unter Cell micropatterning?

Cell micropatterning steht für eine Vielzahl von verschiedenen Methoden, welche die genaue Kontrolle über die Zellform und Zellpositionierung auf einem Substrat gemeinsam haben. Zum Beispiel ist es möglich, einzelne Zellen in Form eines Kreises, Vierecks, Dreiecks oder gar eins Sterns oder Mondes zu kultivieren.

Um zu verstehen, wie Zellen eine solche Form annehmen können, muss man wissen, dass Zellen in ihrer natürlichen Umgebung, d.h. in vivo von einem komplexen Netzwerk von sezernierten Proteinen und Kohlenhydraten umgeben sind, bestehend z.B. aus Fibronektin, Collagen oder Laminin, zusammengefasst unter dem Begriff extrazelluläre Matrix (EZM). Die extrazelluläre Matrix dient einfach ausgedrückt als Fixierungsmöglichkeit für Zellen. Ferner reguliert die EZM-Zell-Interaktion das Verhalten der Zelle während des Zellwachstums, der Proliferation, der Differenzierung oder der Zellmigration.

Wenn nun die extrazelluläre Matrix als eine Fixierungsmöglichkeit, also als ein Adhäsionsvermittler (banal formuliert als eine Art „Kleber“) dient, bedeutet das, dass sich Zellen auf diesen adhäsiven Regionen ansiedeln können. Mehr lesen

Als Superheld weniger nervös durch die Präsentation?

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Nervosität kann beim Vortragen vor einem Publikum nicht nur die Qualität des Vortrags sehr beeinträchtigen, sondern auch die eigene Selbstwahrnehmung.
Bild: Vector Open Stock; Lizenz: C Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported; Die Originaldatei ist hier zu finden.

 

Erinnert Ihr euch an meine Überlegung, sich für Reden oder Seminare ein Alter Ego zu erschaffen? Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Person mir als Alter Ego dienen könnte, zumal ich in letzter Zeit zwei Referate in kurzem Abstand halten musste und in den kommenden Wochen auch weitere folgen werden. Es war sehr schwierig eine Person zu finden, in deren Haut ich während Seminaren schlüpfen wollte. Ich habe von historischen Figuren wie Simone de Beauvoir bis hin zu Personen, denen ich begegnet bin so ziemlich alle in Betracht gezogen und gleich wieder verworfen. Ich habe mir so lange Gedanken darüber gemacht, dass ich die Idee schon wieder verwerfen wollte, da mir niemand als Alter Ego geeignet schien. Bis ich durch eine alberne jedoch für mich gut funktionierende Aktion auf das richtige Alter Ego gekommen bin! Alles begann damit, dass ich vor einiger Zeit einige Artikel gelesen habe, welche sich mit dem Einfluss von Körperhaltung und Körpersprache bei Gesprächen mit einem Vorgesetzten bzw. mit Autoritätspersonen auseinandersetzten. Sie lieferten zudem hilfreiche Tipps zur Kontrolle der eigenen Nervosität und zur Stärkung des Selbstvertrauens. Mehr lesen

Die Spuren, die ein Studium hinterlässt

Nachdem ich meine Masterarbeit abgegeben und meine Abschlusspräsentation gehalten hatte, wollte ich mich eigentlich auch gleich an meine Recherchen für meine Doktorarbeit machen, obwohl die Doktorandenstelle offiziell 2-3 Monate später anfangen sollte. Damals habe ich mir gedacht, dass ich mir vorher zumindest 1 Woche frei nehmen würde, um mich später mit mehr Einsatz an die Arbeit machen zu können.

Dann wurde ich wieder und wieder krank und all das artete in extreme Rücken- und Nackenschmerzen aus, welche noch bis heute anhalten. Bedingt durch meine angeschlagene Gesundheit verbrachte ich viel Zeit alleine zu Hause. Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich angefangen, mir Gedanken über meine Zukunft und meine bisher im Studium praktizierte Lebensweise zu machen. Mir ist durch den Kopf gegangen, dass ich sehr viele Hobbies wegen der knapper werdenden Zeit aufgegeben habe, dass ich keine Kurse beim Hochschulsport mehr belegte (bzw. generell kein Sport mehr trieb) und auch sonst im privaten Leben vieles zu Gunsten des Studiums aufgeopfert habe wie z.B. lecker kochen, Familie öfter besuchen, eine innige Freundschaft und gute Freundin, Wochenenden frei nehmen und diese auch tatsächlich genießen, Städte erkunden etc. …

Ich habe zwar einen sehr guten Durchschnitt im Master und eine Doktorandenstelle mit einem für mich unvorstellbar tollen Thema in einer exellenten Arbeitsgruppe, die einem mehr Freiraum bezüglich der eigenen Herangehensweise an die Thematik und dem experimentellen Arbeiten erlaubt als so manch andere Arbeitsgruppe, aber das, wie ich jetzt bemerkt habe, zu einem für mich doch zu hohen Preis. Ich frage mich, ob ich es hätte anders machen können, ob ich meinen jetzigen Platz mit einer guten Masterurkunde auch dann gefunden hätte, wenn ich meine Prioritäten anders gesetzt hätte, mit weniger persönlicher Aufopferung und ohne körperliche Beschwerden. Mehr lesen

Sexualität im Rollenspiel – Ein Kommentar

Dies ist ein Kommentar zu dem Beitrag Sexualität im Rollenspiel von Arne Babenhauserheide.

In einer Pen & Paper Rollenspielrunde vor etwa zwei Jahren musste u.a. mein männlicher Charakter Neminis eine geschlossene Gesellschaft bestehend aus einflussreichen männlichen Oligarchen infiltrieren, die ihr Geschäft u.a. mit Sklavenhandel betrieben. Hierfür gab sich Neminis selbst als ein Menschenhändler aus, der Weisenkinder aus Krisengebieten aufspürt, sie als Meuchelmörder ausbildet und ihre Dienste, aber auch die ausgebildeten „Produkte“ zum Verkauf stellt. Anders ausgedrückt musste mein Charakter selbst einen profitbesessenen Menschen spielen, der auf die Grundrechte eines empfindungsfähigen Wesens mit Füßen tritt. So kam es, dass Neminis das Angebot eines Sklavenhändlers, der Frauen kauft und ihnen absoluten Gehorsam eintrichtert, ihm für die Nacht eine Liebessklavin zur Verfügung zu stellen, nicht ablehnen konnte. Im Quartier angekommen, war es sehr schwierig, einem tatsächlichen sexuellen Akt auszuweichen, ohne die eigene Tarnung aufzudecken. Seit dieser Runde begleitet die Liebessklavin Kerani Neminis, da sie sich als Besitz von Neminis sieht. Neben dem Versuch Kerani von ihrer Freiheit zu überzeugen und sie abzuschütteln, begleitet sie nun seit jeher Neminis, während dieser versucht ihr ihre Unabhängigkeit begreiflich zu machen. Zwei Jahre später schlitterte Neminis wieder in eine –diesmal eher ausweglose– Situation. Betrunken torkelte er zu seinem Quartier, wurde von Kerani in Empfang genommen und– wachte am nächsten Morgen entspannt, frisch geduscht und ohne jegliche Erinnerung an den vorherigen Abend auf.

Zwar wurde die entsprechende Szene nicht beschrieben, jedoch wurde über den Verlauf des Abends mittels eines Würfelwurfs entschieden, welcher so schlecht verlief, dass jedem Spieler am Tisch klar sein musste, was ingame passiert war.

Als Spielerin saß ich da, dachte an all die Versuche, Kerani verständlich zu machen, dass sie mehr als nur ein Besitz, mehr als eine Sex-/Liebessklavin sein kann, an die vielen Versuche, einen Charakter zu spielen ohne die eigenen Moralvorstellungen und eigenen Prinzipien allzu sehr miteinfließen zu lassen und dass ich es in vielen Momenten nicht geschafft hatte, Neminis Persönlichkeit und meine eigenen Moralvorstellungen voneinander zu trennen.

 

Denn anders als Gewalt ist Sexualität tief im eigenen Selbstbild verankert, und sie zu behandeln verwischt die Grenzen zwischen Spielenden und Charakteren –

 

Ich stimme Arnes Argumentation zu, dass wir wenige Vorbilder zur „Sexualität als etwas normales“ haben, jedoch muss ich gestehen, dass die Intensität und das Erreichen emotionaler Grenzen in diesen Rollenspielrunden andere, wenn auch weiterhin mit Sexualität verbundene Gründe hatte.

Eine Liebessklavin, die sich als Besitz des Charakters sieht-

Eine Liebessklavin, über die der Charakter Macht besitzt-

Eine Liebessklavin, über deren körperlichen und geistigen Zustand und deren Schicksal der Charakter die Gewalt hat-

Der Grund für die erlebte Spielintensität lag u.a. darin, dass die im Spiel beschriebene Sexualität um die Attribute Gewalt und Macht erweitert wurde. Mehr lesen

Abschlussvortrag der Masterarbeit

Marburg Lahnberge

Nachdem ich erst einmal so lange wie möglich ausgeschlafen hatte um zumindest einen Teil des im Studium verpassten Schlafes nachzuholen und dem Versuch, für eine Weile nicht an den Abschlussvortrag zu denken (was mir nicht wirklich gelungen ist), schreibe in nun, wie bereits versprochen, wie es mit dem Abschlussvortrag gelaufen ist. Bereits die Reise nach Marburg entpuppte sich als eine Herausforderung, da ich nicht mit all den Emotionen, die auf mich zustürmten, gerechnet hatte. Dabei waren es nicht die Gedanken an den bevorstehenden Vortrag, die mich etwas überwältigt zurück ließen. Viel schlimmer empfand ich die Erinnerung an das feucht-kalte Klima; den im Winter meterhoch liegenden Schnee und die Eiseskälte, welche durch die Kleider kroch; die winzigen, dunklen, kalten Studentenzimmer, um nicht zu sagen Löcher; die hügelige Stadt, welche das Fahrradfahren unmöglich machte; und nicht zu Letzt die einsamen Stunden und die Sehnsucht nach meiner Familie in Berlin, welche am schwersten zu ertragen war.

Scherzhaft, aber nicht minder ernst meinte ich zu meinem Begleiter, dass ich, wenn es mir in einer zukünftigen Lebenssituation schlecht gehen sollte, müsste ich nur nach Marburg fahren, um mich daran zu erinnern, wie schwer die Zeit, das Studium und das Leben in dieser Stadt waren und ich alle Probleme dennoch, trotz aller Widrigkeiten bewältigt habe. Und tatsächlich habe ich, seitdem ich Marburg verlassen und den Großteil des Studiums absolviert habe, bis jetzt nie das Gefühl gehabt, vor einem unlösbaren Problem gestanden zu haben. Eine der Fertigkeiten, die mich mein Studium in Marburg gelehrt hat, ist der Umgang mit extremst stressigen Situationen und diese (später souverän) zu bewältigen. Mehr lesen

First things first

Es war etwa um diese Zeit vergangenen Jahres, dass ich mit meiner externen Masterarbeit am Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie am UK Aachen der RWTH begonnen habe. Die Arbeit ist jetzt endlich abgegeben und in wenigen Tagen findet mein Abschlussvortrag in Marburg statt, danach bin ich eine freie Frau. Naja, d.h. fast, denn offiziell werde ich Anfang nächsten Jahres meine Stelle als Doktorandin an selbigem Institut in Aachen antreten!

Es hat viel Spaß gemacht, am dem Thema der Masterarbeit zu sitzen und daran zu arbeiten. Im Vergleich zu den gängigen molekularbiologischen-biochemischen Methoden in der Biologie habe ich mich in der Masterarbeit mit einer relativ neuen Methode beschäftigt, die sich cell micropatterning nennt. Im Prinzip geht es darum, Zellen, welche unter klassischen Zellkultur-Bedingungen i.d.R. keine spezifische Zellform aufweisen, mit Hilfe spezieller Methoden dazu zu animieren, ihr Wachstum und ihre Morphologie vordefinierten geometrischen Formen anzupassen. Als sich mir die Aufgabe stellte, diese Methode in der Arbeitsgruppe in Aachen zu etablieren, erwartete ich nicht, wie sehr mir cell micropatterning trotz aller Anstrengungen und Hindernisse Spaß bereiten würde. Das Thema entpuppte sich wie geschaffen für mich, ich, die ja so sehr auf Layout und Gestaltung achte und gerne organisiere. Da bietet sich cell micropatterning in der Biologie als das ultimative Werkzeug für effizientes Organisieren und Gestalten an! Gut, dass ich cell micropatterning auch nach meiner Masterarbeit weiterhin verwenden darf, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Biologie und v.a. das Arbeiten mit Primär- bzw. Sekundärzellen ohne cell micropatterning noch einen besonderen Reiz auf mich ausüben würde.

Nächste Woche ist mein Abschlussvortrag, ach ja, das habe ich ja schon bereits erwähnt… Ich hoffe, ich kann meine Begeisterung und die Arbeit, die ich in das Thema investiert habe, während des Vortrags gut zum Ausdruck bringen. Ich stelle es mir nicht leicht vor, eine externe Arbeit, welche ich mir in einem anderen Institut, an einer anderen Universität und in einer anderen Stadt erarbeitet habe, der eigentlichen Arbeitsgruppe an der ursprünglich eingeschriebenen Universität so gut zu erklären, dass verständlich wird, wieviel Arbeit, Mühe, Schweiß, Tränen und oft auch Blut (ja, das ist wörtlich gemeint!) in jedem einzelnen Experiment steckt. Denn am Ende sind es nur die 40 Folien und 30 min des Abschlussvortrags, die ihnen einen Eindruck davon vermitteln können… Drückt mir die Daumen, dass es gut läuft, ich schreibe euch nächste Woche mehr dazu!