Eigene Stimmung tracken leicht gemacht: Der Stimmungskalender Year in Pixels

Kennt ihr das? Wenn ihr auf die letzten Wochen und Monate zurück blickt, denkt ihr: Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit? Die Wochen und Monate verschwimmen in unseren Erinnerungen zu einer Aneinanderreihung von stressigen und tristen Ereignissen. Es mag vielleicht einige schöne Tage gegeben haben, aber wir sind in der Regel davon überzeugt, wir hätten zu wenige Momente des Hoffnungsschimmers erlebt.

So sind wir nun mal, wir Menschen. Negative Erlebnisse prägen sich uns eher ein als positive Erinnerungen. Ohne eine entgegengesetzte Konditionierung dominieren unsere negativen Erinnerungen und beherrschen unseren Blick auf die Vergangenheit.

Vor einigen Jahren führte ich eine Zeit lang ein Erfolgsbuch. Schon damals überraschte mich das Erfolgsbuch. Es zeigte mir, dass ich jeden Monat mehr Erfolge und schöne Erlebnisse vorzuweisen hatte, als mir in Erinnerung blieben.

Als ich vor etwa 3 Monaten dachte, die letzten Monate seien im Großen und Ganzen nur stressig gewesen, ahnte ich bereits, dass meine Wahrnehmung nicht stimmen konnte.

Um der Sache auf die Spur zu kommen, wollte ich mein morgendliches Wohlbefinden tracken. Ich kannte bereits lange vorher das sogenannte Year in Pixels von PassionCarnets und das Konzept gefiel mir für mein Vorhaben: Mehr lesen

Eine Berlinerin über das Holocaust-Mahnmal in Berlin

Panorama view Memorial to the Murdered Jews of Europe in Berlin von Quid pro quo. Lizenz: Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“; unverändert; Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Zuge der Aktion der Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ habe ich oft die Aussage gelesen, dass die Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin hässlich sind. Ich habe gedacht, diese Menschen würden die Symbolik dahinter meinen, da ich als Berlinerin die Stelen nie als hässlich empfunden habe und bei oberflächlicher Überlegung nie darauf gekommen bin, dass die Menschen diese Aussage auch so wörtlich gemeint haben könnten. Ich habe diese Aussage als Verharmlosung der historischen Tatsachen oder als Zeichen des Antisemitismus betrachtet. Als ich jedoch eine ähnliche Aussage von einer Person hörte, die ich gut kannte, war ich zunächst schockiert, habe jedoch bei der Diskussion dann verstanden, dass diese Aussage sich tatsächlich auf den empfunden Schönheitsaspekt bezieht. Mehr lesen

Starke historische Frauen in Buch & Film: Good Night Stories for Rebel Girls – 100 außergewöhnliche Frauen


Nachdem ich so viel Positives in der Buchbloggerszene über das Buch „Good Night Stories for Rebel Girls – 100 außergewöhnliche Frauen“ gelesen habe, bin ich zur nächsten Buchhandlung gegangen, um mir das Buch einmal genauer anzuschauen. Es dauerte keine Minute und ich hatte mich Hals über Kopf in das Buch verliebt!

Hier werden 100 Frauen der unterschiedlichsten Zeitalter und Ethnien von unterschiedlichen Künstlerinnen porträtiert, mit einem kurzen Text auf der linken Seite und einer Abbildung auf der rechten Seite. Es werden Frauen aus ferner Vergangenheit aufgegriffen wie die Jingū, eine Kaiserin Japans, aber auch jüngere Heldinnen unserer Zeit wie Yusra Mardini, eine syrische Schwimmsportlerin, die 2016 mit der ersten Flüchtlingsmannschaft an den Olympischen Sommerspielen teilnahm.

Neben berühmten Frauen wie Amelia Earhart, Marie Curie und Virginia Woolf finden viele weitere Frauen Erwähnung, die ich zwar kannte, aber deren Leistungen ich spontan nicht ausreichend gewürdigt hätte: Julia Child, Coco Chanel, Maria Montessori, Nina Simone um hier nur ein paar zu nennen. Mehr lesen

Der stille Rückzug: Ein Erfahrungsbericht

Vor kurzem habe ich das Buch „Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“ von Dr. Michael Blume gelesen. Dieser Beitrag ist keine Rezension des Buches sondern eine Beschreibung des stillen Rückzugs der Muslime, den Dr. Blume in seinem Buch thematisiert. Ich kann jede Person, die Interesse an dem Thema hat und öfter über die Thematik diskutiert, empfehlen, das 192seitige Buch zu lesen.

„Warum dieser Beitrag?“ werden sich einige fragen. In einer Diskussion mit einigen Nicht-Muslim*innen nach der Bucherscheinung ist mir zum ersten Mal richtig klar geworden, dass die meisten Nicht-Muslim*innen sich nicht darüber im Klaren sind, wie sehr Muslim*innen im Alltagsleben ihren religiösen „Pflichten“ nachgehen- bzw. den Vorstellungen von islamischen Vorschriften eben nicht nachgehen. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Nicht-Muslim*innen davon ausgehen, die meisten Religiösen würden tatsächlich ihren täglichen fünf Gebeten nachgehen, was mir ziemlich abstrus erschien. Denn ich kenne niemanden aus meiner und der noch jüngeren Generation, die diese religiösen Verordnungen so rigoros einhalten. Mehr als die Hälfte meines Bekanntenkreises betet sehr unregelmäßig im Monat, viele gar nicht mehr. Und wie sieht es mit den weiteren Pflichten aus? Um dies den Leuten zu verdeutlichen, wollte ich gerne diesen Beitrag schreiben und Dr. Blumes Erläuterungen zum stillen Rückzug der Muslim*innen genauer beschreiben und mit weiteren Beispielen weiter ausführen. Eine Freundin, die das Buch ebenfalls gerade liest, hat mir mit dem Text und vielen weiteren Beispielen aus ihren eigenen Erfahrungen und ihren Beobachtungen geholfen. Mehr lesen

Die Anfänge einer Bücherleserin

Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA
Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA von Jay Galvin. Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0); unverändert; Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ich habe vor kurzem diesen alten Text gefunden, als ich in meinen alten Unterlagen gekramt habe. Dabei handelt sich um einen Text für die Schülerzeitung, für die einige Schüler ihre Leseerlebnisse beschrieben haben. Ich dachte, ich teile meine ersten Erfahrungen mit Büchern hier mit euch. Würde mich freuen, wenn ihr auch von euren Erfahrungen berichten würdet 🙂

 

Ihre helle Stimme hob sich, sodass sie bis zur hintersten Ecke des lichtdurchfluteten Klassenraumes drang; voll mit Leben erzählte sie von Abenteuern, drängte sich in mein Ohr – und verabschiedete sich in Sekundenschnelle. Ich erinnere mich, wie mir das linke Auge in Intervallen zuckte und die Stimme der Lehrerin wie das lästige Summen der Biene in mein Ohr einsickerte und bald monoton wurde. Wie mich das anödete, wenn sie die Vorlesungsstunden ankündete! Am liebsten hätte ich meinen Kopf mit dem Tisch bekannt gemacht und dabei wäre es auch geblieben. Es wäre eine interessante und laute Bekanntschaft gewesen. Mein Kopf und der Tisch gesellen sich zusammen, und ich bin Gott weiß wo.

Bin ich ein Müßiggänger? Habe ich keine Beschäftigung? – Ja, es ist traurig … („Leonce und Lena“ von Georg Büchner)

Nach ein paar Seiten würde sie immer wieder für sechs Sekunden schweigen (Was die Leute nicht Alles aus Langeweile treiben!), aufblicken, mit ihren grauen, um die Winkel sanft gealterten Augen in die Runde blicken und fragen: „Was habt ihr mit geschlossenen Augen gesehen, während ich die paar Seiten gelesen habe?“
Ich an ihrer Stelle hätte gefragt, ob jemand eingeschlafen sei, denn wahrlich, durch die darauf folgende Stille hätte man doch meinen können, alle wären mit Freddy in der Traumwelt friedlich spazieren gegangen. Fast alle. Ein schmächtiger Arm mit weitem, dunklem Ärmel hob sich stets schüchtern empor und beantwortete die Frage mit einer erstaunlich detaillierten Wiedergabe, und ich fragte mich, ob er insgeheim das gleiche Exemplar des Buches unter dem Tisch versteckt aufgeschlagen habe. Streber. Wie oft ich doch versuchte, den Jungen mit Blicken aufzuspießen! Nicht nur, dass er ein super Gedächtnis besaß, nein, er sah auch komplett wie ein Idiot aus. Kaum zu glauben, dass jemand sich mit dermaßen in alle Himmelsrichtungen zerstrubbeltem, kurzem, nachtschwarzem Haar auf die Straße traute, mit einer drei Nummern zu großen Jeans und grünem Pulli. Zu allem Überfluss trug er auch noch eine runde Brille, deren Bügel tatsächlich mit Klebeband befestigt waren. „Streber. Bücherwurm.“ Das und ähnliches waren immer meine Gedanken, wenn ich Florian durch einen unglücklichen Zufall begegnen musste. Mehr lesen

Heimat – was am Ende übrig bleibt

Letztens bin ich über einen Blogeintrag von Eva-Maria Obermann zum Thema Heimat gestolpert, der mich die letzten Tage sehr verfolgt hat. Ihr Beitrag entstand in der Zusammenarbeit mit einigen Blogger*innen im Zuge einer Blogtour, die unter dem Thema „Suppen für Syrien“ über aktuelle Fluchtthemen schreiben.

Eva-Marias Blogeintrag beschäftigte sich mit Heimat und was dieses Wort für sie bedeutet. Hierbei bekommt das Essen passend zur Überschrift der Blogtour „Suppen für Syrien“ eine zentrale Bedeutung in ihrem Verständnis für Heimat.

Ihr Vergleich hat mich tief berührt und mich an meine eigenen Erfahrungen erinnert. Auch wenn ich nun seit 20 Jahren in Deutschland lebe und hier gefühlt das schönste Zuhause aufgebaut habe, fühle ich mich dennoch tief im Innersten wie eine entwurzelte Person: In mir herrscht eine Unruhe, die ich nicht genau erfassen kann. Sie hat wahrscheinlich mit meiner bisherigen „Lebensreise“ zu tun:

Kind einer Iranerin und eines Irakers, geboren in Kuwait und 2 Jahre da gelebt; wegen der irakischen Staatsbürgerschaft des Vaters als Irakerin angesehen; danach mit meiner Mutter in den Iran geflohen, während der Vater nach Deutschland fliehen musste. Sieben Jahre meiner Kindheit habe ich im Iran verbracht, in dem Glauben, ich sei eine Iranerin, bevor meine Mutter und ich nach Deutschland zu meinem Vater gestoßen sind. Hier wurde ich von allen als Irakerin angesehen, obwohl mich mit diesem Land, ihrer Sprache und ihren Bräuchen gefühlt nahezu nichts verbindet. Bis zum Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft empfand ich den „irakischen Teil“ als eine fremde Persönlichkeit in mir, welche andere in mir sehen. Meine Unfähigkeit, mit dieser Schattenpersönlichkeit klar zu kommen, macht mich wütend.

Wenn ich an Heimat dachte, waren und sind meine Erinnerungen an meine Kindheit im Iran gebunden. Nur war die Zeit im Iran zu kurz. Die Erinnerungen verblassten und viele entglitten mir mit der Zeit. Heute erlebe ich meine Erinnerungen an damals wie durch eine milchige Glastür, wie sie an Flughäfen zu finden sind: Ich befinde mich auf der Seite für die Flugpassagiere und sehe durch die Glastüren meine Kindheit und meine damalige Heimat auf der anderen Seite, die nur noch verschwommen, gedämpft und schwach zu mir herüberdringen. Die Erinnerungen an die Gerüche, die Gefühle und die Klänge scheinen nur noch ein Nachhallen von einer geträumten Welt zu sein, das beim Aufwachen ein warmes Gefühl hinterlässt und sich viel zu schnell verflüchtigt. Mehr lesen

Mein neuer Lieblingssalat: Kisir Extra Hot

Ich dachte, dass Taboulé mein Lieblingssalat bleiben würde, aber nachdem meine Mutter Kisir von ihren Kollegen gelernt und gemacht hat, ist Kisir nun mein Lieblingssalat. Ich habe ihr Rezept genommen und etwas abgeändert.

Was das genau bedeutet? Da ich scharfes Essen liebe, ist dieser Kisir scharf, einige würden womöglich auch zu scharf sagen. Die Schärfe kommt von der Bird’s Eye Chili. Ihr könnt natürlich auch andere Chili-Sorten ausprobieren oder gar auf scharfe Varianten verzichten und stattdessen Paprikapulver verwenden oder alternativ auch noch schärfere Chilisorten wie Habaneros ausprobieren. An Habeneros habe ich selbst mich noch nicht ran getraut, auch wenn ich schon einige getrocknete Schoten habe…
Zudem verzichte ich inzwischen auf die vielen Zutaten wie Gurken, Paprika, Zwiebeln etc. Tomaten, Lauch und Petersilie reichen mir völlig aus. So ist die Zubereitung von Kisir auch viel schneller über die Bühne gebracht. Mehr lesen

Trichoplax adhaerens – Ein Meeresbewohner aus dem Stamm der Placozoa

Trichoplax in Kultur und asexuelle Reproduktion von Trichoplax adhaerens
Abb. 1 Trichoplax adhaerens kultiviert unter Laborbedingungen (a) und dessen asexuelle Reproduktion (c-e). Balken: 20 µm. Modifiziert nach Srivastava et al. (2008), veröffentlicht in Nature 454, 955-960, Lizenz: Creative Commons Attribution-Non-Commercial-Share Alike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0).

Der rein marin vorkommende Organismus Trichoplax adhaerens ist die bisher einzige anerkannte Art des Stammes der Placozoa (Scheibentiere) und zählt zu den basaleren Metazoen. Die phylogenetische Position der Placozoa innerhalb der Metazoen ist jedoch umstritten. Aufgrund ihrer simplen Morphologie wurden Placozoa lange Zeit an der Basis der Eumetazoen eingeordnet, wobei diese Hypothese von einer stufenweisen Evolution von einfachen bis hin zu komplexer aufgebauten Organismen ausgeht (Abb. 1a). Eine weitere Hypothese, verteidigt von der Arbeitsgruppe um Schierwater in Hannover, platziert die Placozoa an der Basis der Metazoa und geht von einer frühen Aufspaltung der beiden Schwestergruppen, den Triploplasten und den Diploplasten, und einer folgenden parallelen Evolution der beiden Schwestergruppen aus, wobei die Placozoa die basalere Position neben den Schwämmen, den Ctenophoren und den Cnidariern innerhalb der Diploblasten einnehmen (Abb. 1b). Mehr lesen

Mr. Sky – Gedicht

Warmed By The Drift by Jourdan Laik
Warmed By The Drift von Jourdan Laik. Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 2.0; unverändert; Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ich wollt ich wär ein Sternendieb
Hoch oben auf den Dächern wär mein Jagdgebiet
In finsterer Nacht zu später Stunde
Tanzte ich auf den Dächern ein Lachen im Munde
die Sterne pflückte ich vom Himmelszelt
mein Spielplatz wär die ganze Welt
Früher war ich wahrlich reich
erbeutete Sterne mit dem Nachthemd ganz leicht
bedeckte es gänzlich mit Sternenstaub
so wie im Herbst alles bedeckt ist mit Laub
Seit Jahren bin ich aber arm statt reich
da du geizig warst für lange Zeit
Mit wenig Sternenstaub ging ich durch die Welt
doch es war nur versteckt, dein Sternenzelt

Jemand zeigte mir wo du so lange warst
und durch das Wiedersehen war ich wirklich entzückt
Von neuem hatte die Jagd begonnen
und ich durchtanzte die Nacht berauscht von Glück

Doch als ich den Blick zur Seite wandte
erkannte ich einen neuen Stern
So groß und hell, dass mein Herz entbrannte
mit ihm würd mein Reichtum immer währn

Ein letztes Mal griff ich nach den Sternen
bevor ich verschwand, die Jagd war vorbei
Doch ich war nicht allein und würds nie mehr werden
und der Abschied war leicht: Bye, bye Mr. Sky!

Dieses Gedicht ist wiederum eine Antwort auf Knox‘ Gedicht Bye, bye, Mr Sky.

Pervers: Wider der Natur – Gedicht

Du kannst es nicht lassen

Als Gottes Krönung nach den Sternen zu fassen

Machst es nicht aus Instinkt

Nein, nach Lust und Gier dein Wesen stinkt

Verlangst viel von der Natur

Und lässt von der heimischen Welt keine Spur

Gibt dir Reinheit, Schönheit, Glanz

Ja, macht dich so keusch und herrlich ganz

Der Schrei des Reihers ist längst verklungen

Dein feuerglühendes Herz hat alles verschlungen

Seidenhaut glänzt an deinen Armen

Fremd ist ihnen das göttliche Erbarmen

In dein Herz lodern unerschöpfliche Träume

Entzünden den Schmerz der jungen Bäume

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Selfish von Yuumei aka Wenqing Yan.

Steigt das Schwarze in den Himmelsbogen

Wird ihr Klagen in der Luft gewogen

Überziehen der Erde Kinder mit Aschenglut

Doch strahlest du neu wie Feuerglut

 

Lange hat sie ausgeharrt auch ohne dich und wird immer stehen

Nur du wirst alsbald untergehen

„So rein, so fein, so weiß und weich“*

So unbekümmert engelsgleich

Dreh dich um, dreh dich um mein Engelein

Blicke hinaus über den schönen Schein

Erkennst du es denn wirklich nicht

Dein Perverses Meisterstück?

 

 

 

 

*nach Clemens Brentano „Gockel, Hinkel und Gackeleia“

Establishment of a cell micropatterning method for the quantitative assessment of the organization of the keratin filament network

cell micropatterning keratin intermediate filament.jpg
Cell micropatterning – a powerful tool to control cell shape.

Im folgenden findet ihr hier meine Masterarbeit. Die Arbeiten dazu habe ich am Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie der Uniklinik RWTH Aachen unter Aufsicht von Rudolf Leube und Reinhard Windoffer durchgeführt. Ich stelle meine Arbeit hier hoch, in der Überzeugung, dass das an der Universität erlangte Wissen ein Gemeingut darstellt, welches der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden muss. Forschung, wie sie an Universitäten durchgeführt wird, ist nur mit Hilfe öffentlicher Zuwendungen z.B. durch entsprechende Förderprogramme der Regierung möglich, welche steuerlich finanziert werden. Aus diesem Grund hat die Öffentlichkeit ein Recht auf den freien Zugang zu dem erlangten Wissen und dieses Wissen sollte ihm nicht durch das Closed Access Monopol akademischer Verlage vorenthalten werden können! Wissen, das mit Hilfe gesellschaftlicher Mittel gewonnen wurde, sollte nicht privatisiert werden dürfen, was heute in vielen Fällen faktisch der Fall ist. Durch das Hochladen dieser Arbeit möchte ich meinen Dank an all die Menschen zum Ausdruck bringen, welche mir diese wundervolle Chance ermöglicht haben, an der Forschung beteiligt zu sein. Danke!

I Abstract
Cells are highly sensitive to physical and mechanical cues arising within the microenvironment, which have important effects on cellular processes and subsequent biological responses. The cytoskeleton plays a pivotal role in sensing biomechanical cues and translating it into biochemical signals but it is also of vital importance as a stress-bearing structure for maintaining cell integrity and stability by reorganizing single cytoskeletal elements upon mechanical stimulation. The keratin intermediate filament network contributes to the mechanical resilience of epithelial cells by undergoing a continuous cycle of remodeling in response to mechanical forces. Alterations of the keratin dynamics are difficult to quantify in cells grown under classical culture conditions since the cell shape is transitory due to uncontrollable cell polarity, migration and division. Adhesive micropatterns enable control over cell shape and function. This work explores the possibility to manipulate cell shape and size through cell micropatterning techniques in order to enable an easier quantification of the keratin filament distribution.

In the course of the experiments, stencil patterning was established as the preferred method of choice due to its superior performance in fabricating accurately shaped micropatterns with a uniform and homogeneous protein coating. Micropatterns with different sizes and shapes were designed and the optimal sizes and shapes for a high yield of single cells of selected cell lines was ascertained. The results obtained from normalized cells indicate that the keratin intermediate filament network does not respond to local geometrical cues because differently shaped cells revealed similarities in the average distribution of the keratin intermediate filaments. Nonetheless, the results demonstrate the utility of cell micropatterning for quantitatively assessing the contribution of the cytoskeleton to cellular behavior. The establishment of stencil patterning and the subsequent results of this work motivate further extensive investigations of the keratin intermediate filament network, as well as its interplay with other cellular components.
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Fallschirmsprung trotz Höhenangst – Ein Erfahrungsbericht: Skythief mal anders definiert

finaldestination Skydiving Tandemsprung
Bereit für einen Tandem-Fallschirmsprung? Final destination mal anders o_O!

Es begann alles mit einem Geburtstagsgeschenk für meinen jüngeren Bruder. Er hatte die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, eine davon war ein Tandem-Fallschirmsprung in/um Berlin. Das Angebot war verlockend für ihn, aber die Aussicht so ein Wagnis allein einzugehen, ließ ihn noch zögern. In diesem Moment seines Zögerns beging ich den Fehler, ihm anzubieten, mit zu springen. Dabei habe ich eigentlich Höhenangst! Höhenangst in dem Sinne, dass mir beim Anblick von Höhen die schlimmstmöglichen, entsetzlichsten, grausamsten Vorstellungen, wie ein Sturz schief gehen könnte, durch den Kopf schießen und mir wegen meiner eigenen Vorstellung schwindelig und übel wird.

Als ich ihm anbot, mitzumachen, habe ich sehr daran gezweifelt, dass ich vor meiner baldigen Abreise noch einen gemeinsamen Termin für einen Tandem-Fallschirmsprung in der Nähe finden könnte. Ich wollte ihn nur dazu bewegen, einfach Ja zu sagen, auch wenn ich nicht mitspringen würde, denn ich war schon überzeugt, dass ich nicht springen würde… aber da ich das Spiel begonnen hatte, musste ich es auch zu Ende spielen. Nach ein paar Recherchen und einem einzigen Anruf stand ich vor der Tatsache, dass in vier Tagen ein gemeinsamer Termin feststand Ein Rückzieher stand nicht mehr zur Option und irgendwie übte die Vorstellung, über den Wolken zu sein auch auf mich mit meiner Höhenangst eine Faszination aus, Nervenkitzel vorprogrammiert. Mehr lesen