Als Superheld weniger nervös durch die Präsentation?

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Nervosität kann beim Vortragen vor einem Publikum nicht nur die Qualität des Vortrags sehr beeinträchtigen, sondern auch die eigene Selbstwahrnehmung.
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Erinnert Ihr euch an meine Überlegung, sich für Reden oder Seminare ein Alter Ego zu erschaffen? Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Person mir als Alter Ego dienen könnte, zumal ich in letzter Zeit zwei Referate in kurzem Abstand halten musste und in den kommenden Wochen auch weitere folgen werden. Es war sehr schwierig eine Person zu finden, in deren Haut ich während Seminaren schlüpfen wollte. Ich habe von historischen Figuren wie Simone de Beauvoir bis hin zu Personen, denen ich begegnet bin so ziemlich alle in Betracht gezogen und gleich wieder verworfen. Ich habe mir so lange Gedanken darüber gemacht, dass ich die Idee schon wieder verwerfen wollte, da mir niemand als Alter Ego geeignet schien. Bis ich durch eine alberne jedoch für mich gut funktionierende Aktion auf das richtige Alter Ego gekommen bin! Alles begann damit, dass ich vor einiger Zeit einige Artikel gelesen habe, welche sich mit dem Einfluss von Körperhaltung und Körpersprache bei Gesprächen mit einem Vorgesetzten bzw. mit Autoritätspersonen auseinandersetzten. Sie lieferten zudem hilfreiche Tipps zur Kontrolle der eigenen Nervosität und zur Stärkung des Selbstvertrauens. Mehr lesen

Die Spuren, die ein Studium hinterlässt

Nachdem ich meine Masterarbeit abgegeben und meine Abschlusspräsentation gehalten hatte, wollte ich mich eigentlich auch gleich an meine Recherchen für meine Doktorarbeit machen, obwohl die Doktorandenstelle offiziell 2-3 Monate später anfangen sollte. Damals habe ich mir gedacht, dass ich mir vorher zumindest 1 Woche frei nehmen würde, um mich später mit mehr Einsatz an die Arbeit machen zu können.

Dann wurde ich wieder und wieder krank und all das artete in extreme Rücken- und Nackenschmerzen aus, welche noch bis heute anhalten. Bedingt durch meine angeschlagene Gesundheit verbrachte ich viel Zeit alleine zu Hause. Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich angefangen, mir Gedanken über meine Zukunft und meine bisher im Studium praktizierte Lebensweise zu machen. Mir ist durch den Kopf gegangen, dass ich sehr viele Hobbies wegen der knapper werdenden Zeit aufgegeben habe, dass ich keine Kurse beim Hochschulsport mehr belegte (bzw. generell kein Sport mehr trieb) und auch sonst im privaten Leben vieles zu Gunsten des Studiums aufgeopfert habe wie z.B. lecker kochen, Familie öfter besuchen, eine innige Freundschaft und gute Freundin, Wochenenden frei nehmen und diese auch tatsächlich genießen, Städte erkunden etc. …

Ich habe zwar einen sehr guten Durchschnitt im Master und eine Doktorandenstelle mit einem für mich unvorstellbar tollen Thema in einer exellenten Arbeitsgruppe, die einem mehr Freiraum bezüglich der eigenen Herangehensweise an die Thematik und dem experimentellen Arbeiten erlaubt als so manch andere Arbeitsgruppe, aber das, wie ich jetzt bemerkt habe, zu einem für mich doch zu hohen Preis. Ich frage mich, ob ich es hätte anders machen können, ob ich meinen jetzigen Platz mit einer guten Masterurkunde auch dann gefunden hätte, wenn ich meine Prioritäten anders gesetzt hätte, mit weniger persönlicher Aufopferung und ohne körperliche Beschwerden. Mehr lesen