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	<title>Reflexionen &#8211; Melem Bayati</title>
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	<description>Alltagsnotizen einer Biologin</description>
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		<title>Entwurzelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2020 07:27:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe ein oft wiederkehrendes Traummotiv- und nein, ich rede nicht von ausfallenden Zähnen, ein Traummotiv, das viele in ihren Träumen heimsucht. Ich träume von einer Reise, von einem kurzen Spaziergang und davon nach Hause zu wollen. Ich träume von Irrungen, Verspätungen, verpassten Zügen, spontan geänderten Routen, verpassten Haltestellen, von Flughafenhallen und davon nie anzukommen....]]></description>
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<p>Ich habe ein oft wiederkehrendes Traummotiv- und nein, ich rede nicht von ausfallenden Zähnen, ein Traummotiv, das viele in ihren Träumen heimsucht.</p>



<p>Ich träume von einer Reise, von einem kurzen Spaziergang und davon nach Hause zu wollen. Ich träume von Irrungen, Verspätungen, verpassten Zügen, spontan geänderten Routen, verpassten Haltestellen, von Flughafenhallen und davon nie anzukommen. Manchmal begleitet mich eine Person zu Beginn der Reise, am Ende bin ich jedoch immer alleine. Nur die Angst, die Verzweiflung und die Wut sind stete Begleiterinnen.</p>



<p>Ich habe das Gefühl, mein Leben lang unterwegs zu sein, immer auf Achse, immer auf der Flucht, immer gezerrt und fortgerissen. Und wenn ich mir die Geschichten meiner Eltern und Großeltern anhöre, die aufgrund politischer Ereignisse immer wieder aufs Neue entwurzelt wurden, frage ich mich, ob dieses stete Entwurzeltwerden mit mir aufhören wird? Kann ich überhaupt anders als immer auf Achse zu sein? Ist dieses Verhalten vielleicht zu sehr in unsere Familie eingraviert, uns zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich überhaupt anders handeln kann, egal wie sehr ich mir das Beständige und das Wurzelschlagen ersehne? Die letzten Umzüge waren verbunden mit Studium und Arbeit. Aber im Hintergrund schwingt auch der Gedanke mit: Was, wenn die Faschisten wieder überhandnehmen? Wohin kann ich gehen, wenn das Bleiben nicht mehr möglich ist, wenn der Kampf verloren ist?</p>



<p>Und wieder bin ich im Traum am Bahnhof, habe mal weniger, mal mehr Koffer mit mir und bin auf dem Weg nach Hause, ohne anzukommen. Und wieder liege ich schweißgebadet im Bett, ringe nach Luft und weiß nicht, wie lange ich in diesem Bett schlafen kann.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Melems literarische Weltreise 2018 &#8211; Ein erster Versuch</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2018/12/31/melems-weltreise-2018-ein-erster-versuch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2018 11:29:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher lesen. Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>von weiblichen Writers of Color und</li>



<li>mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum</li>
</ul>



<p>lesen. </p>



<p>Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20 Bücher habe ich dieses Jahr lesen können! Wobei Lesen allein nicht ganz zutreffend ist. Wegen extremen Pendelfahrten bin ich teilweise auch auf Hörbücher umgestiegen.<span id="more-982"></span></p>



<p>Ihr seht, meine Liste ist nicht lang:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong><em>Dina Nayeri – Refuge (dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</em></strong></li>



<li><strong>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</strong></li>



<li><strong><em>Yaa Gyasi – Heimkehren</em></strong></li>



<li><strong><em>Toni Morrison – Gott, hilf dem Kind</em></strong></li>



<li><strong><em>Nnedi Okorafor- Lagune</em></strong></li>



<li><strong>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</strong></li>



<li><strong><em>Elif Shafak &#8211; Der Geruch des Paradieses</em></strong></li>



<li><strong><em>Angie Thomas &#8211; The Hate U Give</em></strong></li>



<li><em>Katharina Hagena &#8211; Das Geräuch des Lichts</em></li>



<li><em>Mariana Leky &#8211; Was man von hier aus sehen kann</em></li>



<li><em>Ursula K. Le Guin &#8211; Die linke Hand der Dunkelheit</em></li>



<li><em>Naomi Alderman &#8211; Die Gabe</em></li>



<li><em>Anna Ruhe &#8211; Die Duftapotheke</em></li>



<li><em>Stephenie Meyer – The Chemist</em></li>



<li>Martin Suter – Elefant</li>



<li>Sebastian Niedlich &#8211; Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens</li>



<li>Thees Uhlmann &#8211; Sophia, der Tod und ich</li>



<li>Walter Moers &#8211; Das Labyrinth der träumenden Bücher</li>



<li>Walter Moers – Weihnachten in der Lindwurmfeste</li>



<li>Kai Meyer &#8211; Die Seiten der Welt</li>
</ol>



<p>Für meine erste Challenge sieht die Bilanz dennoch nicht schlecht aus: 12/20 der Bücher sind von Schriftstellerinnen geschrieben, darunter 6 Writers of Color + 2 weitere männliche Writers of Color.</p>



<p>Meine Jahreshighlights waren auch Bücher von Writers of Color:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li> Yaa Gyasi – Heimkehren </li>



<li>Dina Nayeri – Refuge (Dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</li>



<li>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</li>



<li>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</li>
</ol>



<p>Yaa Gyasis Werk <em>Heimkehren</em> war bei weitem die beeindruckendste Geschichte. Zudem habe ich <em>Heimkehren </em>als Hörbuch gehört und das war ein besonderes Erlebnis! Jedes Kapitel, das aus der Perspektive eines anderen Charakters geschrieben wurde, wurde auch von einer anderen VorleserIn gelesen. So ergaben sich 14 VorleserInnen für das gesamte Buch, was das Hörerlebnis zu etwas ganz Besonderem machte!</p>



<p>Was die besuchten Länder in Bezug zu meiner Weltreise angeht, so bin ich doch etwas unzufrieden. Neben europäischen Ländern und den USA war die Liste nicht so lang, wie ich es mir zur Beginn der Herausforderung erhofft hatte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Iran</li>



<li>Ghana</li>



<li>Nigeria</li>



<li>Libanon</li>



<li>Türkei</li>
</ul>



<p>Für das nächste Jahr möchte ich diese Herausforderung auf jeden Fall weiterführen. Durch diese Challenge habe ich sehr interessante Bücher, neue Lieblingsbücher und tolle SchriftstellerInnen entdeckt. Ich will noch weitere Länder entdecken. Vermutlich wäre ein Fokus auf einen Kontinent besser. Ich habe mich hier zwar noch nicht entschieden, ob ich mich tatsächlich so sehr einschränke, aber ich würde gerne weitere SchritstellerInnen vom afrikanischen Kontinent kennenlernen. Mit <em>Die Hälfte der Sonne</em> und <em>Americanah</em> von Chimamanda Ngozi Adichie geht es auf jeden Fall im nächsten Jahr auch in Afrika weiter.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2048" height="1365" src="https://i0.wp.com/blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg?fit=720%2C480" alt="" class="wp-image-985" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg 2048w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-300x200.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-768x512.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></a></figure>



<p>Nun da ich mehr Bücher von Writers of Color habe, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein Bücherregal in Zukunft gestalten möchte. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Bücher von Writers of Color so anzuordnen, dass sie in einem Regal beisammen sind, so dass ich einen schnellen Überblick habe, wie viele Bücher ich von Writers of Color habe und ob der Bestand über die Zeit schnell oder langsam wächst. Ein weiterer Hintergrundgedanke ist auch, dass dieses Regal BesucherInnen sofort ins Auge fallen soll und hoffentlich ihr Interesse für solche Bücher und ihre AutorInnen weckt. Durch die leichte Zugänglichkeite erhoffe ich mir, dass sie sich das eine oder andere Buch öfter mal ausleihen und ihr Bewusstsein dafür gestärkt wird, selber nach ähnlichen Büchern und SchriftstellerInnen zu suchen.<br></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Erfahrungen mit dem #MoodTracker &#038; #SleepTracker +Überarbeitung</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2018/05/01/erfahrungen-mit-dem-moodtracker-sleeptracker-ueberarbeitung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2018 12:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Organisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen, seitdem ich euch das Konzept des Stimmungskalenders vorgestellt &#38; Vorlagen für einen Stimmungskalender und einen Schlafkalender hochgestellt habe. So hatte ich auch Zeit, die Vorlagen selbst für einige Monate auf Stärken und Schwächen zu testen. Zunächst einmal zum Stimmungskalender: Der Stimmungskalender war ja als Idee konzipiert, um die eigene...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen, seitdem ich euch das Konzept des <a href="http://blog.skythief.de/2017/12/18/eigene-stimmung-tracken-leicht-gemacht-der-stimmungskalender-year-in-pixels/">Stimmungskalenders</a> vorgestellt &amp; <u><a href="http://blog.skythief.de/2017/12/29/vorlage-fuer-einen-moodtracker-sleeptracker/">Vorlagen für einen Stimmungskalender und einen Schlafkalender</a></u> hochgestellt habe. So hatte ich auch Zeit, die Vorlagen selbst für einige Monate auf Stärken und Schwächen zu testen.</p>
<p>Zunächst einmal zum Stimmungskalender:</p>
<p><figure id="attachment_908" aria-describedby="caption-attachment-908" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110528.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-908 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110528-1024x730.jpg" alt="" width="720" height="513" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110528-1024x730.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110528-300x214.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110528-768x547.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-908" class="wp-caption-text">Nach vier Monaten Führen eines Stimmungskalenders habe ich wichtige Erkenntnisse daraus gewonnen.</figcaption></figure></p>
<p>Der Stimmungskalender war ja als Idee konzipiert, um die eigene Stimmung am Morgen nachverfolgen zu können. Besonders in stressigen Phasen hatte ich das Gefühl, mein Leben bestünde nur aus schlechtgelaunten oder unmotivierten Tagen und dass der Morgen einen besonderen Einfluss auf die Qualität des laufenden Tages hätte. Seit dem Führen des Stimmungskalenders kann ich jedoch sagen, dass die meisten Morgen doch gut starten und mein Leben doch nicht aus einer Aneinanderreihung von schlecht beginnenden Tagen besteht. Der Stimmungskalender hat mir gezeigt, welche Aktivitäten morgens dazu beitragen, dass sich der Morgen angenehm und entspannt anfühlt und welche Aktivitäten zum Kippen der Stimmung beitragen, so z.B. Frühstück/Essen für die Arbeit vorbereiten oder unerledigte Tätigkeiten auf den letzten Drücker kurz vor dem Verlassen des Hauses erledigen.<span id="more-925"></span></p>
<p>Während und besonders nach Reisen zeigen sich oft gelbe Tage bei mir. Ich vermute, das liegt u.a. daran, dass viele Gewohnheiten wie der gewohnte Schlafrhythmus aus dem Takt geraten und morgendliche/abendliche Rituale entfallen. Ich mag das nicht bewusst wahrnehmen, aber der Körper merkt solche abrupten Veränderungen und reagiert nach wenigen Tagen (meist am 3. Tag) sehr erschöpft darauf. Eine wirkliche Lösung habe ich für solche Situationen wie eine Reise noch nicht gefunden. Schließlich unternehme ich ja auch eine Reise, um Neues zu erleben. Da ist eine Veränderung der Gewohnheiten wie der normalen Schlafzeiten und Erschöpfung durch die Reise unausweichlich. Ich kann lediglich vor der Reise darauf achten, genug Schlaf zu bekommen. Bei Reisen versuche ich extra vor und nach der Reise schwimmen zu gehen, um Verspannungen zu vermeiden oder diese schnell zu beseitigen, sonst werden die Reisen oder die Tage danach schnell unangenehm. Mit Verspannungen fängt der Tag meist automatisch schlechter gelaunt an.</p>
<p>Für das Führen eines solchen Kalenders bedarf es etwas Disziplin. Bin ich z.B. in Eile, vergesse ich manchmal den Eintrag für den Stimmungs-/Schlafkalender und muss ihn dann nach dem Heimkehren nachholen. Bis dahin kann ich die genauen Zeiten und die Stimmung des Morgens evtl. schon vergessen haben und muss mich um Rekonstruktion bemühen, was nicht immer klappt. Besonders bei längeren Reisen vernachlässige ich das Führen der beiden Kalender, auch wenn ich sie extra mitnehme. Spätere Rekonstruktionen für Einträge, die länger als 3 Tage zurückliegen, sind schon unmöglich&#8230; Das ist besonders für den Schlafkalender deutlich zu merken. Sich an die genauen Einschlafzeiten und Aufwachzeiten zu erinnern, ist schon für den Vortag schwer genug, wenn nicht sogar auch schon unmöglich.</p>
<p>Dabei ist der Schlafkalender für mich besonders wichtig. Am Anfang habe ich die Rolle des Schlafkalenders unterschätzt und habe nicht erwartet, dass er mir wichtige Informationen liefern könnte. Durch den Schlafkalender weiß ich inzwischen so einiges über mich.</p>
<p><figure id="attachment_909" aria-describedby="caption-attachment-909" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110755.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-909 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110755-768x1024.jpg" alt="" width="720" height="960" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110755-768x1024.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110755-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-909" class="wp-caption-text">Der Schlafkalender hat überrachenderweise mehr wichtige Erkenntnisse für mich geliefert als ich zu Beginn erwartet habe.</figcaption></figure></p>
<ul>
<li>Um den Tag gut zu überstehen, brauche ich definitiv zwischen 7-8 Stunden Schlaf. Die Schlafdauer beeinflusst meinen emotionalen &amp; körperlichen Zustand, meine Konzentration über den Tag und meine Kraftreserven für Aktivitäten nach der Arbeit sehr. Ist die Schlafdauer reduziert, sei es auch nur auf insgesamt 6 Stunden, merke ich einen gewaltigen Unterschied.</li>
</ul>
<p><figure id="attachment_910" aria-describedby="caption-attachment-910" style="width: 3844px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-910 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747.jpg" alt="" width="3844" height="1074" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747.jpg 3844w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747-300x84.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747-768x215.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180501_110747-1024x286.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 3844px) 100vw, 3844px" /></a><figcaption id="caption-attachment-910" class="wp-caption-text">Die Graphik visualisiert den Verlauf meiner Schlafzeiten über einen Monat hinweg.</figcaption></figure></p>
<ul>
<li>Am Ende einer Reise, nach dem Heimkehren, scheine ich verdammt viel Schlaf zu brauchen. Bis zu 10 Stunden oder mehr, um mich wieder wirklich fit zu fühlen!</li>
<li>Der Schlafkalender hat mir sehr bei der Zeitumstellung geholfen. Ich hatte mir nämlich vorgenommen, 2-3 Wochen vor der Zeitumstellung jeden Tag 10-15 min früher ins Bett zu gehen als am Vortag. Dieselbe Technik habe ich angewandt, als mir bekannt wurde, dass ich wegen einer Weiterbildung in eine andere Stadt pendeln musste. 2 Stunden dauert die Strecke bis zur Weiterbildungsstätte, was für mich bedeutete, meinen Rhythmus um 2 Stunden umstellen zu müssen. Mit Hilfe des Schlafkalenders hatte ich immer die Umstellung, die Veränderung meiner Schlafenszeiten und damit mein Ziel im Blick.</li>
<li>Wenn ihr vor dem Schlafengehen bestimmten Ritualen nachgeht wie ich, z.B. indem ihr ein Buch lest oder ein Hörbuch hört, ist ein Blick auf den Schlafkalender hilfreich. So konnte ich bestimmen, ob ich noch genug Zeit hatte, um ein bisschen in mein Hörbuch reinzuhören oder nicht. Schon eine halbe Stunde später als üblich reichte oft, um mir zu zeigen, dass ein Hörbuch dazu führen würde, meine 7 Stunden Schlaf nicht erreichen zu können. Oft genug habe ich lieber das Hörbuch sein lassen, um mehr Schlaf zu bekommen, weil mir die Konsequenzen von weniger Schlaf bekannt waren.</li>
</ul>
<p>Nachdem ich meine Weiterbildung begonnen habe, habe ich mir mal den Spaß gemacht, neben den Schlafzeiten auch die Pendelzeiten und die Zeit in der Weiterbildung in den Kalender einzutragen. Erst das Eintragen und damit die Visualisierung hat mir vor Augen geführt, wie wenig Zeit ich doch eigentlich am Tag zur Verfügung habe. Ich hatte zwar geahnt, dass die &#8220;freie Zeit&#8221; wenig sei, aber so dramatisch wenig habe ich erst dadurch erkannt:</p>
<p><figure id="attachment_907" aria-describedby="caption-attachment-907" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180401_171535.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-907 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180401_171535-1024x226.jpg" alt="" width="720" height="159" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180401_171535-1024x226.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180401_171535-300x66.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/IMG_20180401_171535-768x170.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-907" class="wp-caption-text">Neben den Schlafenszeiten (grün) sind die Pendelfahren (blau) und die Arbeitszeiten (rot) im Shclafkalender eingetragen.</figcaption></figure></p>
<p>Im Prinzip sind lediglich die 2 Stunden vor dem Verlassen des Hauses und die 2 Stunden nach dem Heimkehren vom Tag übrig. Ob ich in dieser Zeit allzu viel machen kann, ist fraglich. Morgens dienen diese Stunden zum Aufwachen, Duschen, Frühstücken und evtl. Essen vorbereiten und abends dienen die 2 Stunden der geistigen Erholung und zum Abstandnehmen vom Arbeitsalltag. Nachdem ich diese Visualisierung vor Augen hatte, habe ich mir für die Zukunft vorgenommen, wenn möglich auf lange Strecken zur Arbeit zu verzichten!</p>
<p>Ach ja, ich habe die Vorlagen für den Schlafkalender etwas abgeändert. Jetzt beginnen die Einträge immer ab Mitternacht. So ist es vielleicht leichter, nachzuvollziehen, bei welchen Eintrag ihr seid. Vor dem 1. Eintrag des Monats sind noch in grau die letzten Stunden des Vortages eingezeichnet.</p>
<p style="text-align: center;">Hier die <strong>PDF-Datei</strong> des <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/Schlafkalender-Version-2-Mariam-Al-Bayati.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schlafkalenders</a></u> und hier die <strong>Excel-Datei</strong> des <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/Schlafkalender-Version-2-Mariam-Al-Bayati.xlsx" target="_blank" rel="noopener">Schlafkalenders</a></u></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Oxford &#038; Istanbul</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2018/01/21/weltlesereise-naechster-halt-oxford-istanbul/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2018 11:31:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Die zweite Station meiner Weltlesereise führte mich mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise. Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite Station meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Weltlesereise</a></u> führte mich mit <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">&#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u> nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise.</p>
<p>Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland, bis sein Vater spurlos verschwindet. Dies ist der Auftakt zum Beginn einer schmerzhaften Lebensphase Samirs, in der er heranwächst und sich aufgrund der er sich Jahre später auf die Suche nach dem Vater machen muss, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Alles weist darauf hin, dass er nur im Libanon der Wahrheit und damit seinem Vater auf die Spur kommen kann.</p>
<p>Am Rande der bewegenden Geschichte erfuhr ich einiges über den libanesischen Bürgerkrieg und die politische Dynamik des Nahen Ostens. Besonders aufschlussreich waren die historischen Hintergrundinformationen in Bezug zu den palästinensischen Flüchtlingen im Libanon im Zuge des israelisch-palästinensischen Konflikts. Bis dato war mir nicht so klar, wie sehr die palästinensische Diaspora und ihre Auswirkungen die libanesische Geschichtsschreibung beeinflusst haben.</p>
<p>Wie sehr die komplexen religiösen und politischen Dynamiken ineinander verflochten waren, die sich unweigerlich im libanesischen Bürgerkrieg entluden, wurde mir als Leserin auf eine nicht aufdringliche Art und Weise vermittelt. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, historische Tatsachen in eine spannende erzählerische Handlung zu verpacken, bei der es nach wie vor vordergründig um Samirs Suche nach seinem Vater geht.<span id="more-841"></span></p>
<p>Als ich meine Weltlesereise plante und mir einige zusätzliche Bedingungen auferlegte wie z.B. mehr von internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, habe ich mir eine spezielle Frage gestellt:</p>
<p><em>Sollte ich von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum lesen, werden ihre Geschichten bei mir einen stärkeren Widerhall finden?</em></p>
<p>Die Vermutung war, dass Geschichten, deren SchriftstellerInnern einen ähnlichen kulturellen Hintergrund und ähnliche Lebenserfahrungen wie ihre LeserInnen aufweisen, mit diesen eine stärkere emotionale Verbundenheit herstellen können.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, dass die fiktive Lebensgeschichte von Samir viele Parallelen zu meiner Lebensgeschichte hätte. Dennoch war das Lesen des Buches von Pierre Jarawan für mich eine sehr intensive- aber auch eine schmerzhafte Erfahrung. Sehr oft drifteten Erinnerungen in mir an die Oberfläche, welche ich verarbeitet oder begraben geglaubt hatte. Noch Tage nach dem Beenden des Buches bin ich mit dem Aufräumen meiner Gefühlswelt beschäftigt. Ich glaube, dass das Buch „Am Ende bleiben die Zedern“ bis derzeit zu den wenigen Romanen zählt, die bei mir so sehr ins Schwarze getroffen haben.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob weitere Bücher von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum eine ähnliche Wirkung bei mir erzielen werden. Und in diesem Sinne geht es weiter mit Elif Shafak, einer beliebten türkischen Romanschriftstellerin, die in türkischer und englischer Sprache veröffentlicht:</p>
<p><figure id="attachment_848" aria-describedby="caption-attachment-848" style="width: 4160px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-848 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" alt="" width="4160" height="3120" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg 4160w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-768x576.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 4160px) 100vw, 4160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-848" class="wp-caption-text">&#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak.</figcaption></figure></p>
<p>Mein nächster Halt auf meiner Weltlesereise sind Oxford &amp; Istanbul. Das dazugehörige Buch: &#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak. Von der Schriftstellerin habe ich über die Bloggerin <u><a href="https://lost-in-written-words.blogspot.de/">Elif</a></u> gelesen. Sie schien sehr begeistert zu sein von Elif Shafak. Da meine Neugierde so groß war, habe ich mich für den neuesten Roman aus der Feder der Schriftstellerin entschieden!</p>
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		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Libanon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 12:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner Lese-Challenge „Around the World“ und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Lese-Challenge „Around the World“</a></u> und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren, wie die Literaturwelt des Afrofuturismus&#8217; aussieht und ein passendes Buch finden.</p>
<p>Bevor ich wieder nach Afrika reise, geht die Reise deshalb erstmal in Vorderasien weiter. Mit „Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan geht es von Deutschland nach Beirut, Libanon.</p>
<p><figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-786 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">Am Ende bleiben die Zedern von Pierre Jarawan</figcaption></figure></p>
<p>Über das Buch habe ich das erste Mal im Blog <u><a href="http://kaffeehaussitzer.de/pierre-jarawan-am-ende-bleiben-die-zedern/">Kaffeehaussitzer</a></u> (Uwe Kalkowski) gelesen. Spannend an diesem Buch fand ich die Thematik der Sehnsucht nach einer vermeintlichen Heimat der in Deutschland geborenen Kinder einer Flüchtlingsgeneration. Obwohl diese Kinder hier geboren und/oder ausgewachsen sind, machen sie sich die Sehnsucht nach der elterlichen Heimat durch die wiederholten und lebendigen Erzählungen der Eltern unbewusst zu eigen.</p>
<p>Ich selbst kenne dieses Gefühl und habe in meinem Artikel &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2017/10/03/heimat-was-am-ende-uebrig-bleibt/">Heimat &#8211; was am Ende übrig bleibt</a></u>&#8221; diese Zwiespalt thematisiert. Schon die ersten Seiten des Buches &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; rufen in mir Erinnerungen wach von erwachsenen Menschen, die mit glänzenden Augen und einem melancholischen Ton von ihrer Heimat erzählen und ihre Sehnsüchte auf mich als Kind übertrugen. Als Kind ist es schwer, die eigenen Wünsche, Gedanken und Sehnsüchte von denen der nahestehenden Erwachsenen zu unterscheiden. Kinder sind besonders empfänglich für die geäußerten Sehnsüchte ihrer Umgebung. Solche lebendigen Erzählungen beflügeln ihre kindliche Fantasie und bergen die Gefahr in sich, Kinder in Bezug auf ihre eigenen Wünschen und Gedanken so sehr zu beeinflussen, dass später eine Identitätskriese folgen kann. Was sind meine eigenen Wünsche, was sind die Wünsche meiner Eltern? Wer bin ich und was will ich? Wo gehöre ich hin?</p>
<p>Ich bin gespannt, wie der Protagonist Samir El-Hourani mit diesen Diskrepanzen umgehen und ob er letztendlich eine Lösung für sich finden wird.</p>
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		<title>Wie gesellschaftliche Tabus Wiederbelebungsmaßnahmen stören oder gar verhindern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2018 14:32:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wart ihr schon mal bei einem Erste-Hilfe-Kurs oder habt ihr womöglich sogar mal eine Herz-Lungen-Wiederbelebung miterlebt? Wenn nicht, habt ihr wahrscheinlich zumindest im Fernsehen schon mal eine Wiederbelebungsmaßnahme gesehen und was man da so sieht, haben wohl auch die meisten als Bild einer Wiederbelebung im Notfall im Kopf. Ich habe mir mal die Zeit genommen,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wart ihr schon mal bei einem Erste-Hilfe-Kurs oder habt ihr womöglich sogar mal eine Herz-Lungen-Wiederbelebung miterlebt? Wenn nicht, habt ihr wahrscheinlich zumindest im Fernsehen schon mal eine Wiederbelebungsmaßnahme gesehen und was man da so sieht, haben wohl auch die meisten als Bild einer Wiederbelebung im Notfall im Kopf.</p>
<p>Ich habe mir mal die Zeit genommen, nach Herz-Lungen-Wiederbelebung, Herzmassage, CPR, Wiederbelebung etc. in Google Bilder zu suchen. Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass die auf dem Boden liegenden „betroffenen“ Personen meist Männer waren? Oder wenn sie Frauen waren, im Vergleich zu den männlichen Vorführpersonen immer oben vollständig bekleidet waren, während männliche Vorführpersonen häufig mit nacktem Oberkörper gezeigt werden? Frauen werden höchstens im Badeanzug gezeigt, oftmals als Beispiel einer Ersthelfervorführung von Rettungsschwimmern. Und die Modellpuppen scheinen ja alle nur einen männlichen Torso zu haben…<span id="more-769"></span></p>
<p><figure id="attachment_774" aria-describedby="caption-attachment-774" style="width: 939px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-774 " src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati-1024x560.jpg" alt="" width="939" height="514" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati-1024x560.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati-300x164.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati-768x420.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/google-heart-massage-Mariam-Al-Bayati.jpg 1885w" sizes="auto, (max-width: 939px) 100vw, 939px" /></a><figcaption id="caption-attachment-774" class="wp-caption-text">So und ähnlich sehen die Google Bilder Ergebnisse für &#8220;heart massage&#8221; aus.</figcaption></figure></p>
<p>Vielleicht wird es euch dann nicht wundern, von einer Studie zu hören, deren vorläufige Ergebnisse darauf hindeuten, dass Frauen im Vergleich zu Männern im öffentlichen Raum weniger oft eine Herz-Lungen-Wiederbelebung von Passanten bekommen. Vielleicht erahnt ihr auch schon bereits die Gründe dafür.</p>
<p>Aber zunächst einmal für den Laien:</p>
<p>Für eine Wiederbelebungsmaßnahme ist es notwendig, das Herz durch Druck auf das Brustbein der betroffenen Person in Richtung Wirbelsäule zu pressen. Hierdurch wird der Druck im Brustkorb so erhöht, dass das Blut aus dem Herzen in den Kreislauf gepresst wird. Diese Herzdruckmassage dient dazu, den Blutfluss aufrecht zu erhalten, um den Körper mit dem im Blut befindlichen Sauerstoff zu versorgen. Ist der Blutfluss lange unterbrochen, können Organe unwiderrufliche Schäden davon tragen. Ein Sauerstoffmangel von 3 Minuten reicht schon aus und das Gehirn zeigt irreversiblen Schaden.</p>
<p>Nun haben viele von uns im Erste-Hilfe-Kurs an Modellpuppen üben dürfen, wie eine Wiederbelebungsmaßnahme funktioniert und fühlen uns mehr oder weniger gewappnet für einen eventuellen Fall im Alltag.</p>
<p>Dennoch scheint in Fällen, in denen Frauen eine Wiederbelebungsmaßnahme benötigen, etwas schief zu laufen:</p>
<p>Auf der Konferenz <em>American Heart Association’s Scientific Sessions</em> in November 2017 wurden die vorläufigen Ergebnisse einer Studie zusammengefasst, wonach Frauen im Vergleich zu Männern im öffentlichen Raum weniger oft eine Herz-Lungen-Wiederbelebung von Passanten bekommen.</p>
<p>Die Wissenschaftler haben dazu um die 19.000 Fälle zwischen 2011 und 2015 untersucht. Die Daten für die Studie entstammten aus dem Netzwerk <em>Resuscitation Outcomes Consortium</em>, ein Zusammenschluss regionaler klinischer Zentren der USA und Kanada, die sich u.a. mit präklinischem plötzlichem Herzstillstand und -trauma beschäftigen.</p>
<p>Männer erhielten im öffentlichen Raum demnach in 45% der Fälle eine Herz-Lungen-Wiederbelebung von Umstehenden, Frauen lediglich in 39% der Fälle. Eine rechtzeitig durchgeführte Herz-Lungen-Wiederbelebung hat großen Einfluss auf die Überlebenschancen einer Person. In den vorliegenden Fällen zeigten Männer nach dem Entlassen aus dem Krankenhaus eine 23% höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Frauen.</p>
<p>Wird eine Herz-Lungen-Wiederbelebung im privaten Raum durchgeführt, sinkt der Unterschied zwischen den Geschlechtern: 35% der Frauen und 36 % der Männer erhalten eine Wiederbelebungsmaßnahme im privaten Raum wie dem eigenen Zuhause.</p>
<p>Wie kommt es nun zu diesem Verhaltensunterschied im privaten und öffentlichen Raum? Warum erhalten Frauen weniger oft eine Herz-Lungen-Wiederbelebung?</p>
<p>Zwar fehlen bis dato genauere Untersuchungen zum Verhalten der Passanten, aber einige Hypothesen lassen sich jetzt schon in Hinsicht auf die geschlechtsbezogenen Verzerrungseffektstellen (Gender Bias) formulieren.</p>
<p>Im Erste-Hilfe-Kurs an Modellpuppen haben wir es ja gelernt: Für eine Herz-Lungen-Wiederbelebung ist es notwendig, die Hand auf dem Brustbein zu positionieren. Ideal wäre es, wenn der Oberkörper der betroffenen Person von störenden Kleidungsstücken frei gemacht wird.</p>
<p>Was wir vielleicht aber nie bewusst gedacht haben: Wie läuft es bei Frauen ab? Wohin mit meinen Händen in so einem Fall? Welche Oberteile entferne ich für den Fall der Fälle?</p>
<p>Die Modellpuppen im Erste-Hilfe-Kurs haben i.d.R. einen männlichen Torso. Dies kann dazu beitragen, dass Menschen in Ernstfall zum ersten Mal mit solchen und ähnlichen Fragen konfrontiert werden. Solche Verunsicherungen können eventuell zu einer verzögerten oder falschen Reaktion führen, im schlimmsten Fall sogar zum Ausbleiben einer Hilfeleistung.</p>
<p>Die Hände müssen nämlich zwischen den Brüsten positioniert werden. Unter Umständen berühren die Finger die Brustwarzen. Na, was war das? Habe ich etwa gerade die Rädchen für moralisch richtiges Verhalten gehört, die sich bei euch schon in Bewegung gesetzt haben?</p>
<p>Und überhaupt, die Frage nach dem Entfernen der BHs: Muss das sein?</p>
<p>Wird eine Wiederbelebungsmaßnahme mit Händen durchgeführt, ist es kostbare Zeit, die verstreicht und Organe währenddessen Schaden nehmen, wenn ihr euch die Zeit zum Entfernen der Oberbekleidung nehmt. Mitunter um die 30 Sekunden. 30 Sekunden von den 3 Minuten, bei denen das Gehirn schon irreversiblen Schaden nimmt!</p>
<p>Habt ihr aber einen automatisierten externen Defibrillator (AED) zur Hand, steht es bereits in den Instruktionen, dass Oberbekleidung (mit der beigefügten Schere) entfernt werden soll, da die Pads direkten Hautkontakt benötigen. Ich habe einige Videos gesehen, bei denen die Pads direkt auf die Brustwarzen geklebt werden oder die Brüste und damit die Position der Pads gänzlich zensiert werden. Beim Erste-Hilfe-Kurs werden diese Probleme selten angesprochen und wenn wir danach recherchieren, sind anscheinend aus Gründen der Diskretion die Pads falsch positioniert oder der Brustbereich zensiert… Und die Zeichnungen der AED-Pads zeigen meist wieder mal eine männliche Figur.</p>
<p><figure id="attachment_777" aria-describedby="caption-attachment-777" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-777 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1-1024x661.jpg" alt="Beispiel eines AED-Pads mit männlicher Beispielfigur" width="720" height="465" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1-1024x661.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1-300x194.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1-768x495.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Medtronic-aed-training-kit-1.jpg 1744w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-777" class="wp-caption-text">Beispiel eines AED-Pads mit männlicher Beispielfigur von <u><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:%E3%81%8A%E3%82%80%E3%81%93%E3%81%95%E3%82%93%E5%BF%97%E6%9C%9B">おむこさん志望</a></u>. Lizenz: <u><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en">Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)</a></u>; unverändert; Die Originaldatei ist <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Medtronic_aed_training_kit.jpg">hier</a></u> zu finden.</figcaption></figure></p>
<p>Die männlichen Torsos der Modellpuppen, die männliche Darstellungsform auf AED-Pads, die falsche oder unzureichende Vorführung in Videos… All das gepaart mit unseren bereits in der Gesellschaft verankerten Vorurteilen und Tabus bezüglich der entblößten weiblichen Oberkörper können unser Schamgefühl und unsere Unsicherheit in überlebenswichtigen Situationen verstärken.</p>
<p>Was kann nun dabei helfen, die Überlebenschancen von Frauen, die eine Herz-Lungen-Wiederbelebung benötigen, zu erhöhen?</p>
<p>Eine bewusste Auseinandersetzung mit der Thematik ist unerlässlich.</p>
<p>Es können bereits kleine Anstrengungen unternommen werden wie z.B. eine weitere Zeichnung eines weiblichen Oberkörpers auf AED-Pads.</p>
<p>Im Erste-Hilfe-Kurs sind in der Regel 2 Modellpuppen oder mehr zur Demonstrationszwecken vorhanden. Hier wäre schon viel damit getan, auch weibliche Torsos einzuführen und an beiden zu üben.</p>
<p>Bezieht bitte zum Zwecke einer Demonstration in Videos neben Männern als Vorführpersonen auch Frauen als Vorführpersonen mit ein. Verzichtet bitte auf eine falsche und zur Diskretion zensierte Durchführung bei einem nackten Oberkörper: statt den Oberkörper zu zensieren, kann eventuell das Gesicht der Person zensiert werden, um die Identität der Person geheim zu halten.</p>
<p>Neben der Beobachtung, dass Frauen seltener eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfahren, existieren weitere Befunde, dass Frauen weniger überlebenswichtige Behandlungen nach einem Kreislaufstillstand zugutekommen, z.B. Koronarangiographie oder Angioplastie<sup>1</sup>.</p>
<p>Und obwohl viele Frauen an Herzerkrankungen leiden, sind lediglich 1/3 aller Studienteilnehmer zur Untersuchung von Herzerkrankungen weibliche Probanden. Hier müssen klinische Studien mehr Anstrengungen unternehmen, um eine solide Datenbasis zu schaffen<sup>2</sup> und diese Diskrepanz zu beseitigen.</p>
<hr>
<p><sup>1</sup> Garcia M, Mulvagh SL, Merz CNB, Buring JE, Manson JE. Cardiovascular Disease in Women: Clinical Perspectives. <em>Circulation research</em>. 2016;118(8):1273-1293. doi:10.1161/CIRCRESAHA.116.307547.</p>
<p><sup>2</sup> Kim LK, Looser P, Swaminathan RV, et al. Sex‐Based Disparities in Incidence, Treatment, and Outcomes of Cardiac Arrest in the United States, 2003–2012. <em>Journal of the American Heart Association: Cardiovascular and Cerebrovascular Disease</em>. 2016;5(6):e003704. doi:10.1161/JAHA.116.003704.</p>
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		<title>Weltlesereise &#8211; Melem reist mit Büchern um die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 07:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte, mehr Bücher von Writers of Color und internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, reiht sich diese Weltlesereise schön in mein vorangegangenes Vorhaben ein.</p>
<p>Eine Liste für das ganze Jahr habe ich dazu nicht erstellt und das werde ich auch nicht. Ich werde lediglich beim Kauf neuer Bücher auf das eine oder andere Detail achten und versuchen, bewusst solche Bücher zu kaufen. Neben der Tatsache, dass der Schauplatz im Ausland spielen sollte, möchte ich zwei weitere Kriterien ins Auge fassen:</p>
<ul>
<li>Ich will darauf achten, mehr von weiblichen Writers of Color zu lesen</li>
<li>Ich will mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum lesen</li>
</ul>
<p>Meine nächste und erste Reise beginnt schon in Lagos in Nigeria, der bevölkerungsreichsten Stadt Afrikas und einer der bevölkerungsreichsten der Welt. Es handelt sich um ein&nbsp;Science-Fiction Buch und heißt &#8220;Lagune&#8221; von Nnedi Okorafor, einer nigerianisch-amerikanischen Schriftstellerin und Professorin für Creative Writing an der University of Buffalo.</p>
<p><figure id="attachment_755" aria-describedby="caption-attachment-755" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-755 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-755" class="wp-caption-text">Lagune von Nnedi Okorafor</figcaption></figure></p>
<p>Ich freue mich schon auf die Weltreise!</p>
<p>Update:</p>
<p>-&gt; nächster Halt ist im <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">Libanon mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vorlage für einen #MoodTracker &#038; #SleepTracker</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/12/29/vorlage-fuer-einen-moodtracker-sleeptracker/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Dec 2017 14:49:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Organisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Update: Ich habe hier in dem Artikel &#8220;Erfahrungen mit dem #MoodTracker &#38; #SleepTracker +Überarbeitung&#8221; zu meinen Erfahrungen nach vier Monaten Führen des Stimmungs-/Schlafkalenders geschrieben. Im vorherigen Eintrag &#8220;Eigene Stimmung tracken leicht gemacht: Der Stimmungskalender Year in Pixels&#8221; habe ich euch von meinen Erfahrungen über das Führen eines Stimmungskalenders erzählt. Da mir das Konzept sehr gefiel,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Update: Ich habe hier in dem Artikel &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2018/05/01/erfahrungen-mit-dem-moodtracker-sleeptracker-ueberarbeitung/">Erfahrungen mit dem #MoodTracker &amp; #SleepTracker +Überarbeitung</a></u>&#8221; zu meinen Erfahrungen nach vier Monaten Führen des Stimmungs-/Schlafkalenders geschrieben.</em></p>
<p>Im vorherigen Eintrag &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2017/12/18/eigene-stimmung-tracken-leicht-gemacht-der-stimmungskalender-year-in-pixels/">Eigene Stimmung tracken leicht gemacht: Der Stimmungskalender Year in Pixels</a></u>&#8221; habe ich euch von meinen Erfahrungen über das Führen eines Stimmungskalenders erzählt. Da mir das Konzept sehr gefiel, wollte ich ein Stimmungskalender und zusätzlich auch ein Schlafkalender für das nächste Jahr erstellen.</p>
<p>Ich habe zwei Excel-Datein erstellt, die ich euch als Vorlage hier hochgestellen habe:</p>
<p style="text-align: center;">Hier der <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Schlafkalender-Mariam-Al-Bayati.xlsx" target="_blank" rel="noopener">Schlafkalender</a></u> und hier der <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Stimmungskalender-Mariam-Al-Bayati.xlsx" target="_blank" rel="noopener">Stimmungskalender</a></u> (Excel-Datei)</p>
<p style="text-align: center;">Auch Als PDF-Datein:&nbsp;<u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Schlafkalender-Mariam-Al-Bayati.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schlafkalender</a></u> und hier der&nbsp;<u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Stimmungskalender-Mariam-Al-Bayati.pdf" target="_blank" rel="noopener">Stimmungskalender</a></u> (PDF-Datei-Datei)</p>
<p style="text-align: center;">Hier eine Version, bei der die Einträge ab Mitternacht beginnen: Hier die PDF-Datei des <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/Schlafkalender-Version-2-Mariam-Al-Bayati.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schlafkalenders</a></u> und hier die Excel-Datei des <u><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/05/Schlafkalender-Version-2-Mariam-Al-Bayati.xlsx" target="_blank" rel="noopener">Stimmungskalenders</a></u></p>
<p>Ich hoffe, die Vorlagen werden euch helfen! Vielleicht erzählt ihr mir dann mal von euren Erfahrungen, ich würde mich riesig über ein Feedback freuen :)</p>
<p>Ansonsten habe ich die Vorlagen für eine Vorführung mal ausgedruckt und beispielhaft ausgefüllt.<span id="more-713"></span></p>
<p>So könnte der Stimmungskalender aussehen:</p>
<p><figure id="attachment_719" aria-describedby="caption-attachment-719" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Mood-Tracker.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-719 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Mood-Tracker-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Mood-Tracker-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Mood-Tracker-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Mood-Tracker-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-719" class="wp-caption-text">Stimmungskalender / Mood Tracker nach dem Konzept Year in Pixels von <a href="http://www.passioncarnets.wordpress.com/">PassionCarnets</a>.</figcaption></figure></p>
<p>Eine genauere Beschreibung findet ihr im <u><a href="http://blog.skythief.de/2017/12/18/eigene-stimmung-tracken-leicht-gemacht-der-stimmungskalender-year-in-pixels/">vorherigen Beitrag</a></u>. Es gab einige Ergänzungen für den neuen Stimmungskalender. Ich habe die Wochenenden + Feiertage eingetragen. Zudem will ich Krankheiten, Reisen etc in abgekürzter Form neben den Kästchen eintragen.</p>
<p>Der Schlafkalender ist neu:</p>
<p><figure id="attachment_723" aria-describedby="caption-attachment-723" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Übersicht.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-723 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Übersicht-768x1024.jpg" alt="" width="720" height="960" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Übersicht-768x1024.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Übersicht-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-723" class="wp-caption-text">Übersicht eines Schlafkalenders / Sleep Trackers</figcaption></figure></p>
<p>In der Detail-Ansicht seht ihr, wie der Monat Januar aussehen könnte. Ich habe mich entschieden, die Dokumentation mit 22 Uhr zu beginnen, da ich in der Regel nicht vorher schlafen gehe. Die Dokumentation geht 24 Stunden lang, ihr könnt aber auch schon vorher stoppen und die restlichen Uhrzeiten entfernen. Wenn ihr aber manchmal ein Mittagsschlaf haltet und wissen wollt, ob er Konsequenzen hat, machen die 24 Stunden Sinn. Mit einem Marker könnt ihr markieren, wann und wie lange ihr geschlafen habt. Uhrzeit und Art von Unterbrechungen können z.B. mit einer Linie markiert werden, da drunter könnt ihr mit Abkürzungen notieren, um was für eine Unterbrechung es sich gehandelt hat (T=Toilette, S=Krankheitsschub etc.). Wenn tagsüber etwas anders war als sonst, z.B. Alkoholkonsum oder Darmbeschwerden, können solche Auffälligkeiten unter der vorgefallenen Uhrzeit eingetragen werden. Wenn ihr krank oder auf Reisen seid, könnt ihr das nach der ersten Spalte eintragen (in diesem Beispiel: K=krank, R=auf Reisen). Wenn ihr wollt, könnt ihr zusätzlich eure Stimmungsfarbe wie beim Stimmungskalender hier eintragen, indem ihr die erste Spalte entsprechend eurer Farbdefinition ausmalt.</p>
<p><figure id="attachment_725" aria-describedby="caption-attachment-725" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Details.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-725 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Details-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Details-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Details-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Details-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-725" class="wp-caption-text">Detail-Ansicht Stimmungskalender / Sleep Tracker</figcaption></figure></p>
<p>Am Besten ihr erstellt eine Legende für die Farben und Abkürzungen:</p>
<p><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Legende.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-730 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Legende-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Legende-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Legende-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Legende-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a></p>
<p>Ansonsten hat die Sleep-Tracker-Vorlage noch ein Diagramm. Hier könnt ihr die Stundenzahl an Schlaf z.B. als Punkte auftragen und beobachten, wie viele Stunden ihr geschlafen habt und dabei schön beobachten, ob die Stunden pro Tag über den Monat konstant sind oder nicht.</p>
<p><figure id="attachment_732" aria-describedby="caption-attachment-732" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Diagramm.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-732 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Diagramm-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Diagramm-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Diagramm-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Vorlage-Sleep-Tracker-Diagramm-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-732" class="wp-caption-text">Sleep Tracker Diagramm.</figcaption></figure></p>
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		<title>Eigene Stimmung tracken leicht gemacht: Der Stimmungskalender Year in Pixels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2017 07:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Organisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennt ihr das? Wenn ihr auf die letzten Wochen und Monate zurück blickt, denkt ihr: Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit? Die Wochen und Monate verschwimmen in unseren Erinnerungen zu einer Aneinanderreihung von stressigen und tristen Ereignissen. Es mag vielleicht einige schöne Tage gegeben haben, aber wir sind in der Regel davon überzeugt, wir hätten zu...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr das? Wenn ihr auf die letzten Wochen und Monate zurück blickt, denkt ihr: Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit? Die Wochen und Monate verschwimmen in unseren Erinnerungen zu einer Aneinanderreihung von stressigen und tristen Ereignissen. Es mag vielleicht einige schöne Tage gegeben haben, aber wir sind in der Regel davon überzeugt, wir hätten zu wenige Momente des Hoffnungsschimmers erlebt.</p>
<p>So sind wir nun mal, wir Menschen. Negative Erlebnisse prägen sich uns eher ein als positive Erinnerungen. Ohne eine entgegengesetzte Konditionierung dominieren unsere negativen Erinnerungen und beherrschen unseren Blick auf die Vergangenheit.</p>
<p>Vor einigen Jahren führte ich eine Zeit lang ein Erfolgsbuch. Schon damals überraschte mich das Erfolgsbuch. Es zeigte mir, dass ich jeden Monat mehr Erfolge und schöne Erlebnisse vorzuweisen hatte, als mir in Erinnerung blieben.</p>
<p>Als ich vor etwa 3 Monaten dachte, die letzten Monate seien im Großen und Ganzen nur stressig gewesen, ahnte ich bereits, dass meine Wahrnehmung nicht stimmen konnte.</p>
<p>Um der Sache auf die Spur zu kommen, wollte ich mein morgendliches Wohlbefinden tracken. Ich kannte bereits lange vorher das sogenannte Year in Pixels von <a href="http://www.passioncarnets.wordpress.com">PassionCarnets</a> und das Konzept gefiel mir für mein Vorhaben:<span id="more-696"></span></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/BOiEjvjA5Bm/" data-instgrm-version="8">
<div style="padding: 8px;">
<div style="background: #F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 50.0% 0; text-align: center; width: 100%;">
<div style="background: url(data:image/png; base64,ivborw0kggoaaaansuheugaaacwaaaascamaaaapwqozaaaabgdbtueaalgpc/xhbqaaaafzukdcak7ohokaaaamuexurczmzpf399fx1+bm5mzy9amaaadisurbvdjlvzxbesmgces5/p8/t9furvcrmu73jwlzosgsiizurcjo/ad+eqjjb4hv8bft+idpqocx1wjosbfhh2xssxeiyn3uli/6mnree07uiwjev8ueowds88ly97kqytlijkktuybbruayvh5wohixmpi5we58ek028czwyuqdlkpg1bkb4nnm+veanfhqn1k4+gpt6ugqcvu2h2ovuif/gwufyy8owepdyzsa3avcqpvovvzzz2vtnn2wu8qzvjddeto90gsy9mvlqtgysy231mxry6i2ggqjrty0l8fxcxfcbbhwrsyyaaaaaelftksuqmcc); display: block; height: 44px; margin: 0 auto -44px; position: relative; top: -22px; width: 44px;"></div>
</div>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/BOiEjvjA5Bm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Beitrag geteilt von passioncarnets (@passioncarnets)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2016-12-27T19:29:46+00:00">27. Dez 2016 um 11:29 Uhr</time></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async="" defer="" src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></p>
<p>Das Konzept funktioniert folgendermaßen: Auf einem karierten Blatt werden die Tage der Monate in Form von kleinen Quadraten untereinander eingezeichnet. Jedes Quadrat steht dabei für einen Tag. Am Ende des jeweiligen Tages wird bestimmt, ob der Tag für einen gut oder schlecht gelaufen ist und färbt das jeweilige Quadrat mit einer vorher fest definierten Farbe: z.B. rot für glücklich und blau für traurig.</p>
<p>Um zu sehen, ob das Konzept für mein Vorhaben, mein morgendliches Wohlbefinden nachzuverfolgen, geeignet war, wollte ich das Konzept zunächst für 3 Monaten testen.<br />
Ich habe den Stimmungskalender schön zentral und gut sichtbar an der Wohnzimmertür angebracht und die Farbstifte dafür extra daneben angebracht, um mich ja jeden Tag daran zu erinnern.<br />
Abweichungen vom ursprünglichen Konzept waren unter anderem:</p>
<ul>
<li>Ich habe genügend Abstand zwischen den Quadraten der jeweiligen Monate gelassen</li>
<li>Ich habe lediglich 3 Farben (grün-gelb-rot) für 3 Stimmungen (glücklich-unmotiviert-unglücklich) gewählt, um das Konzept einfach zu halten</li>
<li>Die Farben zeigten nur das morgendliche Wohlbefinden an, nicht die Stimmung für den ganzen Tag</li>
</ul>
<p><figure id="attachment_697" aria-describedby="caption-attachment-697" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Year-in-Pixels-Von-Stimmungskalendern-und-Schlafkalendern.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-697 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Year-in-Pixels-Von-Stimmungskalendern-und-Schlafkalendern-768x1024.jpg" alt="" width="720" height="960"></a><figcaption id="caption-attachment-697" class="wp-caption-text">Year in Pixels: Stimmungskalender der letzten zwei Monate</figcaption></figure></p>
<p>Warum nur für den Morgen? Ich bin der Überzeugung, dass ein guter Start in den Tag, also ein guter Morgen, maßgeblich zu einem guten Tag beiträgt, also fange ich erstmal mit der morgendlichen Überwachung an :D</p>
<p>Wer Probleme mit Entscheidungen hat und das eigene Leben lieber vereinfachen statt verkomplizieren möchte, versucht lieber, weniger Elemente einzubringen wie z.B. weniger Farben. Hat zwar den Nachteil, dass weniger zwischen den verschiedenen Stimmungen differenziert werden kann, aber fürs Erste wollte ich ja sehen, ob das Konzept überhaupt etwas für mich ist.<br />
Nach etwa zwei Monaten muss ich gestehen, dass mir so ein Stimmungskalender ziemlich gut gefällt. Mein Stimmungskalender hat mir viele hilfreiche Einblicke ermöglicht. Er hat mir dabei geholfen, zu erkennen, welche Angewohnheiten zu einem besseren Morgen geführt haben und welche Tätigkeiten dafür sorgten, dass die Stimmung bei mir ins Negative umschlug.</p>
<p>All diese Informationen helfen mir inzwischen dabei, darauf zu achten, was ich morgens mache und helfen mir hoffentlich gute Angewohnheiten zu festigen und langfristig in Routinen umzuwandeln.<br />
Hier einige meiner Einblicke, die ich mit Euch teilen möchte:</p>
<ul>
<li>Im Rückblick erkenne ich, dass die meisten Morgen doch angenehm und stressfrei starten</li>
<li>Ein spätes Frühstück gehört für einen motivierenden Morgen dazu, wenn auch nicht gleich nach dem Aufstehen, bitte! Sonst entwickelt sich das zu einem Pflichtgefühl und da wird der Tag gleich gelb/unmotiviert.</li>
<li>Unmotivierend sind auch Diskussionen zu wichtigen Themen, z.B. Rassimus, Sexismus, Diskriminierung. Diskussionen zu solchen Themen brauchen viel Konzentration und Durchhaltevermögen und eine morgendliche Diskussion darüber kann ziemlich kräftezehrend sein.</li>
<li>Für mich wichtige Termine wie z.B. Messen, zu denen ich ungern auch nur 1 Minute zu spät sein möchte, scheinen bei mir prinzipiell zu roten Tagen zu führen ^^° Wenn eine weitere Person mitgeht und ich im Vergleich zu dieser Person viel ungeduldiger bin, führt das unter Umständen zu einer katastrophalen Stimmung ._. Hier muss ich noch schauen, wie ich so etwas vorbeugen kann *seufz*</li>
<li>sehr frühe Termine führen i.d.R. zu gelben Tagen</li>
<li>Reisen in andere Städte führen meist in den nachfolgenden Tagen zu gelben (unmotivierten) Tagen
<ul>
<li>das Reisen ist zumindest per Auto sehr anstrengend und führt zu Verspannungen und schlechtem Schlaf u.a. vielleicht wegen ungewohnter Umgebung, Bett, morgendlichen Angewohnheiten, etc.</li>
</ul>
</li>
<li>Arbeiten an persönlichen Projekten wie z.B. für die eigene Webseite oder Erfolge beim Computerspiel helfen immens zur Verbesserung der Morgenstimmung</li>
<li>Ausschlafen trägt nicht immer zu einem guten Morgen bei
<ul>
<li>kann aber nach einer langen und auszehrenden Woche den Morgen oder die Morgen der Folgetage verbessern</li>
</ul>
</li>
<li>wenn eine lange unmotivierte (gelbe) Phase erfolgt, ist es schwer, da raus zu kommen
<ul>
<li>hier bedarf es aktiver Nachhilfe</li>
</ul>
</li>
<li>Unterscheidung zwischen gelben und grünen Tagen kann schwer sein, Unterscheidung zwischen gelb und rot ist meist eindeutig</li>
<li>meine Musikliste mit Evergreens hilft den Morgen etwas grüner zu gestalten ;D</li>
<li>womöglich offensichtlich: Krankheiten können die Stimmung massiv beeinflussen!!!</li>
</ul>
<p>Für das nächste Jahr will ich den Stimmungskalender auf jeden Fall weiterführen, da meine guten „Angewohnheiten“ noch nicht gefestigt und konditioniert sind :D</p>
<p>Einige Änderungen möchte ich am Stimmungskalender für die Zukunft trotzdem noch vornehmen. Da die Unterscheidung zwischen einem grenzwertig gelben und grünen Morgen schwierig sein kann, werde ich hierfür eine weitere Farbe einführen. Zudem will ich die Namen der Wochentage oder zumindest die Positionen der Wochenenden und Feiertage abgekürzt eintragen, um zu sehen, ob die Wochentage einen Einfluss auf die Stimmung haben.<br />
Ich habe mir auch überlegt, ob vielleicht weitere Symbole/Buchstaben interessant sein könnten, welche bei Bedarf neben den Quadraten eingezeichnet werden könnten. Beispielsweise ein K für Krankheit, R für Reisen etc. Das K für Krankheiten ist nicht nur im Normalfall interessant, auch für Personen mit chronischen Erkrankungen kann der Buchstabe K oder auch ein anderer Buchstabe zur genaueren Differenzierung hilfreich sein. Beispiele hierfür wären chronische Erkrankungen wie Migräne, Depressionen, Rheuma/Arthritis, Multiple Sklerose etc.</p>
<p>Neben dem Weiterführen des Stimmungskalenders habe ich auch die Überlegung einen Schlafkalender zu beginnen, zunächst für einen Monat ausgelegt. Auf der Suche nach einem geeigneten Layout für den Schlafkalender bin ich darauf gestoßen:</p>
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</div>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/BcZAo3vAOy1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Beitrag geteilt von Tory Eliot (@tory.eliot)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2017-12-07T06:21:52+00:00">6. Dez 2017 um 22:21 Uhr</time></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async="" defer="" src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/BaO6GexDzBW/" data-instgrm-version="8">
<div style="padding: 8px;">
<div style="background: #F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 59.21296296296297% 0; text-align: center; width: 100%;">
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</div>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/BaO6GexDzBW/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Beitrag geteilt von Silvia (@silviasbujo)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2017-10-14T15:09:33+00:00">14. Okt 2017 um 8:09 Uhr</time></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async="" defer="" src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></p>
<p>Allerdings würde ich auch hier etwas mehr Platz zwischen den Tagen einführen wollen, um Platz zu schaffen für Erläuterungen für eventuelle Unterbrechungen in Form von Buchstaben oder Symbolen.</p>
<p>Hier habe ich mir ein bisschen mehr Gedanken gemacht, für welche Menschen so ein Schlafkalender noch interessant sein könnte.<br />
Mal angenommen, jemand leidet unter einer chronischen Krankheit, bei der der Schlaf durch Schübe massiv gestört werden kann, z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Epilepsie, Restless-Legs-Syndrom etc.<br />
Hier können Betroffene einen Schlafkalender führen und die genaue oder ungefähre Uhrzeit markieren, bei der sie aus dem Schlaf gerissen wurden.<br />
Unabhängig von einer Krankheit kann auch beim Schlafkalender noch dokumentiert werden, was wenige Stunden vor dem Schlaf getan wurde, um zu schauen, ob diese Faktoren einen Einfluss auf die Qualität/Quantität des Schlafes und des folgenden Morgens haben:<br />
Habe ich etwas gegessen, was habe ich gegessen, habe ich zu viel Flüssigkeit kurz vor dem Schlaf zu mir genommen und musste deswegen nachts öfter die Toilette aufsuchen? Spielte Alkohol eine Rolle? Kann eine geänderte Verhaltensweise vor dem Schlaf meine Schlafqualität und den nächsten Morgen verbessern? Beispielsweise 2 Stunden vor dem Schlaf wenig oder nichts trinken/essen?<br />
Natürlich muss so ein Schlafkalender etwas länger geführt werden, um eventuelle Stressfaktoren zu identifizieren, das eigene Verhalten zu ändern und nochmal zu schauen, ändert sich etwas an meinem Schlafverhalten und wenn ja was?</p>
<p>Ich bin mal gespannt, ob ich sowohl den Stimmungskalender für den Morgen und den Schlafkalender gleichzeitig für längere Zeit führen kann und ob ich dem Ganzen etwas abgewinnen kann. Habt ihr schon irgendwelche Erfahrungen oder Konzepte, die für euch gut funktionieren?</p>
<p>PS: In dem nächsten Beitrag &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2017/12/29/vorlage-fuer-einen-moodtracker-sleeptracker/">Vorlage für einen #MoodTracker &amp; #SleepTracker</a></u>&#8221; findet ihr Excel- und PDF-Vorlagen für einen eigenen Stummungs- und Schlafkalender.</p>
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		<title>Eine Berlinerin über das Holocaust-Mahnmal in Berlin</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/12/09/eine-berlinerin-ueber-das-holocaust-mahnmal-in-berlin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Dec 2017 14:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[persönliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Zuge der Aktion der Künstlergruppe &#8220;Zentrum für Politische Schönheit&#8221; habe ich oft die Aussage gelesen, dass die Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin hässlich sind. Ich habe gedacht, diese Menschen würden die Symbolik dahinter meinen, da ich als Berlinerin die Stelen nie als hässlich empfunden habe und bei oberflächlicher Überlegung nie darauf gekommen bin, dass...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Aktion der Künstlergruppe &#8220;Zentrum für Politische Schönheit&#8221; habe ich oft die Aussage gelesen, dass die Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin hässlich sind. Ich habe gedacht, diese Menschen würden die Symbolik dahinter meinen, da ich als Berlinerin die Stelen nie als hässlich empfunden habe und bei oberflächlicher Überlegung nie darauf gekommen bin, dass die Menschen diese Aussage auch so wörtlich gemeint haben könnten. Ich habe diese Aussage als Verharmlosung der historischen Tatsachen oder als Zeichen des Antisemitismus betrachtet. Als ich jedoch eine ähnliche Aussage von einer Person hörte, die ich gut kannte, war ich zunächst schockiert, habe jedoch bei der Diskussion dann verstanden, dass diese Aussage sich tatsächlich auf den empfunden Schönheitsaspekt bezieht.<span id="more-635"></span></p>
<p>Ich will mit diesem Artikel erklären, warum das Holocaust-Mahnmal in Berlin nicht hässlich und in dieser Darstellungsform absolut perfekt ist.</p>
<p>Ich habe das Holocaust-Mahnmal in Berlin mehrmals besucht und gesehen, doch auch bevor ich vor Ort die Beton-Stelen zu Gesicht bekommen habe und nur Bilder kannte, habe ich sie nie als hässlich empfunden. Warum auch? Sie sind ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas und erinnern an Grabsteine. Wer auf einem Friedhof war, wird ein Meer aus grauen Grabsteinen in Erinnerung haben, die meisten in gleicher Form und Größe. Einige wenige haben andere Formen, andere Farben, andere Größen, eine andere Beschaffenheit, aber was sie alle verbindet, ist, dass sie Erinnerungen an gelebte Menschen hervorrufen und dem Verstorbenen eine Identität geben sollen.</p>
<p>Und genau diese Funktion erfüllt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin- und weit mehr.</p>
<p>Wer zwischen den Gängen des Holocaust-Mahnmals mit dem welligen Boden war, wer vor dem Holocaust-Mahnmal an der Cora-Berliner-Straße stand, diese Person wird die Beton-Stelen als Grabsteine wahrnehmen können. Sie sind grau, sie sind schlicht, sie sind klein, sie sind groß und sie sind nicht beschriftet. Gerade weil das Holocaust-Mahnmal so konzipiert ist, wie es derzeit zu sehen ist, erzielt es seine Wirkung am besten. Die Beton-Stelen erinnern uns an Grabsteine, an die Juden, die unter der grausamen und menschenverachtenden Herrschaft der Nationalsozialisten ermordet wurden. Es sind nur 2711 Beton-Stelen und doch wird uns die Grausamkeit an die unzähligen unschuldigen Menschenleben mit einer Wucht vor Augen geführt, wie kein anderes später konstruiertes Denkmal es wahrscheinlich je schaffen würde.</p>
<p>Ich bin in Berlin aufgewachsen. Ich habe viele Sehenswürdigkeiten und Denkmäler in Berlin gesehen. Brandenburger Tor, Siegessäule, Mauerbruchstücke, Fernsehturm, mit dem Fahrrad von Kreuzberg aus nach Alex, Potsdamer Platz, Kudamm, Checkpoint Charlie bis hin zum Schloss Sanssouci. Den Hackescher Markt, die Museumsinsel, den Gendarmenmarkt, den Teufelsberg, das Sinti und Roma Denkmal und einige Orte der Berliner Unterwelten habe ich besucht. Aber in meinen Augen ist das Holocaust-Mahnmal in Berlin das schönste und beeindruckendste Konstrukt mit der gewaltigsten Wirkung auf BesucherInnen in ganz Berlin- vielleicht in ganz Deutschland.</p>
<p>Ich habe diesen Ort bei Tage besucht, habe ihn im Zwielicht bewundert und in der Dunkelheit habe ich in den Gängen als Jugendliche zwischen den Beton-Stelen Verstecken gespielt.</p>
<p><figure id="attachment_648" aria-describedby="caption-attachment-648" style="width: 1169px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-648 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal.jpg" alt="" width="1169" height="385" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal.jpg 1169w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal-300x99.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal-768x253.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/12/Holocaust-Mahnmal-1024x337.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1169px) 100vw, 1169px" /></a><figcaption id="caption-attachment-648" class="wp-caption-text">Links: <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/41/Holocaustmahnmal%2C_vor_Tiergarten_%28Detail%29.jpg" target="_blank" rel="noopener">Einige Stelen aus der Nähe, im Hintergrund der Tiergarten</a></u> von Anteeru. Lizenz: <u><a class="extiw" title="w:en:Creative Commons" href="https://en.wikipedia.org/wiki/en:Creative_Commons" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons</a> <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank" rel="nofollow noopener">Attribution-Share Alike 3.0 Unported</a></u>; unverändert; Die Originaldatei ist <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/41/Holocaustmahnmal%2C_vor_Tiergarten_%28Detail%29.jpg" target="_blank" rel="noopener">hier</a></u> zu finden. Rechts: <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Memorial_by_night.jpg" target="_blank" rel="noopener">Memorial to the Murdered Jews of Europe by night</a></u> von Mattias e johansson. Lizenz: <u><a class="extiw" title="w:en:Creative Commons" href="https://en.wikipedia.org/wiki/en:Creative_Commons" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons</a> <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank" rel="nofollow noopener">Attribution-Share Alike 3.0 Unported</a></u>; unverändert; Die Originaldatei ist <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Memorial_by_night.jpg" target="_blank" rel="noopener">hier</a></u> zu finden,</figcaption></figure></p>
<p>Es kann darüber diskutiert werden, ob dieses Verhalten angebracht ist. Ich weiß nur, dass das Holocaust-Mahnmal für mich eine präsente Erinnerung an den Holocaust ist. Es erinnert uns an eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Es ist ein Mahnmal an eine Tat, die unter allen Umständen nicht wiederholt werden darf. Das Holocaust-Mahnmal verbindet uns emotional mit den ermordeten Menschen.</p>
<p>Ich hoffe, ihr seht mir nach, wenn ich wütend werde, wenn jemand das Holocaust-Mahnmal als hässlich bezeichnet. Für mich als Berlinerin ist das Holocaust-Mahnmal der schönste Diamant, den die Stadt bieten kann. Es ist Sinnbild der Menschlichkeit, sowohl ihrer Grausamkeit als auch ihrer Fähigkeit, sich durch Empathie mit anderen Menschen über Raum und Zeit zu verbinden. Es ist das Herz meiner Stadt, welche so eine Aussage als Beleidigung wahrnimmt.</p>
<p>Beitragsbild: <u><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Memorial_Murdered_Jews_of_Europe_Panorama.JPG">Panorama view Memorial to the Murdered Jews of Europe in Berlin</a></u> von Quid pro quo. Lizenz: <u><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/de:Creative_Commons">Creative-Commons</a>-Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">„Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“</a></u>; unverändert; Die Originaldatei ist <u><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Memorial_Murdered_Jews_of_Europe_Panorama.JPG">hier</a></u> zu finden.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Starke historische Frauen in Buch &#038; Film: Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/11/05/starke-historische-frauen-in-buch-film-good-night-stories-for-rebel-girls-100-aussergewoehnliche-frauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 13:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich so viel Positives in der Buchbloggerszene über das Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; gelesen habe, bin ich zur nächsten Buchhandlung gegangen, um mir das Buch einmal genauer anzuschauen. Es dauerte keine Minute und ich hatte mich Hals über Kopf in das Buch verliebt! Hier werden 100 Frauen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich so viel Positives in der Buchbloggerszene über das Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; gelesen habe, bin ich zur nächsten Buchhandlung gegangen, um mir das Buch einmal genauer anzuschauen. Es dauerte keine Minute und ich hatte mich Hals über Kopf in das Buch verliebt!</p>
<p>Hier werden 100 Frauen der unterschiedlichsten Zeitalter und Ethnien&nbsp;von unterschiedlichen Künstlerinnen porträtiert, mit einem kurzen Text auf der linken Seite und einer Abbildung auf der rechten Seite. Es werden Frauen aus ferner Vergangenheit aufgegriffen wie die Jingū, eine Kaiserin Japans, aber auch jüngere Heldinnen unserer Zeit wie Yusra Mardini, eine syrische Schwimmsportlerin, die 2016 mit der ersten Flüchtlingsmannschaft an den Olympischen Sommerspielen teilnahm.</p>
<p>Neben berühmten Frauen wie Amelia Earhart, Marie Curie und Virginia Woolf finden viele weitere Frauen Erwähnung, die ich zwar kannte, aber deren Leistungen ich spontan nicht ausreichend gewürdigt hätte: Julia Child, Coco Chanel, Maria Montessori, Nina Simone um hier nur ein paar zu nennen.<span id="more-611"></span></p>
<p><figure id="attachment_622" aria-describedby="caption-attachment-622" style="width: 1706px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-622 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg" alt="" width="1706" height="416" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg 1706w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-300x73.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-768x187.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-1024x250.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1706px) 100vw, 1706px" /></a><figcaption id="caption-attachment-622" class="wp-caption-text">Illustrationen aus dem Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; von Elena Favilli &amp; Francesca Cavallo. Von links nach rechts: Amna Al Haddad illustriert von Eline van Dam, Maria Sibylla Merian illustriert von Amanda Hall und Wilma Rudolph illustriert von Alice Barberini.</figcaption></figure></p>
<p>&#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; hat viele Aspekte, die mir besonders gefallen. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Anzahl an nicht-weißen Frauen in diesem Buch. Das Verhältnis zwischen weißen und nicht-weißen Frauen ist annähernd 50:50. Was daran so besonders ist? Es ermöglicht uns allen, uns auch die Errungenschaften nicht-weißer Frauen vor Augen zu führen und ihre Namen und Gesichter zu verinnerlichen. Dieser Punkt ist mir besonders im Bezug zu der jüngeren Generation wichtig, denn ich möchte in der Lage sein, Kindern zu jedem Zeitpunkt Namen und Errungenschaften von Frauen anderer Kulturkreise wie aus der Pistole geschossen auflisten zu können. Ich will nicht lange darüber nachdenken oder gar erst recherchieren müssen, um erst später Kindern solche Frauen zeigen zu können. Ich finde, es gehört zu unserer Verantwortung, in der Lage zu sein, Kindern ähnlich viele weibliche und männliche PionierInnen näher zu bringen, wenn wir eine aufgeklärte und mündige Gesellschaft anstreben.</p>
<p>Ich habe sofort einer Freundin von dem Buch vorgeschwärmt und ihr einige Bilder gezeigt. Wie es aussieht, werden sich demnächst zwei weitere junge Mädchen zu den Glücklichen zählen, dieses wunderbare Buch zu besitzen. Ferner meinte diese Freundin, dass einige geflüchtete Klientinnen, mit denen sie als Heilerziehungspädagogin arbeitet, sich auch darüber freuen könnten.</p>
<p>Ich habe mich gefragt, inwieweit dieses Buch auch für Jungs interessant sein könnte. Sollten wir dieses Buch auch Jungs schenken? Wären sie daran interessiert, obwohl keine männlichen Vorbilder darin zu finden sind? Was meint ihr dazu? Hat irgendjemand vielleicht schon Erfahrungen dazu?</p>
<p>Beim Lesen der porträtierten Frauen habe ich mich gefragt, welche ihrer Geschichten es in Filme geschaft haben. Ich rede nicht von Dokumentarfilmen wie bei Jane Goodall oder einen Auftritt in einer berühmten Serie wie Amelia Earhart in <em>Star Trek: Voyager</em> oder als Schauspielerin wie die US-amerikanische Astronautin und die erste schwarze Frau im All Mae C. Jemison in <em>Star Trek: The Next Generation</em>. Ich wollte herausfinden, ob Filme existieren, deren Schwerpunkt auf dem Leben einer der im Buch aufgelisteten Frauen liegt und dieses in einer erzählerischen Form wiedergibt.</p>
<p>Ich bin auf <strong>10</strong> Filme gekommen, die ins deutsche übersetzt wurden und wollte sie euch hier vorstellen, vielleicht auch als Anreiz, euch die Filme (wieder) anzuschauen.</p>
<p><em><strong>Amelia Earhart &#8211; erste Frau, die den Atlantik überflog: Amelia (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/HwA3JXBwros?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><em><strong>Coco Chanel &#8211; Modeschöpferin: Coco Chanel &#8211; Der Beginn einer Leidenschaft (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/JTZlftr6XOA?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Elisabeth I. &#8211; Königin von England: Elizabeth (1998)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/DyGBwrtIamw?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Frida Kahlo &#8211; mexikanische Malerin: Frida (2002)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Cxl_d9YWPj0?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Jane Austen &#8211; britische Schriftstellerin: Geliebte Jane (2007)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/mOhqqqREif8?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Joan Jett &#8211; US-amerikanische Rockmusikerin: The Runaways (2010)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/pHjL297uyWs?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Julia Child &#8211; US-amerikanische Köchin und Kochbuchautorin: Julie und Julia (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/0yZmlgHqs44?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Marie Curie &#8211; polnische Physikerin und Chemikerin und erste Nobelpreisträgerin: Marie Curie (2016)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/q1gYCi8dogo?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Sophie Scholl &#8211; deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus: Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PKRQHQtyn5A?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Virginia Woolf &#8211; britische Schriftstellerin und Verlegerin: The Hours &#8211; Von Ewigkeit zu Ewigkeit (2002)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oD2whWFxxB4?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Es gibt drei weitere Filme, die leider in deutscher Sprache nicht verfügbar sind, von denen ich mir wünsche, die würden doch bald auch in deutscher Sprache erscheinen.</p>
<p>Die Brontë-Schwestern &#8211;&nbsp;drei britische Schriftstellerinnen: <u><a href="https://youtu.be/lC8VUfUb-hU" target="_blank" rel="noopener">To Walk Invisible</a></u> (2016)</p>
<p>Mary Kom &#8211; indische Boxerin: <u><a href="https://youtu.be/p5yvpAatpXI" target="_blank" rel="noopener">Mary Kom</a></u> (2014)</p>
<p>Maria Callas &#8211; Opernsängerin: <u><a href="https://youtu.be/6n_f3-y7sW8" target="_blank" rel="noopener">Callas forever</a></u> (2002)</p>
<p>Habt ihr ein historisches weibliches Vorbild, dass ihr gerne verfilmt sehen würdet? Vielleicht wurde in &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; ja bereits von ihr berichtet. Wenn nicht, brauchen wir ja vielleicht ein Teil 2 von &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; ;D Mir fehlt z.B. Simone de Beauvoir.</p>
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		<title>Der stille Rückzug: Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/10/10/der-stille-rueckzug-ein-erfahrungsbericht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Oct 2017 20:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor kurzem habe ich das Buch „Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“ von Dr. Michael Blume gelesen. Dieser Beitrag ist keine Rezension des Buches sondern eine Beschreibung des stillen Rückzugs der Muslime, den Dr. Blume in seinem Buch thematisiert. Ich kann jede Person, die Interesse an dem Thema hat und...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem habe ich das Buch „<u><a href="http://www.patmos.de/islam-in-der-krise-p-8817.html">Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug</a></u>“ von <u><a href="https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/">Dr. Michael Blume</a></u> gelesen. Dieser Beitrag ist keine Rezension des Buches sondern eine Beschreibung des <em>stillen Rückzugs</em> der Muslime, den Dr. Blume in seinem Buch thematisiert. Ich kann jede Person, die Interesse an dem Thema hat und öfter über die Thematik diskutiert, empfehlen, das 192seitige Buch zu lesen.</p>
<p><em>„Warum dieser Beitrag?“</em> werden sich einige fragen. In einer Diskussion mit einigen Nicht-Muslim<em>innen nach der Bucherscheinung ist mir zum ersten Mal richtig klar geworden, dass die meisten Nicht-Muslim</em>innen sich nicht darüber im Klaren sind, wie sehr Muslim<em>innen im Alltagsleben ihren religiösen „Pflichten“ nachgehen- bzw. den Vorstellungen von islamischen Vorschriften <em>eben nicht nachgehen</em>. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Nicht-Muslim</em>innen davon ausgehen, die meisten Religiösen würden tatsächlich ihren täglichen fünf Gebeten nachgehen, was mir ziemlich abstrus erschien. Denn ich kenne niemanden aus meiner und der noch jüngeren Generation, die diese religiösen Verordnungen so rigoros einhalten. Mehr als die Hälfte meines Bekanntenkreises betet sehr unregelmäßig im Monat, viele gar nicht mehr. Und wie sieht es mit den weiteren Pflichten aus? Um dies den Leuten zu verdeutlichen, wollte ich gerne diesen Beitrag schreiben und Dr. Blumes Erläuterungen zum <em>stillen Rückzug</em> der Muslim*innen genauer beschreiben und mit weiteren Beispielen weiter ausführen. Eine Freundin, die das Buch ebenfalls gerade liest, hat mir mit dem Text und vielen weiteren Beispielen aus ihren eigenen Erfahrungen und ihren Beobachtungen geholfen. <span id="more-592"></span></p>
<p>Falls Ihr Fragen oder selber besondere Erfahrungen oder Beobachtungen gemacht habt, die eurer Meinung nach in diese Liste gehören, schreibt mir diese doch, indem ihr mir im Kommentarbereich eine Nachricht hinterlasst.</p>
<p>Für die Nicht-Muslim*innen unter euch: Hier ist kein Platz für Rassismus, Sexismus oder Religionsfeindlichkeit. Bleibt offen, konstruktiv und dem Grundgesetz treu, andernfalls werden Kommentare nicht freigeschaltet.</p>
<p>Für die Muslim<em>innen unter euch: Auch euch bitte ich um Offenheit und Konstruktivismus. Bitte versteht diesen Text nicht als Angriff auf eure Religion. Er dient lediglich als ein Erfahrungsbericht einer Person, welche die Entwicklungen innerhalb der muslimischen Gemeinde beschreiben und einen Einblick in das Alltagsleben der Muslim</em>innen geben möchte. Ich finde nämlich, dass Nicht-Muslim*innen ein zu pauschales und abstraktes Bild von einer viel zu diversen Gruppe haben, als das dieses weiterhin in den Köpfen dieser Menschen existieren dürfte.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>Ich habe zu den verschiedenen Themen einige Punkte zu meinen Beobachtungen aus der muslimischen Gemeinde niedergeschrieben, welche meiner Ansicht nach den stillen Rückzug der Muslim*innen gut beschreiben.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong><u>Gebet:</u></strong></p>
<p><em>Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis aus meiner oder gar der jüngeren Generation nicht mal mehr eine Handvoll Menschen, die regelmäßig beten.</em></p>
<ul>
<li>viele beten gar nicht mehr</li>
<li>viele beten nur noch selten (vielleicht ein paar Mal im Jahr, aber nachdem die guten Vorsätze vom regelmäßigen Beten wieder mal in der Tonne gelandet sind, werden die schlechten Gewissensbisse für das Nichteinhalten der Vorsätze eine Weile zum ständigen Begleiter)</li>
<li>einige gehen nach der Aufforderung der Eltern zum Gebet ins Zimmer, schließen die Tür und tun später so, als ob gebetet wurde</li>
<li>bei Anwesenheit anderer Personen (z.B. Gemeinschaftsgebete) stellen sich einige tatsächlich hin und machen die Gebetsbewegungen, aber ohne in Gedanken beim Gebet zu sein</li>
</ul>
<p><strong><u>Fasten:</u></strong></p>
<p><em>Auch beim Fasten kenne ich inzwischen sehr wenige, die im Ramadan konsequent fasten. Was oft passiert:</em></p>
<ul>
<li>bei jeder sich ergebenden Gelegenheit doch etwas trinken, z.B. im Badezimmer etwas Wasser vom Wasserhahn</li>
<li>in der Stadt Gebiete aufsuchen, die i.d.R. nicht von Bekannten und Verwandten aufgesucht werden (z.B. Berlin-Marzahn), um da etwas zu essen</li>
<li>Während der Menstruation ist es Frauen „nicht gestattet“ zu fasten, da sie als „unrein“ gelten
<ul>
<li>da werden z.B. aus den 4 Menstruationstagen mal eben locker 7 Tage</li>
<li>dennoch bewahren viele Frauen aus Schamgefühl den Schein, zu fasten</li>
</ul>
</li>
<li>neben der Menstruation gibt es weitere Phasen, in denen Menschen nicht fasten können oder sollten, z.B. bei (chronischen) Erkrankungen, Stillzeit, kurzfristigen Reisen
<ul>
<li>dennoch werden aus Gründen der Scham, der Repräsentation und des gesellschaftlichen Drucks betroffene Menschen dazu angehalten, den Schein zu wahren. Dies hat negative Folgen, wenn Menschen trotz berechtigten Gründen erfahren, dass hier weniger Wert auf Religion als vielmehr auf Schein gelegt wird.</li>
</ul>
</li>
<li>bei Prüfungen und Sport wird oft nicht gefastet</li>
</ul>
<p><strong><u>Moscheen:</u></strong></p>
<p><em>Auch hier gilt: aus meinem Bekanntenkreis finden sich kaum noch Menschen, die zur Moschee gehen. Hierfür finden sich verschiedene Gründe, besonders für Frauen:</em></p>
<ul>
<li>die Sitzgelegenheiten und Räumlichkeiten für Frauen sind i.d.R. kleiner und unbequemer als die für Männer</li>
<li>Trotz kleinerer Räumlichkeiten werden Kinder von den Müttern bzw. Frauen betreut. Das hat Folgen: Für Kinder in einem gewissen Alter gehört es nun mal dazu, sich zu bewegen, zu toben und laut zu sein. In den bereits schon kleineren Räumlichkeiten kann das Toben der Kinder sehr unangenehm und peinlich für die erziehende Person werden. Aus Gründen der empfundenen Peinlichkeit und der fehlenden religiösen Atmosphäre gehen Mütter und Frauen nicht mehr gerne zur Moschee. Denn wieso auch, wenn der Moscheebesuch kein Ort der Religiosität und kein Raum für gesellschaftlichen Anschluss mit anderen Religiösen bietet und nur zu einem weiteren Ort der Kinderbetreuung mutiert?</li>
<li>selten werden Programme und Angebote wie Reisegruppen, Kulturaustausch, Tagesausflüge, Lesungen etc. angeboten</li>
<li>die meisten Moscheen sind nicht barrierefrei:
<ul>
<li>oft befindet sich die Moschee selbst in einem Gebäude (meist ohne Aufzug) in den oberen Etagen</li>
<li>gelegentlich befinden sich die Räumlichkeiten für Frauen innerhalb der Moschee wiederum selbst auf einer erhöhten Etage, die nur mit Treppen zu erreichen ist</li>
</ul>
</li>
<li>Sitzmöglichkeiten auf dem Boden sind nicht jedermanns Sache: sie sind unbequem und für manche wegen Kniebeschwerden schwer zu ertragen</li>
<li>Obwohl Frauen oft bei den Essensvorbereitungen massiv mithelfen, wenn nicht sogar die einzigen sind die die Arbeit machen, indem sie z.B. schon zu Hause etwas für die Moscheenbesucher zubereiten, wird ihnen das Essen i.d.R. nach den Männern serviert und oft passiert es, dass dadurch das Essen für die Frauen und Kinder dann knapp wird!</li>
<li>Frauen, die kein Kopftuch tragen, müssen in fast allen Moscheen beim Besuch ein Kopftuch tragen, sei es aus gesellschaftlichem Druck, wegen Repräsentationsgründen, aus Angst vor einem schlechten Ruf oder aufgrund tatsächlicher Vorgaben der Moschee</li>
</ul>
<p><strong><u>Verlobung, Hochzeit und das ganze Chaos Drumherum:</u></strong></p>
<p>Das ist ein sehr komplexes Thema, bei dem fast jeder hier in Deutschland lebende religiöse Mensch einzigartige, auf andere Personen schwer übertragbare Erfahrungen macht. Ich kann nur einiges hier umreißen. Weitere Erfahrungen könnt Ihr mir gerne im Kommentarfeld weiter unten schreiben, damit ich sie hier in die Liste aufnehmen kann.</p>
<p>In Deutschland haben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten entwickelt, wie Muslim*innen mit der „Problematik“ umgehen, wenn sie meinen, eine Person „gefunden“ zu haben, die sie gerne näher kennenlernen und mit der sie evtl. zusammenkommen möchten. Nicht zuletzt haben diese diversen Möglichkeiten ihren Ursprung in der akzeptierten Herangehensweise bzw. der „Tradition“ der jeweiligen Familien selbst. Ich sage hier Tradition der jeweiligen <u>Familien</u>, weil ich erlebt habe, dass es nicht nur gravierende Unterschiede zwischen den ethnischen Gruppen (z.B. türkisch vs. irakisch vs. marokkanisch vs. persisch etc.) und den verschiedenen Konfessionen gibt, sondern auch Unterschiede zwischen regionalen Gruppierungen aus dem „ursprünglichen Heimatland“ und gar alte und neue, erst hier in Deutschland entwickelte Familientraditionen aka Wünsche existieren. Sogar innerhalb einer Familie können so verschiedene Herangehensweisen auftreten.</p>
<p>Bei einigen muslimischen Familien gibt es „zwei“ Arten von „Hochzeiten“. Warum die Anführungszeichen? Nun, das ist etwas kompliziert, aber um das einfach auszudrücken, handelt es sich bei diesen zwei Arten um etwas Ähnliches wie eine Verlobung und eine „richtige“ Hochzeit. Bei einigen (vielen?) Muslim*innen existiert das sogenannte Katb el-Kitab. Einige handhaben es wie eine gewöhnliche Verlobung nach einer vorangegangen, langen Kennenlernzeit mit einer darauf folgenden Hochzeit.</p>
<p>In anderen Familien ist es nicht gerne gesehen, dass sich zwei Menschen nahe kommen und alleine unterwegs sind, ohne dass bereits schon zu Beginn etwas vereinbart wurde. Um eine „Anstandsdame“ zu vermeiden, wird ein islamischer Ehevertrag unterschrieben, der Katb el-Kitab. Diese islamische Form der Ehe hat in Deutschland meines Wissens keine rechtliche Gültigkeit, wenn sie hier in Deutschland durchgeführt wurde. Der Katb el-Kitab ermöglicht in dem oben beschriebenen Fall den zwei Menschen, sich relativ frei und ohne Aufsicht zu bewegen, ohne dass andere über sie und ihre Verbindung „unangemessene“ Mutmaßungen anstellen können…</p>
<p>Hier kommt nun eine weitere Unterdifferenzierung. Während einige Familien den Katb el-Kitab als eine Art Verlobung sehen, bei der Sex-vor-der-Ehe oder das Zusammenwohnen nicht mitinklusive sind, sehen andere Familien den Katb el-Kitab als eine vollwertige Eheschließung mit All-Inclusive an. Wieder andere verstehen unter dem Katb el-Kitab eine Art „kleine Hochzeit“ mit den engsten Verwandten als Gästen.</p>
<p>Die „eigentliche „richtige“ Hochzeit ist eine größere Feierlichkeit, bei der die Partner danach definitiv zusammen leben „dürfen“.</p>
<p>Weitere Mischformen existieren noch zusätzlich. Je nachdem, aus welchem ethnischen Kreis die Paare stammen oder gar nur einer der Partner, können Rituale aus dem ursprünglichen Herkunftsland in die Herangehensweisen und Feierlichkeiten miteinfließen, z.B. Sofreh Aghd bei den Persern.</p>
<p>Auf jeden Fall utilisieren viele (junge) Muslim*innen diese Herangehensweisen, um im Rahmen der vorherrschenden Religiosität ihrer (Sub-)Gemeinschaften der geliebten Person nahe sein zu können und weniger weil sie an eine religiöse Regelung glauben. Diese Herangehensweisen verkomplizieren das Zusammenkommen und Zusammensein mit einer Person, andererseits gehört für einige der Katb el-Kitab zu den wenigen Möglichkeiten, mit jemandem „offiziell“ zusammen zu kommen, ohne gleich „richtig“ heiraten zu müssen. Auch die älteren Familienmitglieder sind sich dieser Problematik bewusst. Weil sie Angst um ihr Ansehen innerhalb ihrer Gemeinschaft haben, versuchen auch sie das Zusammenleben ihrer Kinder in einen „religiös-offiziellen“ Rahmen zu kleiden und schauen oft bei Fehltritten der eigenen Kinder weg oder vertuschen sie. Weitere Beobachtungen:</p>
<ul>
<li>Partner*in hat nicht dieselbe Religionszugehörigkeit: einige versuchen es auf die „schnelle &amp; schmerzfreie“ Art, indem sie das erforderliche Glaubensbekenntnis nachholen, das darin besteht, den Satz „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“ zu sagen. i.d.R. wird dieses Glaubensbekenntnis nirgendwo schriftlich dokumentiert. Dass dieses Glaubensbekenntnis meist ein „Lippenbekenntnis“ ist, wissen die meisten, auch die ältere Generation. Denn auch hier gilt: Die Eltern wollen meist den Schein innerhalb ihrer Gemeinschaft wahren und wünschen sich dieses Bekenntnis von dem/der andersgläubigen oder nicht-gläubigen Partner*in.</li>
<li>Wenn der/die andersgläubige oder nicht-gläubige Partner*in eigene Sitten bezüglich Eheschließungen hat, passiert es oft, dass unabhängig vom religiösen Teil der Familie eine weitere, gesonderte Hochzeit stattfindet, bei der z.B. auch Alkohol, Schweinefleisch etc. serviert werden</li>
<li>die gemeinsame Wohnung wird etwas fern der Verwandtschaft gesucht, damit nicht-religiöses Verhalten praktiziert werden kann und um dem Gefühl der ständigen Überwachung zu entkommen</li>
</ul>
<p><strong><u>Essen &amp; Trinken:</u></strong></p>
<p><em>Hier einige triviale Beobachtungen: </em></p>
<ul>
<li>Es interessiert Personen oft nicht, ob Fleisch entsprechend der religiösen Verordnungen geschlachtet wurde. Diese Regelung wird mal mehr, mal weniger streng ausgelegt.
<ul>
<li>einige achten darauf, ob sämtliches Fleisch mit Ausnahme von Fisch nach Vorschrift geschlachtet wurde</li>
<li>andere machen Ausnahmen bei Hähnchen</li>
<li>wieder andere sagen, es müsse in der heutigen Gesellschaft ausreichen, vor dem Essen um Gottes Segen zu bitten, dann spiele die Schlachtungsweise keine Rolle</li>
</ul>
</li>
<li>Schweine-Gelatine ist ein ambivalentes Thema
<ul>
<li>sehr wenige achten <em>konsequent</em> darauf, ob Schweineprodukte in ihrem Essen vorkommen. Die Einhaltung ist sehr mühsam, da dies von den Personen Kenntnisse der Nummern der Emulgatoren mit Schweineprodukten erfordert. Besonders schwierig wird die Einhaltung bei Süßigkeiten wie Gummibärchen xD</li>
<li>d.R. probieren Muslim*innen sich daran, aber den meisten ist die ständige Untersuchung des Kleingedruckten langfristig zu nervenaufreibend und bei Süßigkeiten machen noch mehr eine <strong>dicke</strong> Ausnahme</li>
<li>einige Muslim*innen meinen, Produkte, welche im selben Öl gebraten werden wie andere Schweineprodukte, seien ebenfalls verboten. Ähnlich wie bei den Süßigkeiten kümmert es die meisten auch hier nach einer Weile wenig, da das Essen mit Freunden in Fast-Food Läden und Restaurants zu schwierig wird</li>
</ul>
</li>
<li>Alkohol ist ein Thema für sich…probiert haben ihn die meisten Muslim*innen, auch (und gerade) die ältere Generation
<ul>
<li>oft passiert es, dass sich die Personen im Urlaub, fern der Heimat und der Bekanntschaft, über Cocktails an Alkohol ran tasten und irgendwann ihre Lieblingsgetränke wie Federweißer, Eiswein oder Pflaumenwein entwickeln</li>
<li>nach einer Nacht mit viel Alkohol bleiben die Nachkommen meist dem elterlichen Zuhause fern, um ihren Rausch auszuschlafen. Viele Eltern ahnen, warum, aber stellen keine Fragen, um den Schein zu wahren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong><u>Kopftuch:</u></strong></p>
<p><em>Die Erfahrungen mit dem Kopftuch sind sehr divers. Ich werde sie nicht alle hier auflisten.</em></p>
<ul>
<li>einige Frauen, die das Kopftuch lange getragen haben, machen das irgendwann nur noch aus Gewohnheit
<ul>
<li>dies trifft vor allem auf die Anfangszeit von geflüchteten Menschen zu, in deren Heimatländern das Tragen des Kopftuchs die Regel oder gar eine Pflicht ist</li>
</ul>
</li>
<li>Fern der Bekannten wird im Urlaub das Kopftuch probeweise abgelegt. Nach einigen Wiederholungen wird das Kopftuch anschließend auch zu Hause ganz abgelegt</li>
<li>einige Frauen möchten ihr Kopftuch ausziehen, da sie nicht mehr an dessen religiöse Bedeutung glauben, tun dies aber aus verschiedenen Gründen (noch) nicht
<ul>
<li>ein naher Verwandter bekleidet eine wichtige Rolle innerhalb der religiösen Gemeinschaft und aufgrund von (eingebildetem) gesellschaftlichem Druck wird das Kopftuch beibehalten</li>
<li>eine Frau fürchtet eine gesundheitliche Gefährdung des Vaters, welcher eine lange Vorgeschichte von Herzinfarkten hat</li>
<li>eine Isolierung aus der bestehenden Gemeinschaft wird befürchtet, da die meisten befreundeten Frauen ein Kopftuch tragen</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong><u>Einfluss anderer Religionen und Philosophien:</u></strong></p>
<p><em>Eine interessante Entwicklung, die ich inzwischen bei vielen Muslim*innen beobachte:</em></p>
<ul>
<li>Philosophien anderer Kulturen insbesondere aus der buddhistischen Richtung werden Häppchenweise übernommen</li>
<li>viele kennen die historischen Ereignisse um den muslimischen Propheten nicht mal Ansatzweise. Kommt es irgendwann zu einer genaueren Auseinandersetzung und Recherche der historischen Schlachten, Kriegsführungen und Intrigen, sind viele schockiert.
<ul>
<li>„Diese kriegerische Seite des Islam kannte ich nicht und weiß nicht, wie ich sie mit meiner friedvollen Vorstellung meiner Religion in Einklang bringen kann.“ -&gt; führt dazu, dass sich diese Menschen eine „eigene“ Vorstellung ihrer Religion machen und gewisse Aspekte ihrer Religion ausklammern</li>
<li>Zusammenschustern von Islam und der friedvollen Seite des Christentums aka „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“</li>
</ul>
</li>
<li>die meisten jungen Menschen sind es jedoch irgendwann müde, mit Muslim*innen und Nicht-Muslim*innen über Islam, die Ausübung von Pflichten etc. zu reden, zu diskutieren und sich zu rechtfertigen und ziehen sich langsam aus solchen Diskussionen zurück, finden Wege, diese Themen zu umgehen. Oft nicken sie alles ab, um ihre Ruhe zu haben.</li>
</ul>
<p>Mir ist klar, dass diese „Liste“ nur einen winzigen Abriss der diversen Verhaltensformen aufzeigt, wie sie im realen Leben viele Menschen unter den jeweiligen religiösen Lebensweisen erleben. All diese Verhaltensweisen sind ein Ausdruck des ständigen Erprobens und Anpassens junger Menschen, die dafür dazu gezwungen sind, mit verschiedenen Werten und Prinzipien in einer sich nur langsam verändernden Umgebung zu jonglieren.</p>
<p>Ich behalte mir vor, diese Liste in Zukunft weiter zu vervollständigen.</p>
<p>Ich danke Dr. Michael Blume für das tolle Buch „Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“. Auch für mich waren die darin beschriebenen Theorien und Erkenntnisse eine Bereicherung, die mich dazu inspirierten meine eigene Vergangenheit und Gegenwart aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.</p>
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