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	<title>Abenteuer &#8211; Melem Bayati</title>
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	<description>Alltagsnotizen einer Biologin</description>
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		<title>Melems literarische Weltreise 2018 &#8211; Ein erster Versuch</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2018/12/31/melems-weltreise-2018-ein-erster-versuch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2018 11:29:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher lesen. Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>von weiblichen Writers of Color und</li>



<li>mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum</li>
</ul>



<p>lesen. </p>



<p>Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20 Bücher habe ich dieses Jahr lesen können! Wobei Lesen allein nicht ganz zutreffend ist. Wegen extremen Pendelfahrten bin ich teilweise auch auf Hörbücher umgestiegen.<span id="more-982"></span></p>



<p>Ihr seht, meine Liste ist nicht lang:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong><em>Dina Nayeri – Refuge (dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</em></strong></li>



<li><strong>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</strong></li>



<li><strong><em>Yaa Gyasi – Heimkehren</em></strong></li>



<li><strong><em>Toni Morrison – Gott, hilf dem Kind</em></strong></li>



<li><strong><em>Nnedi Okorafor- Lagune</em></strong></li>



<li><strong>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</strong></li>



<li><strong><em>Elif Shafak &#8211; Der Geruch des Paradieses</em></strong></li>



<li><strong><em>Angie Thomas &#8211; The Hate U Give</em></strong></li>



<li><em>Katharina Hagena &#8211; Das Geräuch des Lichts</em></li>



<li><em>Mariana Leky &#8211; Was man von hier aus sehen kann</em></li>



<li><em>Ursula K. Le Guin &#8211; Die linke Hand der Dunkelheit</em></li>



<li><em>Naomi Alderman &#8211; Die Gabe</em></li>



<li><em>Anna Ruhe &#8211; Die Duftapotheke</em></li>



<li><em>Stephenie Meyer – The Chemist</em></li>



<li>Martin Suter – Elefant</li>



<li>Sebastian Niedlich &#8211; Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens</li>



<li>Thees Uhlmann &#8211; Sophia, der Tod und ich</li>



<li>Walter Moers &#8211; Das Labyrinth der träumenden Bücher</li>



<li>Walter Moers – Weihnachten in der Lindwurmfeste</li>



<li>Kai Meyer &#8211; Die Seiten der Welt</li>
</ol>



<p>Für meine erste Challenge sieht die Bilanz dennoch nicht schlecht aus: 12/20 der Bücher sind von Schriftstellerinnen geschrieben, darunter 6 Writers of Color + 2 weitere männliche Writers of Color.</p>



<p>Meine Jahreshighlights waren auch Bücher von Writers of Color:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li> Yaa Gyasi – Heimkehren </li>



<li>Dina Nayeri – Refuge (Dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</li>



<li>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</li>



<li>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</li>
</ol>



<p>Yaa Gyasis Werk <em>Heimkehren</em> war bei weitem die beeindruckendste Geschichte. Zudem habe ich <em>Heimkehren </em>als Hörbuch gehört und das war ein besonderes Erlebnis! Jedes Kapitel, das aus der Perspektive eines anderen Charakters geschrieben wurde, wurde auch von einer anderen VorleserIn gelesen. So ergaben sich 14 VorleserInnen für das gesamte Buch, was das Hörerlebnis zu etwas ganz Besonderem machte!</p>



<p>Was die besuchten Länder in Bezug zu meiner Weltreise angeht, so bin ich doch etwas unzufrieden. Neben europäischen Ländern und den USA war die Liste nicht so lang, wie ich es mir zur Beginn der Herausforderung erhofft hatte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Iran</li>



<li>Ghana</li>



<li>Nigeria</li>



<li>Libanon</li>



<li>Türkei</li>
</ul>



<p>Für das nächste Jahr möchte ich diese Herausforderung auf jeden Fall weiterführen. Durch diese Challenge habe ich sehr interessante Bücher, neue Lieblingsbücher und tolle SchriftstellerInnen entdeckt. Ich will noch weitere Länder entdecken. Vermutlich wäre ein Fokus auf einen Kontinent besser. Ich habe mich hier zwar noch nicht entschieden, ob ich mich tatsächlich so sehr einschränke, aber ich würde gerne weitere SchritstellerInnen vom afrikanischen Kontinent kennenlernen. Mit <em>Die Hälfte der Sonne</em> und <em>Americanah</em> von Chimamanda Ngozi Adichie geht es auf jeden Fall im nächsten Jahr auch in Afrika weiter.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2048" height="1365" src="https://i0.wp.com/blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg?fit=720%2C480" alt="" class="wp-image-985" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg 2048w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-300x200.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-768x512.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></a></figure>



<p>Nun da ich mehr Bücher von Writers of Color habe, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein Bücherregal in Zukunft gestalten möchte. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Bücher von Writers of Color so anzuordnen, dass sie in einem Regal beisammen sind, so dass ich einen schnellen Überblick habe, wie viele Bücher ich von Writers of Color habe und ob der Bestand über die Zeit schnell oder langsam wächst. Ein weiterer Hintergrundgedanke ist auch, dass dieses Regal BesucherInnen sofort ins Auge fallen soll und hoffentlich ihr Interesse für solche Bücher und ihre AutorInnen weckt. Durch die leichte Zugänglichkeite erhoffe ich mir, dass sie sich das eine oder andere Buch öfter mal ausleihen und ihr Bewusstsein dafür gestärkt wird, selber nach ähnlichen Büchern und SchriftstellerInnen zu suchen.<br></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Oxford &#038; Istanbul</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2018 11:31:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Die zweite Station meiner Weltlesereise führte mich mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise. Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite Station meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Weltlesereise</a></u> führte mich mit <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">&#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u> nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise.</p>
<p>Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland, bis sein Vater spurlos verschwindet. Dies ist der Auftakt zum Beginn einer schmerzhaften Lebensphase Samirs, in der er heranwächst und sich aufgrund der er sich Jahre später auf die Suche nach dem Vater machen muss, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Alles weist darauf hin, dass er nur im Libanon der Wahrheit und damit seinem Vater auf die Spur kommen kann.</p>
<p>Am Rande der bewegenden Geschichte erfuhr ich einiges über den libanesischen Bürgerkrieg und die politische Dynamik des Nahen Ostens. Besonders aufschlussreich waren die historischen Hintergrundinformationen in Bezug zu den palästinensischen Flüchtlingen im Libanon im Zuge des israelisch-palästinensischen Konflikts. Bis dato war mir nicht so klar, wie sehr die palästinensische Diaspora und ihre Auswirkungen die libanesische Geschichtsschreibung beeinflusst haben.</p>
<p>Wie sehr die komplexen religiösen und politischen Dynamiken ineinander verflochten waren, die sich unweigerlich im libanesischen Bürgerkrieg entluden, wurde mir als Leserin auf eine nicht aufdringliche Art und Weise vermittelt. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, historische Tatsachen in eine spannende erzählerische Handlung zu verpacken, bei der es nach wie vor vordergründig um Samirs Suche nach seinem Vater geht.<span id="more-841"></span></p>
<p>Als ich meine Weltlesereise plante und mir einige zusätzliche Bedingungen auferlegte wie z.B. mehr von internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, habe ich mir eine spezielle Frage gestellt:</p>
<p><em>Sollte ich von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum lesen, werden ihre Geschichten bei mir einen stärkeren Widerhall finden?</em></p>
<p>Die Vermutung war, dass Geschichten, deren SchriftstellerInnern einen ähnlichen kulturellen Hintergrund und ähnliche Lebenserfahrungen wie ihre LeserInnen aufweisen, mit diesen eine stärkere emotionale Verbundenheit herstellen können.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, dass die fiktive Lebensgeschichte von Samir viele Parallelen zu meiner Lebensgeschichte hätte. Dennoch war das Lesen des Buches von Pierre Jarawan für mich eine sehr intensive- aber auch eine schmerzhafte Erfahrung. Sehr oft drifteten Erinnerungen in mir an die Oberfläche, welche ich verarbeitet oder begraben geglaubt hatte. Noch Tage nach dem Beenden des Buches bin ich mit dem Aufräumen meiner Gefühlswelt beschäftigt. Ich glaube, dass das Buch „Am Ende bleiben die Zedern“ bis derzeit zu den wenigen Romanen zählt, die bei mir so sehr ins Schwarze getroffen haben.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob weitere Bücher von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum eine ähnliche Wirkung bei mir erzielen werden. Und in diesem Sinne geht es weiter mit Elif Shafak, einer beliebten türkischen Romanschriftstellerin, die in türkischer und englischer Sprache veröffentlicht:</p>
<p><figure id="attachment_848" aria-describedby="caption-attachment-848" style="width: 4160px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-848 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" alt="" width="4160" height="3120" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg 4160w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-768x576.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4160px) 100vw, 4160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-848" class="wp-caption-text">&#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak.</figcaption></figure></p>
<p>Mein nächster Halt auf meiner Weltlesereise sind Oxford &amp; Istanbul. Das dazugehörige Buch: &#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak. Von der Schriftstellerin habe ich über die Bloggerin <u><a href="https://lost-in-written-words.blogspot.de/">Elif</a></u> gelesen. Sie schien sehr begeistert zu sein von Elif Shafak. Da meine Neugierde so groß war, habe ich mich für den neuesten Roman aus der Feder der Schriftstellerin entschieden!</p>
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		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Libanon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 12:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner Lese-Challenge „Around the World“ und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Lese-Challenge „Around the World“</a></u> und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren, wie die Literaturwelt des Afrofuturismus&#8217; aussieht und ein passendes Buch finden.</p>
<p>Bevor ich wieder nach Afrika reise, geht die Reise deshalb erstmal in Vorderasien weiter. Mit „Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan geht es von Deutschland nach Beirut, Libanon.</p>
<p><figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-786 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">Am Ende bleiben die Zedern von Pierre Jarawan</figcaption></figure></p>
<p>Über das Buch habe ich das erste Mal im Blog <u><a href="http://kaffeehaussitzer.de/pierre-jarawan-am-ende-bleiben-die-zedern/">Kaffeehaussitzer</a></u> (Uwe Kalkowski) gelesen. Spannend an diesem Buch fand ich die Thematik der Sehnsucht nach einer vermeintlichen Heimat der in Deutschland geborenen Kinder einer Flüchtlingsgeneration. Obwohl diese Kinder hier geboren und/oder ausgewachsen sind, machen sie sich die Sehnsucht nach der elterlichen Heimat durch die wiederholten und lebendigen Erzählungen der Eltern unbewusst zu eigen.</p>
<p>Ich selbst kenne dieses Gefühl und habe in meinem Artikel &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2017/10/03/heimat-was-am-ende-uebrig-bleibt/">Heimat &#8211; was am Ende übrig bleibt</a></u>&#8221; diese Zwiespalt thematisiert. Schon die ersten Seiten des Buches &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; rufen in mir Erinnerungen wach von erwachsenen Menschen, die mit glänzenden Augen und einem melancholischen Ton von ihrer Heimat erzählen und ihre Sehnsüchte auf mich als Kind übertrugen. Als Kind ist es schwer, die eigenen Wünsche, Gedanken und Sehnsüchte von denen der nahestehenden Erwachsenen zu unterscheiden. Kinder sind besonders empfänglich für die geäußerten Sehnsüchte ihrer Umgebung. Solche lebendigen Erzählungen beflügeln ihre kindliche Fantasie und bergen die Gefahr in sich, Kinder in Bezug auf ihre eigenen Wünschen und Gedanken so sehr zu beeinflussen, dass später eine Identitätskriese folgen kann. Was sind meine eigenen Wünsche, was sind die Wünsche meiner Eltern? Wer bin ich und was will ich? Wo gehöre ich hin?</p>
<p>Ich bin gespannt, wie der Protagonist Samir El-Hourani mit diesen Diskrepanzen umgehen und ob er letztendlich eine Lösung für sich finden wird.</p>
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		<title>Weltlesereise &#8211; Melem reist mit Büchern um die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 07:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte, mehr Bücher von Writers of Color und internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, reiht sich diese Weltlesereise schön in mein vorangegangenes Vorhaben ein.</p>
<p>Eine Liste für das ganze Jahr habe ich dazu nicht erstellt und das werde ich auch nicht. Ich werde lediglich beim Kauf neuer Bücher auf das eine oder andere Detail achten und versuchen, bewusst solche Bücher zu kaufen. Neben der Tatsache, dass der Schauplatz im Ausland spielen sollte, möchte ich zwei weitere Kriterien ins Auge fassen:</p>
<ul>
<li>Ich will darauf achten, mehr von weiblichen Writers of Color zu lesen</li>
<li>Ich will mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum lesen</li>
</ul>
<p>Meine nächste und erste Reise beginnt schon in Lagos in Nigeria, der bevölkerungsreichsten Stadt Afrikas und einer der bevölkerungsreichsten der Welt. Es handelt sich um ein&nbsp;Science-Fiction Buch und heißt &#8220;Lagune&#8221; von Nnedi Okorafor, einer nigerianisch-amerikanischen Schriftstellerin und Professorin für Creative Writing an der University of Buffalo.</p>
<p><figure id="attachment_755" aria-describedby="caption-attachment-755" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-755 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-755" class="wp-caption-text">Lagune von Nnedi Okorafor</figcaption></figure></p>
<p>Ich freue mich schon auf die Weltreise!</p>
<p>Update:</p>
<p>-&gt; nächster Halt ist im <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">Libanon mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u></p>
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			</item>
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		<title>Die Anfänge einer Bücherleserin</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/10/07/die-anfaenge-einer-buecherleserin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Oct 2017 09:18:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihre helle Stimme hob sich, sodass sie bis zur hintersten Ecke des lichtdurchfluteten Klassenraumes drang; voll mit Leben erzählte sie von Abenteuern, drängte sich in mein Ohr &#8211; und verabschiedete sich in Sekundenschnelle. Ich erinnere mich, wie mir das linke Auge in Intervallen zuckte und die Stimme der Lehrerin wie das lästige Summen der Biene...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_490" aria-describedby="caption-attachment-490" style="width: 2100px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/10/Girl-Reading-Book-statue-at-library-in-Pleasanton-CA.jpg" target="_blank" rel="attachment wp-att-490 noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-490 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/10/Girl-Reading-Book-statue-at-library-in-Pleasanton-CA.jpg" alt="Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA" width="2100" height="1300"></a><figcaption id="caption-attachment-490" class="wp-caption-text"><em style="font-size: revert; color: initial;">Ich habe vor kurzem diesen alten Text gefunden, als ich in meinen alten Unterlagen gekramt habe. Dabei handelt sich um einen Text für die Schülerzeitung, für die einige Schüler ihre Leseerlebnisse beschrieben haben. Ich dachte, ich teile meine ersten Erfahrungen mit Büchern hier mit euch. Würde mich freuen, wenn ihr auch von euren Erfahrungen berichten würdet :)</em></figcaption></figure></p>
<p>Ihre helle Stimme hob sich, sodass sie bis zur hintersten Ecke des lichtdurchfluteten Klassenraumes drang; voll mit Leben erzählte sie von Abenteuern, drängte sich in mein Ohr &#8211; und verabschiedete sich in Sekundenschnelle. Ich erinnere mich, wie mir das linke Auge in Intervallen zuckte und die Stimme der Lehrerin wie das lästige Summen der Biene in mein Ohr einsickerte und bald monoton wurde. Wie mich das anödete, wenn sie die Vorlesungsstunden ankündete! Am liebsten hätte ich meinen Kopf mit dem Tisch bekannt gemacht und dabei wäre es auch geblieben. Es wäre eine interessante und laute Bekanntschaft gewesen. Mein Kopf und der Tisch gesellen sich zusammen, und ich bin Gott weiß wo.</p>
<p><em>Bin ich ein Müßiggänger? Habe ich keine Beschäftigung? – Ja, es ist traurig &#8230; („Leonce und Lena“ von Georg Büchner)</em></p>
<p>Nach ein paar Seiten würde sie immer wieder für sechs Sekunden schweigen (Was die Leute nicht Alles aus Langeweile treiben!), aufblicken, mit ihren grauen, um die Winkel sanft gealterten Augen in die Runde blicken und fragen: „Was habt ihr mit geschlossenen Augen gesehen, während ich die paar Seiten gelesen habe?“<br />
Ich an ihrer Stelle hätte gefragt, ob jemand eingeschlafen sei, denn wahrlich, durch die darauf folgende Stille hätte man doch meinen können, alle wären mit Freddy in der Traumwelt friedlich spazieren gegangen. Fast alle. Ein schmächtiger Arm mit weitem, dunklem Ärmel hob sich stets schüchtern empor und beantwortete die Frage mit einer erstaunlich detaillierten Wiedergabe, und ich fragte mich, ob er insgeheim das gleiche Exemplar des Buches unter dem Tisch versteckt aufgeschlagen habe. Streber. Wie oft ich doch versuchte, den Jungen mit Blicken aufzuspießen! Nicht nur, dass er ein super Gedächtnis besaß, nein, er sah auch komplett wie ein Idiot aus. Kaum zu glauben, dass jemand sich mit dermaßen in alle Himmelsrichtungen zerstrubbeltem, kurzem, nachtschwarzem Haar auf die Straße traute, mit einer drei Nummern zu großen Jeans und grünem Pulli. Zu allem Überfluss trug er auch noch eine runde Brille, deren Bügel tatsächlich mit Klebeband befestigt waren. „Streber. Bücherwurm.“ Das und ähnliches waren immer meine Gedanken, wenn ich Florian durch einen unglücklichen Zufall begegnen musste. <span id="more-577"></span></p>
<p>Dass er <em>the splitting image of my to-be-hero</em> sein würde, kam mir nicht in den Sinn. Kann mir auch kaum jemand verübeln. Denn wer konnte schon ahnen, dass die Bücherhasserin in rund drei Jahren selber das Buch, das die Lehrerin so oft in den Händen hielt und von dem sie nur Schnee und einen fliegenden Zug (später sollte er sich als ein fliegendes Auto entpuppen) in Erinnerung hatte, an einem einzigen Tag verschlingen und binnen kurzem ein(e) Harry-Potter-Fan(atikerin) werden würde? Dass ich den ersten Band der Potter-Reihe aufgeschlagen hatte, war nur einer äußersten Notwendigkeit zu verdanken. Während einer der Wandertage in der 7. Klasse ging man in den 1. Film der Serie. Ich täuschte Erkältung vor und blieb zu Hause. Im nächsten Jahr war Film Nummero 2 dran, und ich konnte dieselbe Nummer nicht noch einmal durchziehen. Deswegen durchkämmte ich alle Videotheken nach Film 1 &#8211; mit null Resultaten. Mit Ausweis und polizeilicher Anmeldung ausgestattet, stampfte ich zur Amerika-Gedenkbibliothek, ließ mir einen Bibliotheksausweis aushändigen und lieh mir das verhasste Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ aus. Am darauf folgenden Tag rannte ich wie eine Besessene zur Bibliothek und war vor Mitternacht noch mit Band 2 „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ fertig.</p>
<p>Innerhalb einer Woche hatte ich alle bis dahin vier erschienenen Bände durch und ein Hunger erwachte in mir, den ich bis heute kaum zu stillen vermag. Wolfgang und Heike Hohlbeins Romane, dick und mit schwarzem Bucheinband, der alle Farben und Blicke zu verschlingen schien, waren neben die Potter-Bände aufgereiht, und wie es dem Zufall beliebte, waren sie ebenfalls Fantasy-Romane. Band 1 der Märchenmond-Trilogie erinnerte mich stark an die Potter-Welt und sehr bald fand ich mich am Ende der Fantasy-Regale in der Jugendbibliothek wieder. Rechts und links befanden sich Bücher über Pferde und noch etliche kitschige Bücher, deren Covers und Titels ich aus meinem Gedächtnis verbannt habe, nur mein angewiderter Blick im Angesicht der rosa changierenden Einbände blieb hängen. Wie sich herausstellte, habe ich durch den direkten Einstieg in die Fantasiewelt eine Abneigung gegen jegliche Normalität entwickelt, erst recht gegen typische Mädchenromane.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass sämtliche Fantasy-Romane einen männlichen Protagonisten besaßen, war es auch kein Wunder. „Dreizehn“ von Wolfgang und Heike Hohlbein kannte ich am Anfang nicht. Das Buch ein Jahr später in einem Regal vorzufinden, war eine wahre Freude für mich, und umso mehr schockierte es mich, eine Protagonistin vorzufinden. Ich kam mir deplatziert und verwirrt vor. Wenn ich jetzt zurückblicke, empfinde ich es als eine Beleidigung, nur wenige Fantasy- Romane mit einer Protagonistin vorzufinden. Abenteuer, Kämpfe, heldenhaftes Handeln, dies sollte nicht eine männliche Domäne bleiben, sie ist es auch nicht. Auch ein Mädchen/eine Frau ist durchaus in der Lage zu kämpfen, sie kennt auch das harte Leben in der Realität, weiß, was es heißt, für ihre Rechte zu kämpfen und Risiken einzugehen. Sie kennt Gefahren, sie mag auch Spott und Diskriminierung kennen, also warum sollte ihr nicht mehr Platz in der Fantasy-Welt gegeben werden?</p>
<p>Als ich in meinen Augen nichts Lesetaugliches mehr vorzufinden vermochte, dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis ich endlich etwas Handfestes wieder fand. Monate, die mir wie Jahre erschienen. Doch etwas Gutes hatte das mit sich gebracht: Anstatt greifbare Geschichten wandte ich mich der neu entdeckten, bequemeren und elektronischen Variante zu: Geschichten aus dem Internet. Tschüs, ihr (zwanzig Minuten) langen, eiskalten Wintermärsche zur Amerika-Gedenkbibliothek! Nur nannte man diese Geschichten nicht mehr Geschichten, sondern FanFiktions (FF). Der Unterschied zu der klassischen Geschichte bestand darin, dass FFs auf Bücher, die in der materiellen Welt existierten, basierten und von Fans geschrieben waren. Und, die Potter-Fanatikerin, die ich war, las nur HP-FFs. Die Anzahl dieser FFs war auch im Vergleich zu anderen Büchern/Serien/Filmen dramatisch höher. Keine andere Geschichte erfreute sich einer dermaßen großen Beliebtheit oder kam ihr auch nur im Geringsten nahe. Jeden auch nur schlecht oder dichterisch meisterhaft geschriebenen Mist verschlang ich mit den Augen. Es ging so weit, dass ich in den Ferien und übers Wochenende fünfzehn Stunden vor dem PC lesend hockte, das Essen vergaß, nur die linke Hand zum Hinunterrollen der Seiten bewegte und alles andere an mir vorbeihuschte.</p>
<p>Nur war der deutschsprachige Raum der FFs nicht gerade riesig. Durstig nach mehr wandte ich mich mit Widerwillen den englischen FFs zu. Und noch ein Vorteil offenbarte sich mir. Hatte ich am Anfang große Schwierigkeiten mit englischen Vokabeln, musste ich nicht nach einem tonnenschweren Wörterbuch greifen. Ein Klick auf Google unter Sprachtools und ich konnte das unbekannte Wort dort eingeben (EINGEBEN nicht SCHREIBEN! Dazu musste ich nur das Wort markieren, kopieren und einfügen!) und tatütata! Die deutsche Übersetzung erschien im Nu. Musste ich zu Anfang zwanzig Wörter in einem Absatz übersetzen, benutze ich nun in den seltensten Fällen noch Google oder dict.cc, um ein buchlanges FF zu lesen. Und ganz nebenbei, ohne mir dessen bewusst zu werden, lernte ich die englischen Sprach-/Satz- /Grammatikregeln und was sonst noch dazu kam. Fragte man mich jetzt, was das Past Perfect von dem Verb xyz wäre, bliebe die Frage unbeantwortet, doch beim Texteverfassen gerate ich selten ins Stocken, weil ich die passende Form/Zeit kenne. Einziges Problem hierbei liegt dar in, dass man nur liest, und nicht hört. Dementsprechend schlecht ist das Prononcieren der englischen Wörter. Ärgerlich. Das Lesen von FFs hat mir immer Spaß bereitet und noch heute lese ich welche, nur nicht auf HP reduziert, sondern auch FFs aus dem Anime &amp; Manga Bereich.</p>
<p>Aber zugegeben, der Reiz bestand und besteht nicht überwiegend in den Titeln, eher in der Grenzüberschreitung der FF-Autoren. Sie benutzen die Figuren, um über Themen zu schreiben, die in keinem Buch bei keinem Verlag je veröffentlicht werden würde: NC 17, oder anders ausgedrückt ADULT, und das so detailliert, man müsste rot vor Scham werden. Ich glaube aber, ich sollte hier meine Grenzen nicht überschreiten &#8211; zugunsten der Nichtzensierung, Grenzen, die die FF-Welt nicht kennt.</p>
<p>Mit einer nun besser beherrschten Sprache, traf ich wieder seit langem in der Amerika-Gedenkbibliothek ein und verließ mit ein paar englischen Büchern das Gebäude . „Inkheart“ aus der Inkworld-Trilogie (aus dem Deutschen ins Englische übersetzt!) von Cornelia Caroline Funke (So hört die traurige Geschicht’! Sie ist ein Fantasy-Roman!) war erstaunlich schnell durchzulesen. Ich habe durch die FFs ein dermaßen großes Vokabular in mir angereichert, dass es eine Leichtigkeit war, echte Bücher zu lesen. Ich war erstaunt. Die „Barry Trotter“ -Bücher hingegen waren allerdings eine reine Quälerei. Unter all den englischsprachigen Büchern, die ich derzeit gelesen habe, war/ist „The Stranger“ von Albert Camus (diesmal aus dem Französischen übersetzt!!) das Ausdrucksstärkste bisher. Nicht mal die deutsche Übersetzung war derart schön.</p>
<p><em>With death so near, Mother must have felt like someone on the brink of freedom, ready to start life all over again. [&#8230;] To feel [the universe] so like myself, indeed, so brotherly, made me realize that I’d been happy, and that I was happy still. For all to be accomplished, for me to feel less lonely, all that remained to hope was that on the day of my execution there should be a huge crowd of spectators and that they should greet me with howls of execration.</em></p>
<p>Es dauerte eine kurze Weile, um zu erkennen, dass ich Eifersucht gegenüber dem atheistischen Protagonisten empfand. Wie konnte er kurz vor seinem Tode, sein ganzes Leben lang, Ruhe und Frieden in sich bewahren, die ich nicht haben konnte? Hatte ich kein Recht darauf? Am liebsten hätte ich in diesem Moment das vergilbte, beschmierte, im Jahre 1986 gedruckte Buch ins Feuer gelegt. Seit fünf Jahren lieg es nun bei mir, Monat um Monat von der Bibliothek verlängert, und noch immer blättere ich darin herum, lese die letzten Seiten und der Neid vermindert sich nicht.</p>
<p><em>Ach! Was hab’ ich euch nicht alles zu erzählen.[&#8230;] Ich kann vor Tränen nicht zu Worte kommen. („Turandot“ von Schiller)</em></p>
<p>Den Zugang zu den herrlichsten Literaturbüchern in ihrer prächtigsten Form entdeckte ich erst jetzt. Die Klassiker sind mir die Liebsten. Mag sein, dass sie neben der neueren Literatur inhaltlich einfach gestrickt erscheinen, doch der literarische Stil ist weitaus graziöser. Während die neusten Bücher eine noch „normale“ Sprache verwenden, findet man bei Goethe, Schiller usw. raffinierte und mit großer Mühe angefertigte Verse, mit Metrum und das komplette Paket.</p>
<p><em>Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt („Faust I“ von Goethe)</em></p>
<p>Wie würde wohl ein heutiger Autor das formulieren? Vielleicht so: Sorry, dass ich nicht so große Töne spucken kann wie der werte Goethe, auch wenn mich alle auslachen sollten! Klagt ihr etwa in der Schule, die Klassiker seien eures Niveaus unwürdig und wollt modernere Literatur? Dabei solltet ihr erfreut sein mit den einfach gestrickten Sachverhalten, denn je moderner und zeitnaher die Literatur wird, desto komplexer wird deren Psychologie und umso schwieriger die Analyse in den Arbeiten. Da müsste man doch Freuds Bücher wälzen und als Basiswissen unbedingt in den Lehrplan einbringen. Nehmt „Die Räuber“ von Schiller und „Mephisto“ von Klaus Mann in die Hand (schon allein die Seitenanzahl der modernsten Literatur steigt stetig) und versucht auf die Schnelle was zu analysieren/interpretieren! Gegen das Argument, die Sprache sei bei „ Mephisto“ doch leichter zu verstehen, könnte ich einwenden, dass eben dies eine weitere Hürde bei der Sprachanalyse sein könnte, denn da müsste man genauer hinschauen, so raffiniert und leicht zu übersehen sind die stilistischen Mitteln eingebaut. Doch „Mephisto“ nebenbei zu lesen, ohne Analyse, dagegen habe ich nichts einzuwenden.<br />
Ich bedauere es sehr, dass wir keine Weltliteratur in der Schule behandeln. Weder russische noch polnische, arabische, persische, japanische, chinesische, portugiesische Literatur, und nicht einmal die deutsche Übersetzung davon, kriegen wir zu lesen!</p>
<p><em>And if I can&#8217;t have everything well then just give me a taste!</em></p>
<p>So vieles entgeht uns dadurch! Wer möchte jedem von uns versichern, dass nur durch die deutsche Literatur der Mensch Interesse am Lesen entwickelt? Wenn diese törichten Gesetzgeber doch nur wüssten, wie beflissen sie unsere Gefühle befördern, in dem sie sich das Recht anmaßen, den Menschen Satzungen aufzuerlegen.</p>
<p><em>Sich keinen Deut um Gesetze zu scheren, sie samt und sonders zu brechen, mein Freund, dies ist die wahre Kunst, Wollust zu empfinden. Erlerne diese Kunst und zerreiße alle Zügel.</em></p>
<p>„Justine oder vom Missgeschick der Tugend“ und „Die 120 Tage von Sodom“ von Marquis de Sade, „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch und „Geschichte der O“ von Dominique Aury musste ich immer heimlich lesen. Gott bewahre, hätte jemand zu Hause die Illustrationen von „Die 120 Tage von Sodom“ erblickt, wäre ich in der Psychiatrie gelandet! Dabei muss ich gestehen, wie anstrengend das Weiterlesen war. Alle zugleich faszinierend und doch abscheulich. Beim Anblick so vieler Bücher wird der Drang, selber etwas zu hinterlassen, mächtig. Bei dem Gedanken, etwas selber zu veröffentlichen, erscheint immer wieder dasselbe Bild vor meinem inneren Auge. Eine verwüstete Stadt breitet sich vor dem Auge aus, die Straßen über und über mit Schutt und Asche bedeckt und der Himmel mit tiefhängenden Wolken, die ihn verdecken, und fallendem Schnee, der schmitzt, sobald er den heißen Boden berührt. Das Ergebnis eines Atombombenangriffs. Überall das gleiche Bild. Und bei der Vorstellung tönen mir die Verse von Nine Inch Nails immer und immer wieder in den Ohren:</p>
<p>&lt;</p>
<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;&gt;<em>Shame on us</em><br />
<em> Doomed from the start</em><br />
<em> May God have mercy</em><br />
<em> On our dirty little hearts</em><br />
<em> Shame on us</em><br />
<em> For all we&#8217;ve done</em><br />
<em> And all we ever were</em><br />
<em> Just zeros and ones</em></p>
<p>Und inmitten dieser Ruinen bückt sich eine hagere Gestalt, wühlt inmitten des Verfalls nach etwas Essbarem und zieht ein teilweise verbranntes Blatt empor. Meine Geschichte! Was wird von mir übrig bleiben, wenn ich nicht mehr da bin?</p>
<p><em>I write so I shan’t fade away. In every writing, I leave a piece of me, a memory, an ideal, a feeling, something. I write as I live, spontaneously, chaotically. I write so I will remember. I write, because I’m still alive (von einem HP-Fan im Internet).</em></p>
<p>Wenn man mir vorwerfen möchte, meine Geschichten, mein Überbleibsel, seien trübselig, dann sage ich, es tue mir gut, das Depressive in mir herauszudrängen, es aus mir herauszuziehen wie ein Wahnsinniger sein Herz herauszieht, weil er sein Pochen nicht mehr ertragen mag.</p>
<p><em>Schreiben ist mein Ort und vielleicht bin ich selbst eine Sadistin, will die ultimative Kontrolle über die Wirklichkeit, mit meinem Messer Worte schnitzen, Narben hinterlassen, gegen die andere Geliebte vergeblich protestiert haben.</em></p>
<p>So ist es in „Verführungen“ von Andrea Krug und Dagmar Schadenberg beschrieben worden. Doch noch bin ich nicht soweit. Je öfter ich meine Geschichten lese, desto falscher kommen mir diese Aneinanderreihung von Wörtern vor, desto bedeutungsloser werden sie, so normal! Ich erkenne kein Stil darin, keine literarische Sprache, keine Begabung und umso mehr hasse ich mich dafür. Sehe ich mir die Tagebucheintragungen von Max Frisch an, so zweifle ich an meinen Fähigkeiten. Ich muss besser werden. Ich muss mehr lesen, mehr lernen.</p>
<p><em>Nur zwei Buchstaben unterscheiden verlieren von verloren. („Vincent“ von Joey Goebel</em>)</p>
<p>Vielleicht werde ich eines Tages nicht mehr nur vor dem Schaufenster stehen und mir die Brillen ansehen, sondern mutig genug sein, um eine zu kaufen und deren Gelenke mit ein Stückchen Klebeband zu befestigen. Vielleicht werde ich auch in der Lage sein zu sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„I’m so happy that I could die.“ (Pia Dehne)</em></p>
<p>Beitragsbild: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/15244245608" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA</a></span> von <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jay Galvin</a></span>. Lizenz: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)</a></span>; unverändert; Die Originaldatei ist <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/15244245608" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a></span> zu finden.</p>
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		<title>Fallschirmsprung trotz Höhenangst &#8211; Ein Erfahrungsbericht: Skythief mal anders definiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 10:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensziele]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es begann alles mit einem Geburtstagsgeschenk für meinen jüngeren Bruder. Er hatte die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, eine davon war ein Tandem-Fallschirmsprung in/um Berlin. Das Angebot war verlockend für ihn, aber die Aussicht so ein Wagnis allein einzugehen, ließ ihn noch zögern. In diesem Moment seines Zögerns beging ich den Fehler, ihm anzubieten, mit zu...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_349" aria-describedby="caption-attachment-349" style="width: 1500px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/finaldestination.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-349 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/finaldestination.jpg" alt="finaldestination Skydiving Tandemsprung" width="1500" height="526" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/finaldestination.jpg 1500w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/finaldestination-300x105.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/finaldestination-1024x359.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a><figcaption id="caption-attachment-349" class="wp-caption-text">Bereit für einen Tandem-Fallschirmsprung? Final destination mal anders o_O!</figcaption></figure></p>
<p>Es begann alles mit einem Geburtstagsgeschenk für meinen jüngeren Bruder. Er hatte die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, eine davon war ein Tandem-Fallschirmsprung in/um Berlin. Das Angebot war verlockend für ihn, aber die Aussicht so ein Wagnis allein einzugehen, ließ ihn noch zögern. In diesem Moment seines Zögerns beging ich den Fehler, ihm anzubieten, mit zu springen. Dabei habe ich eigentlich Höhenangst! Höhenangst in dem Sinne, dass mir beim Anblick von Höhen die schlimmstmöglichen, entsetzlichsten, grausamsten Vorstellungen, wie ein Sturz schief gehen könnte, durch den Kopf schießen und mir wegen meiner eigenen Vorstellung schwindelig und übel wird.</p>
<p>Als ich ihm anbot, mitzumachen, habe ich sehr daran gezweifelt, dass ich vor meiner baldigen Abreise noch einen gemeinsamen Termin für einen Tandem-Fallschirmsprung in der Nähe finden könnte. Ich wollte ihn nur dazu bewegen, einfach Ja zu sagen, auch wenn ich nicht mitspringen würde, denn ich war schon überzeugt, dass ich nicht springen würde… aber da ich das Spiel begonnen hatte, musste ich es auch zu Ende spielen. Nach ein paar Recherchen und einem einzigen Anruf stand ich vor der Tatsache, dass in vier Tagen ein gemeinsamer Termin feststand Ein Rückzieher stand nicht mehr zur Option und irgendwie übte die Vorstellung, über den Wolken zu sein auch auf mich mit meiner Höhenangst eine Faszination aus, Nervenkitzel vorprogrammiert. <span id="more-348"></span></p>
<p>Bis zum Tag X wechselte meine Stimmung von positivem Aufgeregtsein, erwartungsvoller Neugier und weit in die Ferne gerichtetem Blick, voller grauenhafter Bilder vor dem inneren Auge.</p>
<p>Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich bin überzeugt, ich habe es nur bis in den &#8220;Flieger&#8221; geschafft, weil ich mir zwanghaft Mut zugesprochen und meine Furcht mit albernen Aktionen und Posen überspielt habe:</p>
<p><figure id="attachment_351" aria-describedby="caption-attachment-351" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_mutzusprechen.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-351 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_mutzusprechen-1024x488.jpg" alt="skydiving_mutzusprechen" width="720" height="343" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_mutzusprechen-1024x488.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_mutzusprechen-300x143.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-351" class="wp-caption-text">Ein Versuch, sich Tapferkeit einzureden: locker bleiben und wie ein Superheld posen! So tapfer, wie auf dem Bild zu sehen, habe ich mich eigentlich gar nicht gefühlt&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Und als ich in dem verdammten Flieger saß und die Luftlöcher dafür sorgten, dass mein Magen sich anfühlte, als ob er irgendwo da unten aufkrachen würde, habe ich in meinem Kopf nur noch laut geschrien &#8220;ICH WILL RAUS!&#8221;. Aber da mein Bruder hinter mir saß und ich ihm das Erlebnis nicht verderben wollte, habe ich mich echt zusammen gerissen T_T. Als wir über den Cumuluswolken waren, konnte ich nicht mehr nach draußen sehen und musste mich stattdessen auf die Gesichter der Insassen konzentrieren. Gut, dass ich unbewusst an diesem Morgen nichts gegessen hatte&#8230;</p>
<p>Tja, dann kam der Sprung, was soll ich dazu sagen? Für mich hat mein Leben in meinem Kopf genau da geendet. Ich kann mich nur noch bruchstückhaft daran erinnern, was ich während des Sprungs und des freien Falls gedacht habe: dass die Sonne mich kurz blendete; wie groß die Welt und wie klein und nichtig ich doch bin; wie die Erde am Horizont abgeflacht und abgerundet war und dass die Erde tatsächlich rund ist ;-p</p>
<p><figure id="attachment_352" aria-describedby="caption-attachment-352" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_dersprung.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-352 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_dersprung-1024x511.jpg" alt="skydiving_dersprung" width="720" height="359" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_dersprung-1024x511.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_dersprung-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-352" class="wp-caption-text">Der Sprung aus dem Flieger. Sieht atemberaubend aus, aber ich muss gestehen, das war der schreckliste Moment, hier setzte mein Denken fast aus.</figcaption></figure></p>
<p>Kurz bevor unser Fallschirm geöffnet wurde, sind wir durch eine Cumuluswolke gerast und sie hat sich tatsächlich etwas feucht angefühlt.</p>
<p><figure id="attachment_353" aria-describedby="caption-attachment-353" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_freierfall.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-353 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_freierfall-1024x770.jpg" alt="skydiving_freierfall" width="720" height="541" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_freierfall-1024x770.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_freierfall-300x226.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_freierfall.jpg 1511w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-353" class="wp-caption-text">Ich wünschte, ich könnte meine Gefühle zu diesem Zeitpunkt beschreiben, aber die Worte dazu fehlen mir und auch sonst verwischt die Zeit viel zu schnell die Erinnerung an diese intensiven Gefühle.</figcaption></figure></p>
<p>Was danach folgte, war wunderschön. Vielleicht lag es an dem Adrenalin, vielleicht weil der freie Fall das erschreckendste war, da noch offen blieb, ob sich der Fallschirm auch wirklich öffnet, aber woran es auch lag, den Flug nach dem freien Fall habe ich sehr genossen. Dass ich Höhenangst hatte, habe ich in dem Moment ganz vergessen gehabt.</p>
<p><figure id="attachment_354" aria-describedby="caption-attachment-354" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_landung.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-354 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_landung-1024x511.jpg" alt="skydiving_landung" width="720" height="359" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_landung-1024x511.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2015/09/skydiving_landung-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-354" class="wp-caption-text">Wenn der Fallschirm sich öffnet und die Gewissheit da ist, dass das Leben noch nicht zu Ende ist und das Adrenalin auf dem höhchten Punkt ist: für mich der schönste Moment bei der ganzen Aktion!</figcaption></figure></p>
<p>Am Ende musste ich trotzdem feststellen, dass ich eine seeehr bodenständige Person bin :D</p>
<p>Was mir diese Erfahrung gebracht hat? Viel! In den Tagen, Wochen und Monaten danach habe ich gemerkt, wie viel Selbstbewusstsein und Lebensfreude so ein Tandem-Fallschirmsprung mit sich bringt. Besonders im Umgang mit schwierigen Situationen im Arbeitsleben habe ich viel Selbstbewusstsein entwickelt. Wenn ich schon so einen Sprung trotz der nackten Angst, die ich empfunden habe, gewagt und bestanden habe, was ist schon alles andere im Vergleich dazu? Ich habe zwar nach wie vor Höhenangst, aber mir kommt sie nicht mehr so schlimm vor und einen weiteren Tandem-Fallschirmsprung will ich auch noch machen, vielleicht auch Drachenfliegen mal ausprobieren!</p>
<hr>
<p>Ich habe mir oft die Frage gestellt, wie ich diese Aktion bloß geschafft habe. Neben der Erklärung, dass ich meinen Bruder nicht enttäuschen wollte, ist einer meiner besten Erklärungsversuche der, dass ich mich an den Tagen vor dem Sprung und am selbigen Tag zwanghaft an die positive Einstellung geklammert habe, welche ich seit Monaten versuche in jeder Situation zu haben. Ich habe entdeckt, dass es mir leichter fällt, Wagnisse einzugehen, wenn ich den Weg dahin und den Erfolg an sich dokumentiere:</p>
<ul>
<li>indem ich Menschen in meiner direkten Umgebung von meinem Vorhaben erzähle,</li>
<li>indem ich über Social Media wie Twitter meine Entscheidung öffentlich bekunde und mit anderen darüber rede,</li>
<li>indem ich Fotos bis zum Gelingen des Ziels mache,</li>
<li>indem ich die notwendigen Utensilien für das Gelingen des Ziels nach und nach kaufe</li>
<li>und indem ich ein chronologisches Erfolgsbuch führe.</li>
</ul>
<p>Ein Vorhaben bzw. eine Entscheidung öffentlich zu bekunden, bringt ein Verpflichtungsgefühl mit sich, das Vorhaben auch tatsächlich anzugehen und in die Tat umzusetzen.</p>
<p>Sich selbst was vorzugaukeln und sich zu betrügen ist leicht, aber die wenigsten Menschen wollen, dass andere einen als einen Drückeberger sehen oder als eine Person, die nur große Reden schwingt und sich nicht an das eigene Wort hält.</p>
<p>Ich merke auch, dass all diese Möglichkeiten einem helfen, sich einen Rückzug zu verbauen. Es wurden ja schließlich so viele Ressourcen in so ein Vorhaben investiert, sowohl von finanzieller Natur als auch an körperlicher und mentaler Arbeit. Das Führen eines Erfolgsbuchs ist ein zusätzlicher Anreiz, die eigenen Erfolge über die letzten Monate aufzulisten und diese später wieder in Erinnerung zu rufen. Ein Blick in sein Erfolgsbuch kann einem in schwierigen Situationen dabei helfen, sich wieder daran zu erinnern, wie weit man doch gekommen ist. Das kann sehr motivierend sein!</p>
<p>Was meint ihr dazu? Habt ihr andere Möglichkeiten und Wege, wie ihr euch dazu zwingt, eure Vorhaben oder eure Vorsätze in die Tat umzusetzen?</p>
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