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	<title>Literatur &#8211; Melem Bayati</title>
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	<description>Alltagsnotizen einer Biologin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 Jul 2023 09:11:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Melems literarische Weltreise 2018 &#8211; Ein erster Versuch</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2018/12/31/melems-weltreise-2018-ein-erster-versuch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2018 11:29:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher lesen. Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Anfang des Jahres bin ich eine Herausforderung eingegangen: Ich wollte ich diesem Jahr mehr Bücher </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>von weiblichen Writers of Color und</li>



<li>mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum</li>
</ul>



<p>lesen. </p>



<p>Dieses Jahr entpuppte sich für mich als ziemlich turbulent. Aufgrund einer Weiterbildung, eines Praktikums in einer anderen Stadt und eines anschließenden Umzuges habe ich das Gefühl gehabt, dieses Jahr nicht viel zum Lesen gekommen zu sein. Gerade mal 20 Bücher habe ich dieses Jahr lesen können! Wobei Lesen allein nicht ganz zutreffend ist. Wegen extremen Pendelfahrten bin ich teilweise auch auf Hörbücher umgestiegen.<span id="more-982"></span></p>



<p>Ihr seht, meine Liste ist nicht lang:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong><em>Dina Nayeri – Refuge (dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</em></strong></li>



<li><strong>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</strong></li>



<li><strong><em>Yaa Gyasi – Heimkehren</em></strong></li>



<li><strong><em>Toni Morrison – Gott, hilf dem Kind</em></strong></li>



<li><strong><em>Nnedi Okorafor- Lagune</em></strong></li>



<li><strong>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</strong></li>



<li><strong><em>Elif Shafak &#8211; Der Geruch des Paradieses</em></strong></li>



<li><strong><em>Angie Thomas &#8211; The Hate U Give</em></strong></li>



<li><em>Katharina Hagena &#8211; Das Geräuch des Lichts</em></li>



<li><em>Mariana Leky &#8211; Was man von hier aus sehen kann</em></li>



<li><em>Ursula K. Le Guin &#8211; Die linke Hand der Dunkelheit</em></li>



<li><em>Naomi Alderman &#8211; Die Gabe</em></li>



<li><em>Anna Ruhe &#8211; Die Duftapotheke</em></li>



<li><em>Stephenie Meyer – The Chemist</em></li>



<li>Martin Suter – Elefant</li>



<li>Sebastian Niedlich &#8211; Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens</li>



<li>Thees Uhlmann &#8211; Sophia, der Tod und ich</li>



<li>Walter Moers &#8211; Das Labyrinth der träumenden Bücher</li>



<li>Walter Moers – Weihnachten in der Lindwurmfeste</li>



<li>Kai Meyer &#8211; Die Seiten der Welt</li>
</ol>



<p>Für meine erste Challenge sieht die Bilanz dennoch nicht schlecht aus: 12/20 der Bücher sind von Schriftstellerinnen geschrieben, darunter 6 Writers of Color + 2 weitere männliche Writers of Color.</p>



<p>Meine Jahreshighlights waren auch Bücher von Writers of Color:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li> Yaa Gyasi – Heimkehren </li>



<li>Dina Nayeri – Refuge (Dt. Titel: Drei sind ein Dorf)</li>



<li>Mohsin Hamid &#8211; Exit West</li>



<li>Pierre Jarawan &#8211; Am Ende bleiben die Zedern</li>
</ol>



<p>Yaa Gyasis Werk <em>Heimkehren</em> war bei weitem die beeindruckendste Geschichte. Zudem habe ich <em>Heimkehren </em>als Hörbuch gehört und das war ein besonderes Erlebnis! Jedes Kapitel, das aus der Perspektive eines anderen Charakters geschrieben wurde, wurde auch von einer anderen VorleserIn gelesen. So ergaben sich 14 VorleserInnen für das gesamte Buch, was das Hörerlebnis zu etwas ganz Besonderem machte!</p>



<p>Was die besuchten Länder in Bezug zu meiner Weltreise angeht, so bin ich doch etwas unzufrieden. Neben europäischen Ländern und den USA war die Liste nicht so lang, wie ich es mir zur Beginn der Herausforderung erhofft hatte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Iran</li>



<li>Ghana</li>



<li>Nigeria</li>



<li>Libanon</li>



<li>Türkei</li>
</ul>



<p>Für das nächste Jahr möchte ich diese Herausforderung auf jeden Fall weiterführen. Durch diese Challenge habe ich sehr interessante Bücher, neue Lieblingsbücher und tolle SchriftstellerInnen entdeckt. Ich will noch weitere Länder entdecken. Vermutlich wäre ein Fokus auf einen Kontinent besser. Ich habe mich hier zwar noch nicht entschieden, ob ich mich tatsächlich so sehr einschränke, aber ich würde gerne weitere SchritstellerInnen vom afrikanischen Kontinent kennenlernen. Mit <em>Die Hälfte der Sonne</em> und <em>Americanah</em> von Chimamanda Ngozi Adichie geht es auf jeden Fall im nächsten Jahr auch in Afrika weiter.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2048" height="1365" src="https://i0.wp.com/blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg?fit=720%2C480" alt="" class="wp-image-985" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff.jpg 2048w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-300x200.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-768x512.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/12/Melems-Lesestoff-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></a></figure>



<p>Nun da ich mehr Bücher von Writers of Color habe, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein Bücherregal in Zukunft gestalten möchte. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Bücher von Writers of Color so anzuordnen, dass sie in einem Regal beisammen sind, so dass ich einen schnellen Überblick habe, wie viele Bücher ich von Writers of Color habe und ob der Bestand über die Zeit schnell oder langsam wächst. Ein weiterer Hintergrundgedanke ist auch, dass dieses Regal BesucherInnen sofort ins Auge fallen soll und hoffentlich ihr Interesse für solche Bücher und ihre AutorInnen weckt. Durch die leichte Zugänglichkeite erhoffe ich mir, dass sie sich das eine oder andere Buch öfter mal ausleihen und ihr Bewusstsein dafür gestärkt wird, selber nach ähnlichen Büchern und SchriftstellerInnen zu suchen.<br></p>
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			</item>
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		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Oxford &#038; Istanbul</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2018 11:31:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Die zweite Station meiner Weltlesereise führte mich mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise. Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweite Station meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Weltlesereise</a></u> führte mich mit <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">&#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u> nach Libanon. Das Buch war für mich auf vielerlei Weise eine abenteuerreiche Reise.</p>
<p>Die Geschichte handelt von Samir, dessen Eltern vor dem libanesischen Bürgerkrieg nach Deutschland flohen. Samir wächst zunächst behütet auf und erlebt eine idyllische Kindheit in Deutschland, bis sein Vater spurlos verschwindet. Dies ist der Auftakt zum Beginn einer schmerzhaften Lebensphase Samirs, in der er heranwächst und sich aufgrund der er sich Jahre später auf die Suche nach dem Vater machen muss, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Alles weist darauf hin, dass er nur im Libanon der Wahrheit und damit seinem Vater auf die Spur kommen kann.</p>
<p>Am Rande der bewegenden Geschichte erfuhr ich einiges über den libanesischen Bürgerkrieg und die politische Dynamik des Nahen Ostens. Besonders aufschlussreich waren die historischen Hintergrundinformationen in Bezug zu den palästinensischen Flüchtlingen im Libanon im Zuge des israelisch-palästinensischen Konflikts. Bis dato war mir nicht so klar, wie sehr die palästinensische Diaspora und ihre Auswirkungen die libanesische Geschichtsschreibung beeinflusst haben.</p>
<p>Wie sehr die komplexen religiösen und politischen Dynamiken ineinander verflochten waren, die sich unweigerlich im libanesischen Bürgerkrieg entluden, wurde mir als Leserin auf eine nicht aufdringliche Art und Weise vermittelt. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, historische Tatsachen in eine spannende erzählerische Handlung zu verpacken, bei der es nach wie vor vordergründig um Samirs Suche nach seinem Vater geht.<span id="more-841"></span></p>
<p>Als ich meine Weltlesereise plante und mir einige zusätzliche Bedingungen auferlegte wie z.B. mehr von internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, habe ich mir eine spezielle Frage gestellt:</p>
<p><em>Sollte ich von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum lesen, werden ihre Geschichten bei mir einen stärkeren Widerhall finden?</em></p>
<p>Die Vermutung war, dass Geschichten, deren SchriftstellerInnern einen ähnlichen kulturellen Hintergrund und ähnliche Lebenserfahrungen wie ihre LeserInnen aufweisen, mit diesen eine stärkere emotionale Verbundenheit herstellen können.</p>
<p>Ich kann nicht behaupten, dass die fiktive Lebensgeschichte von Samir viele Parallelen zu meiner Lebensgeschichte hätte. Dennoch war das Lesen des Buches von Pierre Jarawan für mich eine sehr intensive- aber auch eine schmerzhafte Erfahrung. Sehr oft drifteten Erinnerungen in mir an die Oberfläche, welche ich verarbeitet oder begraben geglaubt hatte. Noch Tage nach dem Beenden des Buches bin ich mit dem Aufräumen meiner Gefühlswelt beschäftigt. Ich glaube, dass das Buch „Am Ende bleiben die Zedern“ bis derzeit zu den wenigen Romanen zählt, die bei mir so sehr ins Schwarze getroffen haben.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob weitere Bücher von SchriftstellerInnen aus dem vorderasiatischen Raum eine ähnliche Wirkung bei mir erzielen werden. Und in diesem Sinne geht es weiter mit Elif Shafak, einer beliebten türkischen Romanschriftstellerin, die in türkischer und englischer Sprache veröffentlicht:</p>
<p><figure id="attachment_848" aria-describedby="caption-attachment-848" style="width: 4160px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-848 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg" alt="" width="4160" height="3120" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak.jpg 4160w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-768x576.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Der-Geruch-des-Paradieses-Elif-Shafak-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4160px) 100vw, 4160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-848" class="wp-caption-text">&#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak.</figcaption></figure></p>
<p>Mein nächster Halt auf meiner Weltlesereise sind Oxford &amp; Istanbul. Das dazugehörige Buch: &#8220;Der Geruch des Paradieses&#8221; von Elif Shafak. Von der Schriftstellerin habe ich über die Bloggerin <u><a href="https://lost-in-written-words.blogspot.de/">Elif</a></u> gelesen. Sie schien sehr begeistert zu sein von Elif Shafak. Da meine Neugierde so groß war, habe ich mich für den neuesten Roman aus der Feder der Schriftstellerin entschieden!</p>
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		<item>
		<title>Weltlesereise, nächster Halt: Libanon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 12:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltlesereise]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner Lese-Challenge „Around the World“ und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwa einer Woche erzählte ich euch von meiner <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/02/weltlesereise-melem-geht-mit-buechern-um-die-welt/">Lese-Challenge „Around the World“</a></u> und meinem ersten Halt in Nigeria, Lagos mit dem Buch „Lagune“ von Nnedi Okorafor. Das Buch reichte zwar nicht an große Science Fiction Romane wie den Dune-Zyklus heran, aber es hat meinen Appetit auf mehr Afrofuturismus geweckt. Nur muss ich erstmal recherchieren, wie die Literaturwelt des Afrofuturismus&#8217; aussieht und ein passendes Buch finden.</p>
<p>Bevor ich wieder nach Afrika reise, geht die Reise deshalb erstmal in Vorderasien weiter. Mit „Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan geht es von Deutschland nach Beirut, Libanon.</p>
<p><figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="wp-image-786 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/Am-Ende-bleiben-die-Zedern-Pierre-Jarawan-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">Am Ende bleiben die Zedern von Pierre Jarawan</figcaption></figure></p>
<p>Über das Buch habe ich das erste Mal im Blog <u><a href="http://kaffeehaussitzer.de/pierre-jarawan-am-ende-bleiben-die-zedern/">Kaffeehaussitzer</a></u> (Uwe Kalkowski) gelesen. Spannend an diesem Buch fand ich die Thematik der Sehnsucht nach einer vermeintlichen Heimat der in Deutschland geborenen Kinder einer Flüchtlingsgeneration. Obwohl diese Kinder hier geboren und/oder ausgewachsen sind, machen sie sich die Sehnsucht nach der elterlichen Heimat durch die wiederholten und lebendigen Erzählungen der Eltern unbewusst zu eigen.</p>
<p>Ich selbst kenne dieses Gefühl und habe in meinem Artikel &#8220;<u><a href="http://blog.skythief.de/2017/10/03/heimat-was-am-ende-uebrig-bleibt/">Heimat &#8211; was am Ende übrig bleibt</a></u>&#8221; diese Zwiespalt thematisiert. Schon die ersten Seiten des Buches &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; rufen in mir Erinnerungen wach von erwachsenen Menschen, die mit glänzenden Augen und einem melancholischen Ton von ihrer Heimat erzählen und ihre Sehnsüchte auf mich als Kind übertrugen. Als Kind ist es schwer, die eigenen Wünsche, Gedanken und Sehnsüchte von denen der nahestehenden Erwachsenen zu unterscheiden. Kinder sind besonders empfänglich für die geäußerten Sehnsüchte ihrer Umgebung. Solche lebendigen Erzählungen beflügeln ihre kindliche Fantasie und bergen die Gefahr in sich, Kinder in Bezug auf ihre eigenen Wünschen und Gedanken so sehr zu beeinflussen, dass später eine Identitätskriese folgen kann. Was sind meine eigenen Wünsche, was sind die Wünsche meiner Eltern? Wer bin ich und was will ich? Wo gehöre ich hin?</p>
<p>Ich bin gespannt, wie der Protagonist Samir El-Hourani mit diesen Diskrepanzen umgehen und ob er letztendlich eine Lösung für sich finden wird.</p>
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		<title>Weltlesereise &#8211; Melem reist mit Büchern um die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 07:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich in der Buch-Bloggerszene rumstöbere, bin ich auf einige spannende Lese-Challenges gestoßen und wollte mich dieses Jahr auch mal an so eine Herausforderung heranwagen. Die Challenge heißt &#8220;Around The World&#8221; und sie lädt dazu ein, als Weltenbummlerin verschiedene Schauplätze unserer Welt mit Büchern zu bereisen. Da ich mir in den letzten Monaten vorgenommen hatte, mehr Bücher von Writers of Color und internationalen SchriftstellerInnen zu lesen, reiht sich diese Weltlesereise schön in mein vorangegangenes Vorhaben ein.</p>
<p>Eine Liste für das ganze Jahr habe ich dazu nicht erstellt und das werde ich auch nicht. Ich werde lediglich beim Kauf neuer Bücher auf das eine oder andere Detail achten und versuchen, bewusst solche Bücher zu kaufen. Neben der Tatsache, dass der Schauplatz im Ausland spielen sollte, möchte ich zwei weitere Kriterien ins Auge fassen:</p>
<ul>
<li>Ich will darauf achten, mehr von weiblichen Writers of Color zu lesen</li>
<li>Ich will mehr von SchriftstellerInnen aus dem afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Raum lesen</li>
</ul>
<p>Meine nächste und erste Reise beginnt schon in Lagos in Nigeria, der bevölkerungsreichsten Stadt Afrikas und einer der bevölkerungsreichsten der Welt. Es handelt sich um ein&nbsp;Science-Fiction Buch und heißt &#8220;Lagune&#8221; von Nnedi Okorafor, einer nigerianisch-amerikanischen Schriftstellerin und Professorin für Creative Writing an der University of Buffalo.</p>
<p><figure id="attachment_755" aria-describedby="caption-attachment-755" style="width: 720px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-755 size-large" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg" alt="" width="720" height="540" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-1024x768.jpg 1024w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-300x225.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2018/01/IMG_20180102_074715-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption id="caption-attachment-755" class="wp-caption-text">Lagune von Nnedi Okorafor</figcaption></figure></p>
<p>Ich freue mich schon auf die Weltreise!</p>
<p>Update:</p>
<p>-&gt; nächster Halt ist im <u><a href="http://blog.skythief.de/2018/01/11/weltlesereise-naechster-halt-libanon/">Libanon mit &#8220;Am Ende bleiben die Zedern&#8221; von Pierre Jarawan</a></u></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Starke historische Frauen in Buch &#038; Film: Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/11/05/starke-historische-frauen-in-buch-film-good-night-stories-for-rebel-girls-100-aussergewoehnliche-frauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 13:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich so viel Positives in der Buchbloggerszene über das Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; gelesen habe, bin ich zur nächsten Buchhandlung gegangen, um mir das Buch einmal genauer anzuschauen. Es dauerte keine Minute und ich hatte mich Hals über Kopf in das Buch verliebt! Hier werden 100 Frauen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich so viel Positives in der Buchbloggerszene über das Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; gelesen habe, bin ich zur nächsten Buchhandlung gegangen, um mir das Buch einmal genauer anzuschauen. Es dauerte keine Minute und ich hatte mich Hals über Kopf in das Buch verliebt!</p>
<p>Hier werden 100 Frauen der unterschiedlichsten Zeitalter und Ethnien&nbsp;von unterschiedlichen Künstlerinnen porträtiert, mit einem kurzen Text auf der linken Seite und einer Abbildung auf der rechten Seite. Es werden Frauen aus ferner Vergangenheit aufgegriffen wie die Jingū, eine Kaiserin Japans, aber auch jüngere Heldinnen unserer Zeit wie Yusra Mardini, eine syrische Schwimmsportlerin, die 2016 mit der ersten Flüchtlingsmannschaft an den Olympischen Sommerspielen teilnahm.</p>
<p>Neben berühmten Frauen wie Amelia Earhart, Marie Curie und Virginia Woolf finden viele weitere Frauen Erwähnung, die ich zwar kannte, aber deren Leistungen ich spontan nicht ausreichend gewürdigt hätte: Julia Child, Coco Chanel, Maria Montessori, Nina Simone um hier nur ein paar zu nennen.<span id="more-611"></span></p>
<p><figure id="attachment_622" aria-describedby="caption-attachment-622" style="width: 1706px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-622 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg" alt="" width="1706" height="416" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls.jpg 1706w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-300x73.jpg 300w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-768x187.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/11/Good-Night-Stories-for-Rebel-Girls-1024x250.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1706px) 100vw, 1706px" /></a><figcaption id="caption-attachment-622" class="wp-caption-text">Illustrationen aus dem Buch &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls &#8211; 100 außergewöhnliche Frauen&#8221; von Elena Favilli &amp; Francesca Cavallo. Von links nach rechts: Amna Al Haddad illustriert von Eline van Dam, Maria Sibylla Merian illustriert von Amanda Hall und Wilma Rudolph illustriert von Alice Barberini.</figcaption></figure></p>
<p>&#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; hat viele Aspekte, die mir besonders gefallen. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Anzahl an nicht-weißen Frauen in diesem Buch. Das Verhältnis zwischen weißen und nicht-weißen Frauen ist annähernd 50:50. Was daran so besonders ist? Es ermöglicht uns allen, uns auch die Errungenschaften nicht-weißer Frauen vor Augen zu führen und ihre Namen und Gesichter zu verinnerlichen. Dieser Punkt ist mir besonders im Bezug zu der jüngeren Generation wichtig, denn ich möchte in der Lage sein, Kindern zu jedem Zeitpunkt Namen und Errungenschaften von Frauen anderer Kulturkreise wie aus der Pistole geschossen auflisten zu können. Ich will nicht lange darüber nachdenken oder gar erst recherchieren müssen, um erst später Kindern solche Frauen zeigen zu können. Ich finde, es gehört zu unserer Verantwortung, in der Lage zu sein, Kindern ähnlich viele weibliche und männliche PionierInnen näher zu bringen, wenn wir eine aufgeklärte und mündige Gesellschaft anstreben.</p>
<p>Ich habe sofort einer Freundin von dem Buch vorgeschwärmt und ihr einige Bilder gezeigt. Wie es aussieht, werden sich demnächst zwei weitere junge Mädchen zu den Glücklichen zählen, dieses wunderbare Buch zu besitzen. Ferner meinte diese Freundin, dass einige geflüchtete Klientinnen, mit denen sie als Heilerziehungspädagogin arbeitet, sich auch darüber freuen könnten.</p>
<p>Ich habe mich gefragt, inwieweit dieses Buch auch für Jungs interessant sein könnte. Sollten wir dieses Buch auch Jungs schenken? Wären sie daran interessiert, obwohl keine männlichen Vorbilder darin zu finden sind? Was meint ihr dazu? Hat irgendjemand vielleicht schon Erfahrungen dazu?</p>
<p>Beim Lesen der porträtierten Frauen habe ich mich gefragt, welche ihrer Geschichten es in Filme geschaft haben. Ich rede nicht von Dokumentarfilmen wie bei Jane Goodall oder einen Auftritt in einer berühmten Serie wie Amelia Earhart in <em>Star Trek: Voyager</em> oder als Schauspielerin wie die US-amerikanische Astronautin und die erste schwarze Frau im All Mae C. Jemison in <em>Star Trek: The Next Generation</em>. Ich wollte herausfinden, ob Filme existieren, deren Schwerpunkt auf dem Leben einer der im Buch aufgelisteten Frauen liegt und dieses in einer erzählerischen Form wiedergibt.</p>
<p>Ich bin auf <strong>10</strong> Filme gekommen, die ins deutsche übersetzt wurden und wollte sie euch hier vorstellen, vielleicht auch als Anreiz, euch die Filme (wieder) anzuschauen.</p>
<p><em><strong>Amelia Earhart &#8211; erste Frau, die den Atlantik überflog: Amelia (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/HwA3JXBwros?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><em><strong>Coco Chanel &#8211; Modeschöpferin: Coco Chanel &#8211; Der Beginn einer Leidenschaft (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/JTZlftr6XOA?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Elisabeth I. &#8211; Königin von England: Elizabeth (1998)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/DyGBwrtIamw?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Frida Kahlo &#8211; mexikanische Malerin: Frida (2002)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Cxl_d9YWPj0?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Jane Austen &#8211; britische Schriftstellerin: Geliebte Jane (2007)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/mOhqqqREif8?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Joan Jett &#8211; US-amerikanische Rockmusikerin: The Runaways (2010)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/pHjL297uyWs?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Julia Child &#8211; US-amerikanische Köchin und Kochbuchautorin: Julie und Julia (2009)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/0yZmlgHqs44?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Marie Curie &#8211; polnische Physikerin und Chemikerin und erste Nobelpreisträgerin: Marie Curie (2016)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/q1gYCi8dogo?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Sophie Scholl &#8211; deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus: Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PKRQHQtyn5A?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><em><strong>Virginia Woolf &#8211; britische Schriftstellerin und Verlegerin: The Hours &#8211; Von Ewigkeit zu Ewigkeit (2002)</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oD2whWFxxB4?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Es gibt drei weitere Filme, die leider in deutscher Sprache nicht verfügbar sind, von denen ich mir wünsche, die würden doch bald auch in deutscher Sprache erscheinen.</p>
<p>Die Brontë-Schwestern &#8211;&nbsp;drei britische Schriftstellerinnen: <u><a href="https://youtu.be/lC8VUfUb-hU" target="_blank" rel="noopener">To Walk Invisible</a></u> (2016)</p>
<p>Mary Kom &#8211; indische Boxerin: <u><a href="https://youtu.be/p5yvpAatpXI" target="_blank" rel="noopener">Mary Kom</a></u> (2014)</p>
<p>Maria Callas &#8211; Opernsängerin: <u><a href="https://youtu.be/6n_f3-y7sW8" target="_blank" rel="noopener">Callas forever</a></u> (2002)</p>
<p>Habt ihr ein historisches weibliches Vorbild, dass ihr gerne verfilmt sehen würdet? Vielleicht wurde in &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; ja bereits von ihr berichtet. Wenn nicht, brauchen wir ja vielleicht ein Teil 2 von &#8220;Good Night Stories for Rebel Girls&#8221; ;D Mir fehlt z.B. Simone de Beauvoir.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der stille Rückzug: Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/10/10/der-stille-rueckzug-ein-erfahrungsbericht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Oct 2017 20:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Werte]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor kurzem habe ich das Buch „Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“ von Dr. Michael Blume gelesen. Dieser Beitrag ist keine Rezension des Buches sondern eine Beschreibung des stillen Rückzugs der Muslime, den Dr. Blume in seinem Buch thematisiert. Ich kann jede Person, die Interesse an dem Thema hat und...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem habe ich das Buch „<u><a href="http://www.patmos.de/islam-in-der-krise-p-8817.html">Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug</a></u>“ von <u><a href="https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/">Dr. Michael Blume</a></u> gelesen. Dieser Beitrag ist keine Rezension des Buches sondern eine Beschreibung des <em>stillen Rückzugs</em> der Muslime, den Dr. Blume in seinem Buch thematisiert. Ich kann jede Person, die Interesse an dem Thema hat und öfter über die Thematik diskutiert, empfehlen, das 192seitige Buch zu lesen.</p>
<p><em>„Warum dieser Beitrag?“</em> werden sich einige fragen. In einer Diskussion mit einigen Nicht-Muslim<em>innen nach der Bucherscheinung ist mir zum ersten Mal richtig klar geworden, dass die meisten Nicht-Muslim</em>innen sich nicht darüber im Klaren sind, wie sehr Muslim<em>innen im Alltagsleben ihren religiösen „Pflichten“ nachgehen- bzw. den Vorstellungen von islamischen Vorschriften <em>eben nicht nachgehen</em>. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Nicht-Muslim</em>innen davon ausgehen, die meisten Religiösen würden tatsächlich ihren täglichen fünf Gebeten nachgehen, was mir ziemlich abstrus erschien. Denn ich kenne niemanden aus meiner und der noch jüngeren Generation, die diese religiösen Verordnungen so rigoros einhalten. Mehr als die Hälfte meines Bekanntenkreises betet sehr unregelmäßig im Monat, viele gar nicht mehr. Und wie sieht es mit den weiteren Pflichten aus? Um dies den Leuten zu verdeutlichen, wollte ich gerne diesen Beitrag schreiben und Dr. Blumes Erläuterungen zum <em>stillen Rückzug</em> der Muslim*innen genauer beschreiben und mit weiteren Beispielen weiter ausführen. Eine Freundin, die das Buch ebenfalls gerade liest, hat mir mit dem Text und vielen weiteren Beispielen aus ihren eigenen Erfahrungen und ihren Beobachtungen geholfen. <span id="more-592"></span></p>
<p>Falls Ihr Fragen oder selber besondere Erfahrungen oder Beobachtungen gemacht habt, die eurer Meinung nach in diese Liste gehören, schreibt mir diese doch, indem ihr mir im Kommentarbereich eine Nachricht hinterlasst.</p>
<p>Für die Nicht-Muslim*innen unter euch: Hier ist kein Platz für Rassismus, Sexismus oder Religionsfeindlichkeit. Bleibt offen, konstruktiv und dem Grundgesetz treu, andernfalls werden Kommentare nicht freigeschaltet.</p>
<p>Für die Muslim<em>innen unter euch: Auch euch bitte ich um Offenheit und Konstruktivismus. Bitte versteht diesen Text nicht als Angriff auf eure Religion. Er dient lediglich als ein Erfahrungsbericht einer Person, welche die Entwicklungen innerhalb der muslimischen Gemeinde beschreiben und einen Einblick in das Alltagsleben der Muslim</em>innen geben möchte. Ich finde nämlich, dass Nicht-Muslim*innen ein zu pauschales und abstraktes Bild von einer viel zu diversen Gruppe haben, als das dieses weiterhin in den Köpfen dieser Menschen existieren dürfte.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>Ich habe zu den verschiedenen Themen einige Punkte zu meinen Beobachtungen aus der muslimischen Gemeinde niedergeschrieben, welche meiner Ansicht nach den stillen Rückzug der Muslim*innen gut beschreiben.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong><u>Gebet:</u></strong></p>
<p><em>Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis aus meiner oder gar der jüngeren Generation nicht mal mehr eine Handvoll Menschen, die regelmäßig beten.</em></p>
<ul>
<li>viele beten gar nicht mehr</li>
<li>viele beten nur noch selten (vielleicht ein paar Mal im Jahr, aber nachdem die guten Vorsätze vom regelmäßigen Beten wieder mal in der Tonne gelandet sind, werden die schlechten Gewissensbisse für das Nichteinhalten der Vorsätze eine Weile zum ständigen Begleiter)</li>
<li>einige gehen nach der Aufforderung der Eltern zum Gebet ins Zimmer, schließen die Tür und tun später so, als ob gebetet wurde</li>
<li>bei Anwesenheit anderer Personen (z.B. Gemeinschaftsgebete) stellen sich einige tatsächlich hin und machen die Gebetsbewegungen, aber ohne in Gedanken beim Gebet zu sein</li>
</ul>
<p><strong><u>Fasten:</u></strong></p>
<p><em>Auch beim Fasten kenne ich inzwischen sehr wenige, die im Ramadan konsequent fasten. Was oft passiert:</em></p>
<ul>
<li>bei jeder sich ergebenden Gelegenheit doch etwas trinken, z.B. im Badezimmer etwas Wasser vom Wasserhahn</li>
<li>in der Stadt Gebiete aufsuchen, die i.d.R. nicht von Bekannten und Verwandten aufgesucht werden (z.B. Berlin-Marzahn), um da etwas zu essen</li>
<li>Während der Menstruation ist es Frauen „nicht gestattet“ zu fasten, da sie als „unrein“ gelten
<ul>
<li>da werden z.B. aus den 4 Menstruationstagen mal eben locker 7 Tage</li>
<li>dennoch bewahren viele Frauen aus Schamgefühl den Schein, zu fasten</li>
</ul>
</li>
<li>neben der Menstruation gibt es weitere Phasen, in denen Menschen nicht fasten können oder sollten, z.B. bei (chronischen) Erkrankungen, Stillzeit, kurzfristigen Reisen
<ul>
<li>dennoch werden aus Gründen der Scham, der Repräsentation und des gesellschaftlichen Drucks betroffene Menschen dazu angehalten, den Schein zu wahren. Dies hat negative Folgen, wenn Menschen trotz berechtigten Gründen erfahren, dass hier weniger Wert auf Religion als vielmehr auf Schein gelegt wird.</li>
</ul>
</li>
<li>bei Prüfungen und Sport wird oft nicht gefastet</li>
</ul>
<p><strong><u>Moscheen:</u></strong></p>
<p><em>Auch hier gilt: aus meinem Bekanntenkreis finden sich kaum noch Menschen, die zur Moschee gehen. Hierfür finden sich verschiedene Gründe, besonders für Frauen:</em></p>
<ul>
<li>die Sitzgelegenheiten und Räumlichkeiten für Frauen sind i.d.R. kleiner und unbequemer als die für Männer</li>
<li>Trotz kleinerer Räumlichkeiten werden Kinder von den Müttern bzw. Frauen betreut. Das hat Folgen: Für Kinder in einem gewissen Alter gehört es nun mal dazu, sich zu bewegen, zu toben und laut zu sein. In den bereits schon kleineren Räumlichkeiten kann das Toben der Kinder sehr unangenehm und peinlich für die erziehende Person werden. Aus Gründen der empfundenen Peinlichkeit und der fehlenden religiösen Atmosphäre gehen Mütter und Frauen nicht mehr gerne zur Moschee. Denn wieso auch, wenn der Moscheebesuch kein Ort der Religiosität und kein Raum für gesellschaftlichen Anschluss mit anderen Religiösen bietet und nur zu einem weiteren Ort der Kinderbetreuung mutiert?</li>
<li>selten werden Programme und Angebote wie Reisegruppen, Kulturaustausch, Tagesausflüge, Lesungen etc. angeboten</li>
<li>die meisten Moscheen sind nicht barrierefrei:
<ul>
<li>oft befindet sich die Moschee selbst in einem Gebäude (meist ohne Aufzug) in den oberen Etagen</li>
<li>gelegentlich befinden sich die Räumlichkeiten für Frauen innerhalb der Moschee wiederum selbst auf einer erhöhten Etage, die nur mit Treppen zu erreichen ist</li>
</ul>
</li>
<li>Sitzmöglichkeiten auf dem Boden sind nicht jedermanns Sache: sie sind unbequem und für manche wegen Kniebeschwerden schwer zu ertragen</li>
<li>Obwohl Frauen oft bei den Essensvorbereitungen massiv mithelfen, wenn nicht sogar die einzigen sind die die Arbeit machen, indem sie z.B. schon zu Hause etwas für die Moscheenbesucher zubereiten, wird ihnen das Essen i.d.R. nach den Männern serviert und oft passiert es, dass dadurch das Essen für die Frauen und Kinder dann knapp wird!</li>
<li>Frauen, die kein Kopftuch tragen, müssen in fast allen Moscheen beim Besuch ein Kopftuch tragen, sei es aus gesellschaftlichem Druck, wegen Repräsentationsgründen, aus Angst vor einem schlechten Ruf oder aufgrund tatsächlicher Vorgaben der Moschee</li>
</ul>
<p><strong><u>Verlobung, Hochzeit und das ganze Chaos Drumherum:</u></strong></p>
<p>Das ist ein sehr komplexes Thema, bei dem fast jeder hier in Deutschland lebende religiöse Mensch einzigartige, auf andere Personen schwer übertragbare Erfahrungen macht. Ich kann nur einiges hier umreißen. Weitere Erfahrungen könnt Ihr mir gerne im Kommentarfeld weiter unten schreiben, damit ich sie hier in die Liste aufnehmen kann.</p>
<p>In Deutschland haben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten entwickelt, wie Muslim*innen mit der „Problematik“ umgehen, wenn sie meinen, eine Person „gefunden“ zu haben, die sie gerne näher kennenlernen und mit der sie evtl. zusammenkommen möchten. Nicht zuletzt haben diese diversen Möglichkeiten ihren Ursprung in der akzeptierten Herangehensweise bzw. der „Tradition“ der jeweiligen Familien selbst. Ich sage hier Tradition der jeweiligen <u>Familien</u>, weil ich erlebt habe, dass es nicht nur gravierende Unterschiede zwischen den ethnischen Gruppen (z.B. türkisch vs. irakisch vs. marokkanisch vs. persisch etc.) und den verschiedenen Konfessionen gibt, sondern auch Unterschiede zwischen regionalen Gruppierungen aus dem „ursprünglichen Heimatland“ und gar alte und neue, erst hier in Deutschland entwickelte Familientraditionen aka Wünsche existieren. Sogar innerhalb einer Familie können so verschiedene Herangehensweisen auftreten.</p>
<p>Bei einigen muslimischen Familien gibt es „zwei“ Arten von „Hochzeiten“. Warum die Anführungszeichen? Nun, das ist etwas kompliziert, aber um das einfach auszudrücken, handelt es sich bei diesen zwei Arten um etwas Ähnliches wie eine Verlobung und eine „richtige“ Hochzeit. Bei einigen (vielen?) Muslim*innen existiert das sogenannte Katb el-Kitab. Einige handhaben es wie eine gewöhnliche Verlobung nach einer vorangegangen, langen Kennenlernzeit mit einer darauf folgenden Hochzeit.</p>
<p>In anderen Familien ist es nicht gerne gesehen, dass sich zwei Menschen nahe kommen und alleine unterwegs sind, ohne dass bereits schon zu Beginn etwas vereinbart wurde. Um eine „Anstandsdame“ zu vermeiden, wird ein islamischer Ehevertrag unterschrieben, der Katb el-Kitab. Diese islamische Form der Ehe hat in Deutschland meines Wissens keine rechtliche Gültigkeit, wenn sie hier in Deutschland durchgeführt wurde. Der Katb el-Kitab ermöglicht in dem oben beschriebenen Fall den zwei Menschen, sich relativ frei und ohne Aufsicht zu bewegen, ohne dass andere über sie und ihre Verbindung „unangemessene“ Mutmaßungen anstellen können…</p>
<p>Hier kommt nun eine weitere Unterdifferenzierung. Während einige Familien den Katb el-Kitab als eine Art Verlobung sehen, bei der Sex-vor-der-Ehe oder das Zusammenwohnen nicht mitinklusive sind, sehen andere Familien den Katb el-Kitab als eine vollwertige Eheschließung mit All-Inclusive an. Wieder andere verstehen unter dem Katb el-Kitab eine Art „kleine Hochzeit“ mit den engsten Verwandten als Gästen.</p>
<p>Die „eigentliche „richtige“ Hochzeit ist eine größere Feierlichkeit, bei der die Partner danach definitiv zusammen leben „dürfen“.</p>
<p>Weitere Mischformen existieren noch zusätzlich. Je nachdem, aus welchem ethnischen Kreis die Paare stammen oder gar nur einer der Partner, können Rituale aus dem ursprünglichen Herkunftsland in die Herangehensweisen und Feierlichkeiten miteinfließen, z.B. Sofreh Aghd bei den Persern.</p>
<p>Auf jeden Fall utilisieren viele (junge) Muslim*innen diese Herangehensweisen, um im Rahmen der vorherrschenden Religiosität ihrer (Sub-)Gemeinschaften der geliebten Person nahe sein zu können und weniger weil sie an eine religiöse Regelung glauben. Diese Herangehensweisen verkomplizieren das Zusammenkommen und Zusammensein mit einer Person, andererseits gehört für einige der Katb el-Kitab zu den wenigen Möglichkeiten, mit jemandem „offiziell“ zusammen zu kommen, ohne gleich „richtig“ heiraten zu müssen. Auch die älteren Familienmitglieder sind sich dieser Problematik bewusst. Weil sie Angst um ihr Ansehen innerhalb ihrer Gemeinschaft haben, versuchen auch sie das Zusammenleben ihrer Kinder in einen „religiös-offiziellen“ Rahmen zu kleiden und schauen oft bei Fehltritten der eigenen Kinder weg oder vertuschen sie. Weitere Beobachtungen:</p>
<ul>
<li>Partner*in hat nicht dieselbe Religionszugehörigkeit: einige versuchen es auf die „schnelle &amp; schmerzfreie“ Art, indem sie das erforderliche Glaubensbekenntnis nachholen, das darin besteht, den Satz „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“ zu sagen. i.d.R. wird dieses Glaubensbekenntnis nirgendwo schriftlich dokumentiert. Dass dieses Glaubensbekenntnis meist ein „Lippenbekenntnis“ ist, wissen die meisten, auch die ältere Generation. Denn auch hier gilt: Die Eltern wollen meist den Schein innerhalb ihrer Gemeinschaft wahren und wünschen sich dieses Bekenntnis von dem/der andersgläubigen oder nicht-gläubigen Partner*in.</li>
<li>Wenn der/die andersgläubige oder nicht-gläubige Partner*in eigene Sitten bezüglich Eheschließungen hat, passiert es oft, dass unabhängig vom religiösen Teil der Familie eine weitere, gesonderte Hochzeit stattfindet, bei der z.B. auch Alkohol, Schweinefleisch etc. serviert werden</li>
<li>die gemeinsame Wohnung wird etwas fern der Verwandtschaft gesucht, damit nicht-religiöses Verhalten praktiziert werden kann und um dem Gefühl der ständigen Überwachung zu entkommen</li>
</ul>
<p><strong><u>Essen &amp; Trinken:</u></strong></p>
<p><em>Hier einige triviale Beobachtungen: </em></p>
<ul>
<li>Es interessiert Personen oft nicht, ob Fleisch entsprechend der religiösen Verordnungen geschlachtet wurde. Diese Regelung wird mal mehr, mal weniger streng ausgelegt.
<ul>
<li>einige achten darauf, ob sämtliches Fleisch mit Ausnahme von Fisch nach Vorschrift geschlachtet wurde</li>
<li>andere machen Ausnahmen bei Hähnchen</li>
<li>wieder andere sagen, es müsse in der heutigen Gesellschaft ausreichen, vor dem Essen um Gottes Segen zu bitten, dann spiele die Schlachtungsweise keine Rolle</li>
</ul>
</li>
<li>Schweine-Gelatine ist ein ambivalentes Thema
<ul>
<li>sehr wenige achten <em>konsequent</em> darauf, ob Schweineprodukte in ihrem Essen vorkommen. Die Einhaltung ist sehr mühsam, da dies von den Personen Kenntnisse der Nummern der Emulgatoren mit Schweineprodukten erfordert. Besonders schwierig wird die Einhaltung bei Süßigkeiten wie Gummibärchen xD</li>
<li>d.R. probieren Muslim*innen sich daran, aber den meisten ist die ständige Untersuchung des Kleingedruckten langfristig zu nervenaufreibend und bei Süßigkeiten machen noch mehr eine <strong>dicke</strong> Ausnahme</li>
<li>einige Muslim*innen meinen, Produkte, welche im selben Öl gebraten werden wie andere Schweineprodukte, seien ebenfalls verboten. Ähnlich wie bei den Süßigkeiten kümmert es die meisten auch hier nach einer Weile wenig, da das Essen mit Freunden in Fast-Food Läden und Restaurants zu schwierig wird</li>
</ul>
</li>
<li>Alkohol ist ein Thema für sich…probiert haben ihn die meisten Muslim*innen, auch (und gerade) die ältere Generation
<ul>
<li>oft passiert es, dass sich die Personen im Urlaub, fern der Heimat und der Bekanntschaft, über Cocktails an Alkohol ran tasten und irgendwann ihre Lieblingsgetränke wie Federweißer, Eiswein oder Pflaumenwein entwickeln</li>
<li>nach einer Nacht mit viel Alkohol bleiben die Nachkommen meist dem elterlichen Zuhause fern, um ihren Rausch auszuschlafen. Viele Eltern ahnen, warum, aber stellen keine Fragen, um den Schein zu wahren</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong><u>Kopftuch:</u></strong></p>
<p><em>Die Erfahrungen mit dem Kopftuch sind sehr divers. Ich werde sie nicht alle hier auflisten.</em></p>
<ul>
<li>einige Frauen, die das Kopftuch lange getragen haben, machen das irgendwann nur noch aus Gewohnheit
<ul>
<li>dies trifft vor allem auf die Anfangszeit von geflüchteten Menschen zu, in deren Heimatländern das Tragen des Kopftuchs die Regel oder gar eine Pflicht ist</li>
</ul>
</li>
<li>Fern der Bekannten wird im Urlaub das Kopftuch probeweise abgelegt. Nach einigen Wiederholungen wird das Kopftuch anschließend auch zu Hause ganz abgelegt</li>
<li>einige Frauen möchten ihr Kopftuch ausziehen, da sie nicht mehr an dessen religiöse Bedeutung glauben, tun dies aber aus verschiedenen Gründen (noch) nicht
<ul>
<li>ein naher Verwandter bekleidet eine wichtige Rolle innerhalb der religiösen Gemeinschaft und aufgrund von (eingebildetem) gesellschaftlichem Druck wird das Kopftuch beibehalten</li>
<li>eine Frau fürchtet eine gesundheitliche Gefährdung des Vaters, welcher eine lange Vorgeschichte von Herzinfarkten hat</li>
<li>eine Isolierung aus der bestehenden Gemeinschaft wird befürchtet, da die meisten befreundeten Frauen ein Kopftuch tragen</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong><u>Einfluss anderer Religionen und Philosophien:</u></strong></p>
<p><em>Eine interessante Entwicklung, die ich inzwischen bei vielen Muslim*innen beobachte:</em></p>
<ul>
<li>Philosophien anderer Kulturen insbesondere aus der buddhistischen Richtung werden Häppchenweise übernommen</li>
<li>viele kennen die historischen Ereignisse um den muslimischen Propheten nicht mal Ansatzweise. Kommt es irgendwann zu einer genaueren Auseinandersetzung und Recherche der historischen Schlachten, Kriegsführungen und Intrigen, sind viele schockiert.
<ul>
<li>„Diese kriegerische Seite des Islam kannte ich nicht und weiß nicht, wie ich sie mit meiner friedvollen Vorstellung meiner Religion in Einklang bringen kann.“ -&gt; führt dazu, dass sich diese Menschen eine „eigene“ Vorstellung ihrer Religion machen und gewisse Aspekte ihrer Religion ausklammern</li>
<li>Zusammenschustern von Islam und der friedvollen Seite des Christentums aka „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“</li>
</ul>
</li>
<li>die meisten jungen Menschen sind es jedoch irgendwann müde, mit Muslim*innen und Nicht-Muslim*innen über Islam, die Ausübung von Pflichten etc. zu reden, zu diskutieren und sich zu rechtfertigen und ziehen sich langsam aus solchen Diskussionen zurück, finden Wege, diese Themen zu umgehen. Oft nicken sie alles ab, um ihre Ruhe zu haben.</li>
</ul>
<p>Mir ist klar, dass diese „Liste“ nur einen winzigen Abriss der diversen Verhaltensformen aufzeigt, wie sie im realen Leben viele Menschen unter den jeweiligen religiösen Lebensweisen erleben. All diese Verhaltensweisen sind ein Ausdruck des ständigen Erprobens und Anpassens junger Menschen, die dafür dazu gezwungen sind, mit verschiedenen Werten und Prinzipien in einer sich nur langsam verändernden Umgebung zu jonglieren.</p>
<p>Ich behalte mir vor, diese Liste in Zukunft weiter zu vervollständigen.</p>
<p>Ich danke Dr. Michael Blume für das tolle Buch „Islam in der Krise: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“. Auch für mich waren die darin beschriebenen Theorien und Erkenntnisse eine Bereicherung, die mich dazu inspirierten meine eigene Vergangenheit und Gegenwart aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.</p>
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		<title>Die Anfänge einer Bücherleserin</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2017/10/07/die-anfaenge-einer-buecherleserin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Oct 2017 09:18:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihre helle Stimme hob sich, sodass sie bis zur hintersten Ecke des lichtdurchfluteten Klassenraumes drang; voll mit Leben erzählte sie von Abenteuern, drängte sich in mein Ohr &#8211; und verabschiedete sich in Sekundenschnelle. Ich erinnere mich, wie mir das linke Auge in Intervallen zuckte und die Stimme der Lehrerin wie das lästige Summen der Biene...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_490" aria-describedby="caption-attachment-490" style="width: 2100px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/10/Girl-Reading-Book-statue-at-library-in-Pleasanton-CA.jpg" target="_blank" rel="attachment wp-att-490 noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-490 size-full" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2017/10/Girl-Reading-Book-statue-at-library-in-Pleasanton-CA.jpg" alt="Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA" width="2100" height="1300"></a><figcaption id="caption-attachment-490" class="wp-caption-text"><em style="font-size: revert; color: initial;">Ich habe vor kurzem diesen alten Text gefunden, als ich in meinen alten Unterlagen gekramt habe. Dabei handelt sich um einen Text für die Schülerzeitung, für die einige Schüler ihre Leseerlebnisse beschrieben haben. Ich dachte, ich teile meine ersten Erfahrungen mit Büchern hier mit euch. Würde mich freuen, wenn ihr auch von euren Erfahrungen berichten würdet :)</em></figcaption></figure></p>
<p>Ihre helle Stimme hob sich, sodass sie bis zur hintersten Ecke des lichtdurchfluteten Klassenraumes drang; voll mit Leben erzählte sie von Abenteuern, drängte sich in mein Ohr &#8211; und verabschiedete sich in Sekundenschnelle. Ich erinnere mich, wie mir das linke Auge in Intervallen zuckte und die Stimme der Lehrerin wie das lästige Summen der Biene in mein Ohr einsickerte und bald monoton wurde. Wie mich das anödete, wenn sie die Vorlesungsstunden ankündete! Am liebsten hätte ich meinen Kopf mit dem Tisch bekannt gemacht und dabei wäre es auch geblieben. Es wäre eine interessante und laute Bekanntschaft gewesen. Mein Kopf und der Tisch gesellen sich zusammen, und ich bin Gott weiß wo.</p>
<p><em>Bin ich ein Müßiggänger? Habe ich keine Beschäftigung? – Ja, es ist traurig &#8230; („Leonce und Lena“ von Georg Büchner)</em></p>
<p>Nach ein paar Seiten würde sie immer wieder für sechs Sekunden schweigen (Was die Leute nicht Alles aus Langeweile treiben!), aufblicken, mit ihren grauen, um die Winkel sanft gealterten Augen in die Runde blicken und fragen: „Was habt ihr mit geschlossenen Augen gesehen, während ich die paar Seiten gelesen habe?“<br />
Ich an ihrer Stelle hätte gefragt, ob jemand eingeschlafen sei, denn wahrlich, durch die darauf folgende Stille hätte man doch meinen können, alle wären mit Freddy in der Traumwelt friedlich spazieren gegangen. Fast alle. Ein schmächtiger Arm mit weitem, dunklem Ärmel hob sich stets schüchtern empor und beantwortete die Frage mit einer erstaunlich detaillierten Wiedergabe, und ich fragte mich, ob er insgeheim das gleiche Exemplar des Buches unter dem Tisch versteckt aufgeschlagen habe. Streber. Wie oft ich doch versuchte, den Jungen mit Blicken aufzuspießen! Nicht nur, dass er ein super Gedächtnis besaß, nein, er sah auch komplett wie ein Idiot aus. Kaum zu glauben, dass jemand sich mit dermaßen in alle Himmelsrichtungen zerstrubbeltem, kurzem, nachtschwarzem Haar auf die Straße traute, mit einer drei Nummern zu großen Jeans und grünem Pulli. Zu allem Überfluss trug er auch noch eine runde Brille, deren Bügel tatsächlich mit Klebeband befestigt waren. „Streber. Bücherwurm.“ Das und ähnliches waren immer meine Gedanken, wenn ich Florian durch einen unglücklichen Zufall begegnen musste. <span id="more-577"></span></p>
<p>Dass er <em>the splitting image of my to-be-hero</em> sein würde, kam mir nicht in den Sinn. Kann mir auch kaum jemand verübeln. Denn wer konnte schon ahnen, dass die Bücherhasserin in rund drei Jahren selber das Buch, das die Lehrerin so oft in den Händen hielt und von dem sie nur Schnee und einen fliegenden Zug (später sollte er sich als ein fliegendes Auto entpuppen) in Erinnerung hatte, an einem einzigen Tag verschlingen und binnen kurzem ein(e) Harry-Potter-Fan(atikerin) werden würde? Dass ich den ersten Band der Potter-Reihe aufgeschlagen hatte, war nur einer äußersten Notwendigkeit zu verdanken. Während einer der Wandertage in der 7. Klasse ging man in den 1. Film der Serie. Ich täuschte Erkältung vor und blieb zu Hause. Im nächsten Jahr war Film Nummero 2 dran, und ich konnte dieselbe Nummer nicht noch einmal durchziehen. Deswegen durchkämmte ich alle Videotheken nach Film 1 &#8211; mit null Resultaten. Mit Ausweis und polizeilicher Anmeldung ausgestattet, stampfte ich zur Amerika-Gedenkbibliothek, ließ mir einen Bibliotheksausweis aushändigen und lieh mir das verhasste Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ aus. Am darauf folgenden Tag rannte ich wie eine Besessene zur Bibliothek und war vor Mitternacht noch mit Band 2 „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ fertig.</p>
<p>Innerhalb einer Woche hatte ich alle bis dahin vier erschienenen Bände durch und ein Hunger erwachte in mir, den ich bis heute kaum zu stillen vermag. Wolfgang und Heike Hohlbeins Romane, dick und mit schwarzem Bucheinband, der alle Farben und Blicke zu verschlingen schien, waren neben die Potter-Bände aufgereiht, und wie es dem Zufall beliebte, waren sie ebenfalls Fantasy-Romane. Band 1 der Märchenmond-Trilogie erinnerte mich stark an die Potter-Welt und sehr bald fand ich mich am Ende der Fantasy-Regale in der Jugendbibliothek wieder. Rechts und links befanden sich Bücher über Pferde und noch etliche kitschige Bücher, deren Covers und Titels ich aus meinem Gedächtnis verbannt habe, nur mein angewiderter Blick im Angesicht der rosa changierenden Einbände blieb hängen. Wie sich herausstellte, habe ich durch den direkten Einstieg in die Fantasiewelt eine Abneigung gegen jegliche Normalität entwickelt, erst recht gegen typische Mädchenromane.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass sämtliche Fantasy-Romane einen männlichen Protagonisten besaßen, war es auch kein Wunder. „Dreizehn“ von Wolfgang und Heike Hohlbein kannte ich am Anfang nicht. Das Buch ein Jahr später in einem Regal vorzufinden, war eine wahre Freude für mich, und umso mehr schockierte es mich, eine Protagonistin vorzufinden. Ich kam mir deplatziert und verwirrt vor. Wenn ich jetzt zurückblicke, empfinde ich es als eine Beleidigung, nur wenige Fantasy- Romane mit einer Protagonistin vorzufinden. Abenteuer, Kämpfe, heldenhaftes Handeln, dies sollte nicht eine männliche Domäne bleiben, sie ist es auch nicht. Auch ein Mädchen/eine Frau ist durchaus in der Lage zu kämpfen, sie kennt auch das harte Leben in der Realität, weiß, was es heißt, für ihre Rechte zu kämpfen und Risiken einzugehen. Sie kennt Gefahren, sie mag auch Spott und Diskriminierung kennen, also warum sollte ihr nicht mehr Platz in der Fantasy-Welt gegeben werden?</p>
<p>Als ich in meinen Augen nichts Lesetaugliches mehr vorzufinden vermochte, dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis ich endlich etwas Handfestes wieder fand. Monate, die mir wie Jahre erschienen. Doch etwas Gutes hatte das mit sich gebracht: Anstatt greifbare Geschichten wandte ich mich der neu entdeckten, bequemeren und elektronischen Variante zu: Geschichten aus dem Internet. Tschüs, ihr (zwanzig Minuten) langen, eiskalten Wintermärsche zur Amerika-Gedenkbibliothek! Nur nannte man diese Geschichten nicht mehr Geschichten, sondern FanFiktions (FF). Der Unterschied zu der klassischen Geschichte bestand darin, dass FFs auf Bücher, die in der materiellen Welt existierten, basierten und von Fans geschrieben waren. Und, die Potter-Fanatikerin, die ich war, las nur HP-FFs. Die Anzahl dieser FFs war auch im Vergleich zu anderen Büchern/Serien/Filmen dramatisch höher. Keine andere Geschichte erfreute sich einer dermaßen großen Beliebtheit oder kam ihr auch nur im Geringsten nahe. Jeden auch nur schlecht oder dichterisch meisterhaft geschriebenen Mist verschlang ich mit den Augen. Es ging so weit, dass ich in den Ferien und übers Wochenende fünfzehn Stunden vor dem PC lesend hockte, das Essen vergaß, nur die linke Hand zum Hinunterrollen der Seiten bewegte und alles andere an mir vorbeihuschte.</p>
<p>Nur war der deutschsprachige Raum der FFs nicht gerade riesig. Durstig nach mehr wandte ich mich mit Widerwillen den englischen FFs zu. Und noch ein Vorteil offenbarte sich mir. Hatte ich am Anfang große Schwierigkeiten mit englischen Vokabeln, musste ich nicht nach einem tonnenschweren Wörterbuch greifen. Ein Klick auf Google unter Sprachtools und ich konnte das unbekannte Wort dort eingeben (EINGEBEN nicht SCHREIBEN! Dazu musste ich nur das Wort markieren, kopieren und einfügen!) und tatütata! Die deutsche Übersetzung erschien im Nu. Musste ich zu Anfang zwanzig Wörter in einem Absatz übersetzen, benutze ich nun in den seltensten Fällen noch Google oder dict.cc, um ein buchlanges FF zu lesen. Und ganz nebenbei, ohne mir dessen bewusst zu werden, lernte ich die englischen Sprach-/Satz- /Grammatikregeln und was sonst noch dazu kam. Fragte man mich jetzt, was das Past Perfect von dem Verb xyz wäre, bliebe die Frage unbeantwortet, doch beim Texteverfassen gerate ich selten ins Stocken, weil ich die passende Form/Zeit kenne. Einziges Problem hierbei liegt dar in, dass man nur liest, und nicht hört. Dementsprechend schlecht ist das Prononcieren der englischen Wörter. Ärgerlich. Das Lesen von FFs hat mir immer Spaß bereitet und noch heute lese ich welche, nur nicht auf HP reduziert, sondern auch FFs aus dem Anime &amp; Manga Bereich.</p>
<p>Aber zugegeben, der Reiz bestand und besteht nicht überwiegend in den Titeln, eher in der Grenzüberschreitung der FF-Autoren. Sie benutzen die Figuren, um über Themen zu schreiben, die in keinem Buch bei keinem Verlag je veröffentlicht werden würde: NC 17, oder anders ausgedrückt ADULT, und das so detailliert, man müsste rot vor Scham werden. Ich glaube aber, ich sollte hier meine Grenzen nicht überschreiten &#8211; zugunsten der Nichtzensierung, Grenzen, die die FF-Welt nicht kennt.</p>
<p>Mit einer nun besser beherrschten Sprache, traf ich wieder seit langem in der Amerika-Gedenkbibliothek ein und verließ mit ein paar englischen Büchern das Gebäude . „Inkheart“ aus der Inkworld-Trilogie (aus dem Deutschen ins Englische übersetzt!) von Cornelia Caroline Funke (So hört die traurige Geschicht’! Sie ist ein Fantasy-Roman!) war erstaunlich schnell durchzulesen. Ich habe durch die FFs ein dermaßen großes Vokabular in mir angereichert, dass es eine Leichtigkeit war, echte Bücher zu lesen. Ich war erstaunt. Die „Barry Trotter“ -Bücher hingegen waren allerdings eine reine Quälerei. Unter all den englischsprachigen Büchern, die ich derzeit gelesen habe, war/ist „The Stranger“ von Albert Camus (diesmal aus dem Französischen übersetzt!!) das Ausdrucksstärkste bisher. Nicht mal die deutsche Übersetzung war derart schön.</p>
<p><em>With death so near, Mother must have felt like someone on the brink of freedom, ready to start life all over again. [&#8230;] To feel [the universe] so like myself, indeed, so brotherly, made me realize that I’d been happy, and that I was happy still. For all to be accomplished, for me to feel less lonely, all that remained to hope was that on the day of my execution there should be a huge crowd of spectators and that they should greet me with howls of execration.</em></p>
<p>Es dauerte eine kurze Weile, um zu erkennen, dass ich Eifersucht gegenüber dem atheistischen Protagonisten empfand. Wie konnte er kurz vor seinem Tode, sein ganzes Leben lang, Ruhe und Frieden in sich bewahren, die ich nicht haben konnte? Hatte ich kein Recht darauf? Am liebsten hätte ich in diesem Moment das vergilbte, beschmierte, im Jahre 1986 gedruckte Buch ins Feuer gelegt. Seit fünf Jahren lieg es nun bei mir, Monat um Monat von der Bibliothek verlängert, und noch immer blättere ich darin herum, lese die letzten Seiten und der Neid vermindert sich nicht.</p>
<p><em>Ach! Was hab’ ich euch nicht alles zu erzählen.[&#8230;] Ich kann vor Tränen nicht zu Worte kommen. („Turandot“ von Schiller)</em></p>
<p>Den Zugang zu den herrlichsten Literaturbüchern in ihrer prächtigsten Form entdeckte ich erst jetzt. Die Klassiker sind mir die Liebsten. Mag sein, dass sie neben der neueren Literatur inhaltlich einfach gestrickt erscheinen, doch der literarische Stil ist weitaus graziöser. Während die neusten Bücher eine noch „normale“ Sprache verwenden, findet man bei Goethe, Schiller usw. raffinierte und mit großer Mühe angefertigte Verse, mit Metrum und das komplette Paket.</p>
<p><em>Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen, Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt („Faust I“ von Goethe)</em></p>
<p>Wie würde wohl ein heutiger Autor das formulieren? Vielleicht so: Sorry, dass ich nicht so große Töne spucken kann wie der werte Goethe, auch wenn mich alle auslachen sollten! Klagt ihr etwa in der Schule, die Klassiker seien eures Niveaus unwürdig und wollt modernere Literatur? Dabei solltet ihr erfreut sein mit den einfach gestrickten Sachverhalten, denn je moderner und zeitnaher die Literatur wird, desto komplexer wird deren Psychologie und umso schwieriger die Analyse in den Arbeiten. Da müsste man doch Freuds Bücher wälzen und als Basiswissen unbedingt in den Lehrplan einbringen. Nehmt „Die Räuber“ von Schiller und „Mephisto“ von Klaus Mann in die Hand (schon allein die Seitenanzahl der modernsten Literatur steigt stetig) und versucht auf die Schnelle was zu analysieren/interpretieren! Gegen das Argument, die Sprache sei bei „ Mephisto“ doch leichter zu verstehen, könnte ich einwenden, dass eben dies eine weitere Hürde bei der Sprachanalyse sein könnte, denn da müsste man genauer hinschauen, so raffiniert und leicht zu übersehen sind die stilistischen Mitteln eingebaut. Doch „Mephisto“ nebenbei zu lesen, ohne Analyse, dagegen habe ich nichts einzuwenden.<br />
Ich bedauere es sehr, dass wir keine Weltliteratur in der Schule behandeln. Weder russische noch polnische, arabische, persische, japanische, chinesische, portugiesische Literatur, und nicht einmal die deutsche Übersetzung davon, kriegen wir zu lesen!</p>
<p><em>And if I can&#8217;t have everything well then just give me a taste!</em></p>
<p>So vieles entgeht uns dadurch! Wer möchte jedem von uns versichern, dass nur durch die deutsche Literatur der Mensch Interesse am Lesen entwickelt? Wenn diese törichten Gesetzgeber doch nur wüssten, wie beflissen sie unsere Gefühle befördern, in dem sie sich das Recht anmaßen, den Menschen Satzungen aufzuerlegen.</p>
<p><em>Sich keinen Deut um Gesetze zu scheren, sie samt und sonders zu brechen, mein Freund, dies ist die wahre Kunst, Wollust zu empfinden. Erlerne diese Kunst und zerreiße alle Zügel.</em></p>
<p>„Justine oder vom Missgeschick der Tugend“ und „Die 120 Tage von Sodom“ von Marquis de Sade, „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch und „Geschichte der O“ von Dominique Aury musste ich immer heimlich lesen. Gott bewahre, hätte jemand zu Hause die Illustrationen von „Die 120 Tage von Sodom“ erblickt, wäre ich in der Psychiatrie gelandet! Dabei muss ich gestehen, wie anstrengend das Weiterlesen war. Alle zugleich faszinierend und doch abscheulich. Beim Anblick so vieler Bücher wird der Drang, selber etwas zu hinterlassen, mächtig. Bei dem Gedanken, etwas selber zu veröffentlichen, erscheint immer wieder dasselbe Bild vor meinem inneren Auge. Eine verwüstete Stadt breitet sich vor dem Auge aus, die Straßen über und über mit Schutt und Asche bedeckt und der Himmel mit tiefhängenden Wolken, die ihn verdecken, und fallendem Schnee, der schmitzt, sobald er den heißen Boden berührt. Das Ergebnis eines Atombombenangriffs. Überall das gleiche Bild. Und bei der Vorstellung tönen mir die Verse von Nine Inch Nails immer und immer wieder in den Ohren:</p>
<p>&lt;</p>
<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;&gt;<em>Shame on us</em><br />
<em> Doomed from the start</em><br />
<em> May God have mercy</em><br />
<em> On our dirty little hearts</em><br />
<em> Shame on us</em><br />
<em> For all we&#8217;ve done</em><br />
<em> And all we ever were</em><br />
<em> Just zeros and ones</em></p>
<p>Und inmitten dieser Ruinen bückt sich eine hagere Gestalt, wühlt inmitten des Verfalls nach etwas Essbarem und zieht ein teilweise verbranntes Blatt empor. Meine Geschichte! Was wird von mir übrig bleiben, wenn ich nicht mehr da bin?</p>
<p><em>I write so I shan’t fade away. In every writing, I leave a piece of me, a memory, an ideal, a feeling, something. I write as I live, spontaneously, chaotically. I write so I will remember. I write, because I’m still alive (von einem HP-Fan im Internet).</em></p>
<p>Wenn man mir vorwerfen möchte, meine Geschichten, mein Überbleibsel, seien trübselig, dann sage ich, es tue mir gut, das Depressive in mir herauszudrängen, es aus mir herauszuziehen wie ein Wahnsinniger sein Herz herauszieht, weil er sein Pochen nicht mehr ertragen mag.</p>
<p><em>Schreiben ist mein Ort und vielleicht bin ich selbst eine Sadistin, will die ultimative Kontrolle über die Wirklichkeit, mit meinem Messer Worte schnitzen, Narben hinterlassen, gegen die andere Geliebte vergeblich protestiert haben.</em></p>
<p>So ist es in „Verführungen“ von Andrea Krug und Dagmar Schadenberg beschrieben worden. Doch noch bin ich nicht soweit. Je öfter ich meine Geschichten lese, desto falscher kommen mir diese Aneinanderreihung von Wörtern vor, desto bedeutungsloser werden sie, so normal! Ich erkenne kein Stil darin, keine literarische Sprache, keine Begabung und umso mehr hasse ich mich dafür. Sehe ich mir die Tagebucheintragungen von Max Frisch an, so zweifle ich an meinen Fähigkeiten. Ich muss besser werden. Ich muss mehr lesen, mehr lernen.</p>
<p><em>Nur zwei Buchstaben unterscheiden verlieren von verloren. („Vincent“ von Joey Goebel</em>)</p>
<p>Vielleicht werde ich eines Tages nicht mehr nur vor dem Schaufenster stehen und mir die Brillen ansehen, sondern mutig genug sein, um eine zu kaufen und deren Gelenke mit ein Stückchen Klebeband zu befestigen. Vielleicht werde ich auch in der Lage sein zu sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„I’m so happy that I could die.“ (Pia Dehne)</em></p>
<p>Beitragsbild: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/15244245608" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Girl Reading Book statue at library in Pleasanton, CA</a></span> von <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jay Galvin</a></span>. Lizenz: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)</a></span>; unverändert; Die Originaldatei ist <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/jaygalvin/15244245608" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a></span> zu finden.</p>
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		<title>Mr. Sky &#8211; Gedicht</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2016/01/17/mr-sky-gedicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2016 13:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich wollt ich wär ein Sternendieb Hoch oben auf den Dächern wär mein Jagdgebiet In finsterer Nacht zu später Stunde Tanzte ich auf den Dächern ein Lachen im Munde die Sterne pflückte ich vom Himmelszelt mein Spielplatz wär die ganze Welt Früher war ich wahrlich reich erbeutete Sterne mit dem Nachthemd ganz leicht bedeckte es...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollt ich wär ein Sternendieb<br />
Hoch oben auf den Dächern wär mein Jagdgebiet<br />
In finsterer Nacht zu später Stunde<br />
Tanzte ich auf den Dächern ein Lachen im Munde<br />
die Sterne pflückte ich vom Himmelszelt<br />
mein Spielplatz wär die ganze Welt<br />
Früher war ich wahrlich reich<br />
erbeutete Sterne mit dem Nachthemd ganz leicht<br />
bedeckte es gänzlich mit Sternenstaub<br />
so wie im Herbst alles bedeckt ist mit Laub<br />
Seit Jahren bin ich aber arm statt reich<br />
da du geizig warst für lange Zeit<br />
Mit wenig Sternenstaub ging ich durch die Welt<br />
doch es war nur versteckt, dein Sternenzelt</p>
<p>Jemand zeigte mir wo du so lange warst<br />
und durch das Wiedersehen war ich wirklich entzückt<br />
Von neuem hatte die Jagd begonnen<br />
und ich durchtanzte die Nacht berauscht von Glück</p>
<p>Doch als ich den Blick zur Seite wandte<br />
erkannte ich einen neuen Stern<br />
So groß und hell, dass mein Herz entbrannte<br />
mit ihm würd mein Reichtum immer währn</p>
<p>Ein letztes Mal griff ich nach den Sternen<br />
bevor ich verschwand, die Jagd war vorbei<br />
Doch ich war nicht allein und würds nie mehr werden<br />
und der Abschied war leicht: Bye, bye Mr. Sky!</p>
<p>Dieses Gedicht ist wiederum eine Antwort auf <u><a href="http://www.xonk.de/" target="_blank" rel="noopener">Knox&#8217;</a></u> Gedicht <u><a href="http://www.xonk.de/gedichte/eigene/bye_bye_mr_sky/" target="_blank" rel="noopener">Bye, bye, Mr Sky</a></u>.</p>
<p>Beitragsbild: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://500px.com/photo/59000354/warmed-by-the-drift-by-jourdan-laik" target="_blank" rel="noopener">Warmed By The Drift</a></span> von <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://500px.com/jourdanlaik" target="_blank" rel="noopener">Jourdan Laik</a></span>. Lizenz: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons BY-NC-ND 2.0</a></span>; unverändert; Die Originaldatei ist <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://500px.com/photo/59000354/warmed-by-the-drift-by-jourdan-laik" target="_blank" rel="noopener">hier</a></span> zu finden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Pervers: Wider der Natur &#8211; Gedicht</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2016/01/10/pervers-wider-der-natur-gedicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2016 20:28:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Du kannst es nicht lassen Als Gottes Krönung nach den Sternen zu fassen Machst es nicht aus Instinkt Nein, nach Lust und Gier dein Wesen stinkt Verlangst viel von der Natur Und lässt von der heimischen Welt keine Spur Gibt dir Reinheit, Schönheit, Glanz Ja, macht dich so keusch und herrlich ganz Der Schrei des...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Du kannst es nicht lassen</p>
<p>Als Gottes Krönung nach den Sternen zu fassen</p>
<p>Machst es nicht aus Instinkt</p>
<p>Nein, nach Lust und Gier dein Wesen stinkt</p>
<p>Verlangst viel von der Natur</p>
<p>Und lässt von der heimischen Welt keine Spur</p>
<p>Gibt dir Reinheit, Schönheit, Glanz</p>
<p>Ja, macht dich so keusch und herrlich ganz</p>
<p>Der Schrei des Reihers ist längst verklungen</p>
<p>Dein feuerglühendes Herz hat alles verschlungen</p>
<p>Seidenhaut glänzt an deinen Armen</p>
<p>Fremd ist ihnen das göttliche Erbarmen</p>
<p>In dein Herz lodern unerschöpfliche Träume</p>
<p>Entzünden den Schmerz der jungen Bäume</p>
<p><figure id="attachment_469" aria-describedby="caption-attachment-469" style="width: 314px" class="wp-caption alignright"><a href="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4.jpg" target="_blank" rel="attachment noopener wp-att-469"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-469" src="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4-559x1024.jpg" alt="selfish_by_yuumei-dmliy4" width="314" height="575" srcset="http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4-559x1024.jpg 559w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4-164x300.jpg 164w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4-768x1407.jpg 768w, http://blog.skythief.de/wp-content/uploads/2016/01/selfish_by_yuumei-dmliy4.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px" /></a><figcaption id="caption-attachment-469" class="wp-caption-text"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.yuumeiart.com/illustrations/#/selfish/" target="_blank" rel="noopener">Selfish</a></span> von <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.yuumeiart.com/" target="_blank" rel="noopener">Yuumei aka Wenqing Yan</a></span>.</figcaption></figure></p>
<p>Steigt das Schwarze in den Himmelsbogen</p>
<p>Wird ihr Klagen in der Luft gewogen</p>
<p>Überziehen der Erde Kinder mit Aschenglut</p>
<p>Doch strahlest du neu wie Feuerglut</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lange hat sie ausgeharrt auch ohne dich und wird immer stehen</p>
<p>Nur du wirst alsbald untergehen</p>
<p>„So rein, so fein, so weiß und weich“*</p>
<p>So unbekümmert engelsgleich</p>
<p>Dreh dich um, dreh dich um mein Engelein</p>
<p>Blicke hinaus über den schönen Schein</p>
<p>Erkennst du es denn wirklich nicht</p>
<p>Dein Perverses Meisterstück?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*nach Clemens Brentano „Gockel, Hinkel und Gackeleia“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Dream &#8211; A Shortstory</title>
		<link>http://blog.skythief.de/2015/06/29/dream/</link>
					<comments>http://blog.skythief.de/2015/06/29/dream/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mariam Al Bayati]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2015 10:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[You robbed me of my emotions, you took away my freedom, with a knife you embroidered my fears and pains on my skin and transformed me into a freak. Of course, I know you are waiting and watching me. I can feel your lifeless eyes burn my skin. I don’t want to give you the...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>You robbed me of my emotions, you took away my freedom, with a knife you embroidered my fears and pains on my skin and transformed me into a freak.</p>
<p>Of course, I know you are waiting and watching me. I can feel your lifeless eyes burn my skin. I don’t want to give you the satisfaction of my gaze, so I walk through the emptiness that seems crowded, and feel comfortable in the screaming silence. So many times I have dreamed of this breath-taking moment in which I would leave you to die and to cease to exist. It’s like seeing a great eternal dream.</p>
<p>I still can recall how you had panicked and had futilely struggled to get away. The wide-eyed look of horrified fear had sent delicious shivers down my spine, causing those shivers to ripple across my skin. I couldn’t get enough. I had felt a primal need for more. Fear- I could smell the tainted traces of fear. Yours. I wanted to drink it in as I planned to swap away your very existence from the face of earth. And then the stabbing and twisting of the knife into tender flesh as scarlet satin painted the wall. Taking pleasure, perverse pleasure, in watching those dark eyes of yours widen in shock, in realization, in terror-</p>
<p>How can I describe it? Taste of tenderness in cruelty, sense of urgent desire in cold eyes. <span id="more-256"></span></p>
<p>All these years being in your presence were nothing more than torture. I hated the way how you looked at me, looked as if I were nothing but filth on your shoes. You always taunted me, called me a child and laughed at my failures, even though you knew very well that my greatest fear was to make mistakes and to disappoint you. You shoved my dreams aside, filled me with your own ideas and forced your religion on me. At the end, at the breaking point, I couldn’t stand your vile presence anymore and threw everything, religion and ideas, right back at you.</p>
<p>I’m not afraid to wield the scythe of death once more and I will fight for my overflowing urges that reside within my heart with my very last breath. I will not leave regrets on this earth, even if it means that my feet can get caught on the shackles of sacrifice. Despite all your bitterness and malice you were the one who pushed me from behind. If it weren’t for you, I would never have come this far. Everyone says that I’m the splitting image of you. I have always denied it but now I think to some extent it’s true. We are both egoistic, thinking only of our own dreams and ideas. But unlike you I’m cold and calculating, trying to take advantage of others’ kindness and weakness, to manipulate things to my liking. I’m a trickster who knows no solitude<sup>1</sup>.</p>
<p>Fear, pain, promises, lies, grief, oaths, loneliness… I will never be weak enough to be captured by them<sup>1</sup>.</p>
<p>Wandering around in the rift between reality and idealism, I reflect on my choice. I saw both sides of the coin, both options that were presented to me. I saw the imminent, I saw the past but the curse was nevertheless the only choice. The edge was my choice!</p>
<p>Upon looking at my bloodstained hands, the abyss of anguish flits briefly across the mist of my mind. But it means nothing now as it had meant nothing before. This vast numbness is all that matters. The nothingness extinguishes the last lingering light. All is dark.</p>
<p><sup>1&nbsp;</sup>inspired by/cited from Nightmare &#8211;&nbsp;Alumina (English Version) Lyrics</p>
<p>Beitragsbild: <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/-23/15601399213/in/photolist-pLDfrB-7G5ZC6-4p8gax-aVGspa-7zVkfR-9hewyj-jigy74-qqBLwi-97Vi4s-5VxZs7-AagQa-4qydVK-e5JVfH-p8TMpw-65QYDJ-5BdTsF-936AGn-dMpUUr-fnn9Ty-q5SArt-5XXsfW-95Dd2y-rqgV1Y-46Q3Kp-4drmMp-zDyRG-4bjciN-7rrsse-qCXi5r-4k39nV-oRqu8p-aDvAD-rUaesZ-ghVVPe-ghX4gj-4BpFP5-qaPK37-7meFt6-9RCsV-qPgPA5-y6YrR-7q2xTD-5Rvf2S-io1uvK-7A29f9-boyMAt-36z6BT-4kvX2V-jvUS5R-qwiao9" target="_blank" rel="noopener">The Wanderer I</a></span> by <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.flickr.com/photos/-23/" target="_blank" rel="noopener">S. T.</a></span> under <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-NC-ND 2.0 license</a></span></p>
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